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Mittwoch, 23. Mai 2012
Qualifikation statt Quote
Von: Harald Schulze, Torsten Steiger und Alexander Wissenschaftler zur Gleichstellungspolitik
(Books on Demand) Quotenforderungen sind en vogue. Wo immer sich eine soziale Gruppe bei der Verteilung von macht- und prestigeträchtigen Positionen benachteiligt fühlt, gilt die Quotierung der zu verteilenden Stellen als das Mittel der Wahl. Dies gilt insbesondere für die Frauenquote. Sie wird von einer Lobby in der Politik hartnäckig gefordert und von den Medien bereitwillig propagiert. Eine unabhängige Diskussion zur Frauenquote ist bisher in der Bundesrepublik Deutschland geradezu tabuisiert worden.
Schwerpunkt auf Gleichstellungspolitik
Der Sammelband
„Qualifikation statt Quote. Beiträge zur Gleichstellungspolitik“ möchte hier Abhilfe schaffen, indem er erstmals auf breiter Basis unabhängige Wissenschaftler und Publizisten unterschiedlicher Fachrichtungen zu Wort kommen lässt. Er versammelt Aufsätze, die sich mit den verschiedenen Aspekten der gegenwärtigen Gleichstellungspolitik kritisch auseinandersetzen. Der Schwerpunkt liegt dabei in der Behandlung der zur Gleichstellungspolitik gehörenden Quotenregelungen.
Die Frauenquote zieht weitreichende Konsequenzen nach sich, die unseren Vorstellungen von Freiheit, Gerechtigkeit und Demokratie widersprechen. Sie hebelt das auf individuelle Fähigkeiten und Qualifikationen ausgerichtete Leistungsprinzip aus und führt dazu, dass Arbeitsstellen nicht nach individueller Qualifikation, sondern nach Gruppenzugehörigkeit, nach dem Geschlecht, vergeben werden. Das ist ungerecht und widerspricht dem Grundgesetz, das die Bevorzugung von Menschen aufgrund ihrer Gruppenzugehörigkeit verbietet. Die Frauenquote schränkt ferner die individuelle Wahlfreiheit ein. Individuelle Freiheit wird durch ein System von gleichgeschalteten Lebensentwürfen ersetzt. An die Stelle von Autonomie treten Gleichstellung und Bevormundung. Quoten sind darüber hinaus undemokratisch. In einer demokratischen Organisation, zum Beispiel in einer demokratischen Partei, darf jedes Parteimitglied für ein Amt kandidieren. Es muss sich zur Wahl stellen und erhält dann ein politisches Amt und Mandat, wenn es mehrheitlich von den anderen Parteimitgliedern gewählt wird. Die Quote verletzt dieses demokratische Verfahren.
Nicht nach Gruppenzugehörigkeit beurteilen
Die Beiträge des Sammelbandes lassen eine Alternative zur gegenwärtigen, auf Quotierung hinauslaufenden Gleichstellungspolitik erkennen: Ein Mensch sollte nach seiner individuellen Qualifikation und nicht nach seiner Gruppenzugehörigkeit beurteilt werden. Eine Arbeitsstelle sollte diejenige Person erhalten, die für sie am besten qualifiziert ist, und zwar unabhängig von Geschlecht, Nationalität, Hautfarbe, sexueller Orientierung usw. Die Bemühungen der Verantwortlichen in Politik, Wirtschaft und Wissenschaft sollten sich darauf richten, bessere Qualifikationsstandards zu erarbeiten, anstatt eine diskriminierende Quotenpolitik zu betreiben.

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Leserbrief
Zu: P.T. Magazin 2/2012 - Die beste aller Welten
„Es ist immer wieder faszinierend wie Herr Dr. Schmidt, in seinen Editorials, die Stimmung der Mittelständler trifft. Und bei aller Verzagtheit in unserem Land immer wieder Worte des Mutes und der Zuversicht findet. Frau Tröger setzt mit dem Beitrag „Durchstarten 2012“ noch einmal einen drauf mit der Mahnung an uns Leser, dass vieles in unseren eigenen Händen liegt. Ich freue mich als positiver Mensch sehr, dass es mit dem PT Magazin ein Informationsmedium gibt, welches nicht mit zweifelhaften Vermutungen, sondern mit Fakten argumentiert und die positiven Seiten beleuchtet.
Hans-Jürgen Germerodt








