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Mittwoch, 23. Mai 2012
Pionier auf vielen Feldern
Professor Hermann Simon wird 65
(SIMON-KUCHER & PARTNERS) Am 10. Februar feiert Prof. Dr. Dres. h.c. Hermann Simon seinen 65. Geburtstag. In seinem „ersten“ Leben war er 16 Jahre Professor an den Universitäten Bielefeld und Mainz. Daneben lehrte er als Gastprofessor in Harvard, Stanford, am Massachusetts Institute of Technology, am INSEAD in Fontainebleau, an der London Business School und der Keio-Universität in Tokyo. Im Jahre 1995 beendete Simon seine Universitätslaufbahn, um sich voll auf die von ihm gegründete Beratung Simon, Kucher & Partners zu konzentrieren. Bis 2009 führte er das Unternehmen als Vorsitzender der Geschäftsführung und fungiert seither als Chairman. In diesem Zeitraum stieg die Mitarbeiterzahl von 35 auf knapp 500. Heute hat die Firma in 23 Büros weltweit 585 Mitarbeiter und ist Weltmarktführer in der Preisberatung.
Einflussreichster Managementdenker
Im deutschsprachigen Raum gilt Simon laut einer seit 2005 fortlaufenden Befragung der Seite Managementdenker.de nach dem verstorbenen Peter Drucker als der einflussreichste Managementdenker. Simon, der von einem kleinen Bauernhof in der Eifel stammt, hat zahlreiche Begriffe erfunden. Dazu gehören u.a. Hidden Champion, Preismanagement und Servicewüste. In einer kürzlichen Laudatio auf seinen Eifeler Landsmann Mario Adorf prägte er den Begriff „Eifelkeit“ (gemeint als Gegenteil von Eitelkeit), um die Bescheidenheit der Menschen aus dieser rauhen Landschaft zu beschreiben. Nachdem sein Jugendtraum, Starfighter-Pilot zu werden, mit 19 Jahren an Farbsehschwäche scheiterte, schaffte er es zwar zum Reserveoffizier der Luftwaffe, wandte sich dann aber entschieden der Wirtschaftswissenschaft zu.
Pionier im Investitionsbereich
Seit seinem Rückzug aus der operativen Führung von Simon-Kucher betätigt sich Simon als Pionier im Investitionsbereich. So ist er Mitgründer der ersten Special Purpose Acquisition Company (SPAC) Helikos S.E., die an einer deutschen Börse notiert wurde. Im Sommer 2011 wurde die Exceet Group S.E. übernommen und im Prime Standard der Frankfurter Börse gelistet. Ebenfalls ist er Mitinitiator des ersten deutschen Search Fonds, der vor wenigen Tagen die Akquisition eines Hidden Champions verkündete. Search Fonds ermöglichen jungen Menschen mit unternehmerischen Ambitionen den schnellen Eintritt ins aktive Unternehmertum, sind aber in Deutschland noch wenig bekannt. Als Venture Capital-Geber hat Simon sich an mehreren Start Ups in der Medizintechnik und im Internetbereich beteiligt.
Obwohl er bereits 1995 aus der Universität ausschied, hat Simon den Kontakt zur Wissenschaft beibehalten. Seine mehr als 30 Bücher wurden in 25 Sprachen übersetzt. Sein Werk „Preismanagement“ erhielt 2011 den renommierten Georg-Bergler-Preis für das beste Lehrbuch im Marketingbereich. Die Gutenberg-Arbeitsgemeinschaft verlieh ihm 2009 den Erich-Gutenberg-Preis für die Übertragung wissenschaftlicher Erkenntnisse in die Unternehmenspraxis. Simons wissenschaftliche Leistungen wurden zudem durch zwei Ehrendoktortitel anerkannt. Als Pionier erwies sich Simon auch in der Anwendung neuer Konzepte. So gilt er als Vater der Bahncard, die er in den neunziger Jahren zusammen mit dem damaligen Bahnvorstand Hemjö Klein entwickelte. Auch die Einführung der heute weit verbreiteten Marktforschungsmethode Conjoint Measurement in Deutschland geht auf ihn zurück. Simon ist und war Mitglied in zahlreichen Aufsichtsräten, Stiftungskuratorien, Vorständen wissenschaftlicher Gesellschaften sowie Gremien privater Hochschulen im In- und Ausland.
Hermann Simon schrieb bereits für das P.T. Magazin:
http://www.pt-magazin.de/newsartikel/archive/2008/march/19/article/globale-metamorphose.html
http://www.pt-magazin.de/newsartikel/archive/2008/january/16/article/die-sprache-der-anderen.html

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Leserbrief
Zu: P.T. Magazin 2/2012 - Die beste aller Welten
„Es ist immer wieder faszinierend wie Herr Dr. Schmidt, in seinen Editorials, die Stimmung der Mittelständler trifft. Und bei aller Verzagtheit in unserem Land immer wieder Worte des Mutes und der Zuversicht findet. Frau Tröger setzt mit dem Beitrag „Durchstarten 2012“ noch einmal einen drauf mit der Mahnung an uns Leser, dass vieles in unseren eigenen Händen liegt. Ich freue mich als positiver Mensch sehr, dass es mit dem PT Magazin ein Informationsmedium gibt, welches nicht mit zweifelhaften Vermutungen, sondern mit Fakten argumentiert und die positiven Seiten beleuchtet.
Hans-Jürgen Germerodt








