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Donnerstag, 11. März 2010

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Kategorie: P.T. Gesellschaft
Montag 06. Juli 2009

Rettet unsere Söhne!

Von: Ullrich Rothe

Frauen und Mädchen werden mit Millionen überschüttet – für Jungen ist kein Cent da. Ein radikaler Bruch ist dringend notwendig.

(Foto: © Jens Proft/PIXELIO)

Durch ein einseitig auf Mädchen aus­gerichtetes Erziehungs- und Schulwesen wird den Jungen gezielt die Zukunft verbaut. (Foto: © Stephanie Hofschlaeger/PIXELIO)

Die millionenschwere Kampagne ist ­komplett gescheitert: Seit Beginn des „Girls’ Day“ studieren weniger Frauen technische Fachrichtungen. Erreicht ­werden sollte das Gegenteil. (Quelle: Archiv)

Längst bekannt, immer wieder bestätigt und trotzdem weiterhin ignoriert: Frauen interessieren sich nicht für Technik.

Der Aufruf klingt dramatisch, für manche vielleicht übertrieben. Möglicherweise hat der Medienwissenschaftler und Publizist Arne Hoffmann deshalb auch auf das Ausrufezeichen im Titel seines neuesten Buches „Rettet unsere Söhne“ verzichtet. Dabei liefert gerade das jüngste Werk des Männerrechtlers Hunderte von Argumenten, auf jegliche vornehme Zurückhaltung zu verzichten. Die katastrophale Situation von Jungen in Deutschland zwingt zum Handeln, ohne auf die Befindlichkeiten derer Rücksicht zu nehmen, die sie verursacht haben und immer noch forcieren.

Verbaute Zukunft

Auf die systematische Bildungsbenachteiligung der Jungen in den staatlichen Schulen ist oft genug hingewiesen worden, auch P.T. berichtete mehrfach darüber. Deshalb sollen hier nur einige wesentliche Ergebnisse dieser Geschlechterdiskriminierung zusammengefasst werden:

Jungen stellen die meisten Schulabbrecher, Schulverweigerer, sozial Auffälligen und Arbeitslosen. Sie erhalten bei gleichen Leistungen wie Mädchen schlechtere Noten und seltener die Empfehlung für das Gymnasium. Die wichtigste Fähigkeit, die in der Schule vermittelt werden soll und entscheidend für die gesamte weitere Entwicklung junger Menschen ist – das Lesen – wird den Jungen nicht ausreichend beigebracht. Durch einseitig auf Mädchen ausgerichtete Literatur, Unterrichtsgestaltung, Pädagogik und Didaktik wird den Jungen so gezielt die Zukunft verbaut.

Diese und weitere Missstände sind seit einem runden Jahrzehnt durch zahlreiche wasserdichte empirische Untersuchungen belegt und den politisch Verantwortlichen bestens bekannt. Jedoch scheint das keine der im Bundestag vertretenen Parteien, keinen Bildungspolitiker und insbesondere die im fraglichen Zeitraum zuständigen Bundesbildungsminis­terinnen auch nur im Geringsten zu interessieren. Unternommen wurde jedenfalls nichts.

Verheerende Folgen

Daher nimmt die Bildungsdiskriminierung der Jungen in „Rettet unsere Söhne“ zurecht einen zentralen Platz ein. Buchautor Hoffmann, der wie gewohnt alle Zahlen und Fakten mit zuverlässigen Quellenangaben versieht, belässt es jedoch nicht dabei und verweist auf die verheerenden wirtschaftlichen Folgen:

„Schlecht ausgebildete Männer hatten entweder große Schwierigkeiten, überhaupt einen Arbeitsplatz zu finden, oder aber konnten nur in Berufsfeldern unterkommen, die wenig zukunftsträchtig und somit von massivem Stellenabbau betroffen waren.“ Zum Beleg zitiert Hoffmann den Journalisten Christian Schwägerl, der am 7. Juni 2006 in der FAZ schrieb:

„Die Zahl der erwerbstätigen Frauen wuchs zwischen 1991 und 2004 um rund 1,1 Millionen, während die Zahl der erwerbstätigen Männer um rund 1,4 Millionen sank. Seit 1991 sind in Industrie, Bergbau, Baugewerbe und anderswo 2,5 Millionen einfache Jobs verschwunden. Betroffen davon sind hauptsächlich Männer. In derselben Zeit entstanden 1,5 Millionen neue Stellen für Akademiker. Knapp 60 Prozent dieser Stellen haben Frauen eingenommen. Die Zahl berufstätiger Akademikerinnen ist seit 1991 um 70 Prozent gewachsen, der Zuwachs bei Männern betrug nur 23 Prozent.“

30 Prozent weniger Ingenieure    

Die Verdrängung junger Männer aus dem Arbeitsmarkt wird auch durch die Zahlen der Bundesagentur für Arbeit bestätigt: 2005 waren 40 Prozent mehr männliche als weibliche Heranwachsende erwerbslos gemeldet. Seit 1990, als beide Werte noch annähernd gleich waren, vergrößert sich kontinuierlich die Differenz zum Nachteil der Jungen.

Dr. Bruno Köhler, Vorsitzender der geschlechterpolitischen Initiative MANNdat e. V., nennt eine weitere Horrorzahl, die einen (schon viel zu lange ausgebliebenen) Aufschrei der großen Branchenverbände der deutschen Wirtschaft geradezu herausfordert: „Der Absolutanteil männlicher Studienabschlüsse im Bereich Ingenieurwesen ist von 1995 bis 2005 um über 30 Prozent gesunken. Wie echt ist das Gejammer wegen eines Fachkräftemangels, wenn man sich gleichzeitig Jungen als Bildungsverlierer leistet?“

Eine Frage, die der Verfasser dieser Zeilen gerne an diejenigen weitergibt, die sich angesprochen fühlen sollten – vor allem deshalb, weil sie die politisch korrekte, allumfassende Mädchen- und Frauenförderung unterstützen, anstatt deren desaströse Auswirkungen auf die Hightech-Branchen, den Mittelstand und damit auf die Wirtschaft insgesamt klar und deutlich öffentlich anzuprangern.

Den Herren Verbandschefs

„IT-Berufe bieten den Mädchen viele interessante Aufgabengebiete…Daher müssen wir noch mehr unternehmen, um sie für diese Tätigkeiten zu begeistern“, meint z. B. BITKOM-Präsident Prof. August-Wilhelm Scheer. Auch müssten insbesondere junge Frauen verstärkt für ein entsprechendes Studium gewonnen werden.

Sie sollten es alle besser wissen: die Verbandschefs von BITKOM, VDMA und VDE sowie die Girls‘ Day-Unterstützer in BDI, BDA, ZDH und DIHK.Der ganze Frauenförderwahn ist nämlich für die Katz’ – vollkommen sinnlos zum Fenster rausgeworfenes Geld ohne den geringsten Nutzen. Das geht aus ungezählten wissenschaftlichen Arbeiten, empirischen Untersuchungen und repräsentativen Erhebungen hervor.

Zuletzt bestätigte das sogar die kanadische Psychologin und Journalistin Susan Pinker, die sich selbst als Feministin bezeichnet. Gestützt auf aktuelle wissenschaftliche Studien, gelangt sie in ihrem Buch „Das Geschlechterparadox“ (DVA, 2008) zu der durchaus nicht neuen Erkenntnis, dass sich Frauen nun einmal nicht für Technik interessieren und stattdessen lieber in klassischen Frauenberufen arbeiten: Erziehung, Kommunikation, helfende Tätigkeiten.

Vergeudete Mühe

Das gilt laut Pinker gerade für wohlhabende Länder. Denn hier studierten 2005 nicht einmal fünf Prozent der Frauen Physik, während es in ärmeren Ländern über 30 Prozent waren. Wörtlich schreibt die Autorin:

„Es ist eine Binsenweisheit, dass dieser Bereich Männer magisch anzieht, und trotz riesiger Budgets und institutioneller Anreize zur Erhöhung des Frauenanteils zeigen Frauen nur geringes und sogar weiter schwindendes Interesse am IT-Bereich. Es hat keine signifikanten Auswirkungen auf die Einschreibungszahlen gehabt, dass die National Science Foundation, das National Physical Science Consortium, Google, IBM, Lucent, Loreal, die Association for Women in Science und andere Gruppen Millionenbeträge…investieren, um mehr Frauen in die Physik oder Informatik zu locken.“

Daher hält es die Psychologin auch für vergeudete Mühe, Frauen anzutreiben, es Männern gleich zu tun und Gleichberechtigung an der Zahl weiblicher Führungspersonen messen zu wollen. Das ist auch kompletter Unfug, wenn etwa 60 Prozent der berufstätigen Frauen Beförderungen ablehnen oder einen schlechter bezahlten Job annehmen, um ausgefüllter leben zu können, wie Pinker feststellte.

Fässer ohne Boden

Dennoch werden in Deutschland Jahr für Jahr Millionen und Abermillionen in zahllose Fässer ohne Boden gepumpt, die da u. a. heißen: Frauenforscher, Frauenbeauftragte, Frauen­universitäten, Frauenverlage, Frauenbibliotheken, Frauenbuchhandlungen, Frauenliteraturwettbewerbe, Frauenbanken, Frauenhotels, Frauenkneipen, Frauenhäuser, Frauenwohnanlagen, Frauenparkhäuser, Frauentaxis, Frauenfahrschulen, Frauenmessen, Frauentarife (z. b. bei Versicherungen und Mobilfunkunternehmen).

Selbstverständlich ist diese Liste nicht vollständig. Vielleicht ist es für viele Steuerzahler auch hilfreicher, statt einer blassen Ahnung genaue Kenntnis davon zu erhalten, wie viel von ihrem sauer verdienten Geld für nur einen einzigen Themenschwerpunkt eines einzigen Förderbereiches eines einzigen Ministeriums verschleudert wird, ohne dass davon ein gesellschaftlicher Mehrwert zu erwarten ist. Dazu soll folgendes Beispiel dienen: Das Bundesminis­terium für Bildung und Forschung (BMBF) vergibt u. a. Fördermittel für Projekte unter dem Titel „Strategien zur Durchsetzung von Chancengleichheit für Frauen in Bildung und Forschung“. Ein Thema dieses Förderbereiches heißt „Frauen an die Spitze“. Zu diesem Thema konnten von Juli 2006 bis November 2007 Projekte inkl. der dafür veranschlagten Kosten eingereicht werden.

100 Millionen für heiße Luft

Und das kam dabei heraus (Stand Januar 2009): Bewilligt – also vom Steuerzahler zu finanzieren – sind u. a. Projekte mit so fantasievollen Namen wie „Karriereverläufe von Frauen: Paardynamiken und institutionelle Rahmungen in der ‚Rush Hour of Life’“ (Kosten: 442.807 Euro); „Verbundvorhaben: Frauen in modernen Unternehmen, Teilvorhaben: Arbeits- und Industriesoziologische Perspektive und Verbundkoordination“ (Kosten: 647.295 Euro). Hübsch, oder?

Mein persönlicher Favorit ist allerdings dieses Projekt: „Entwicklung von Methoden und Instrumenten für die Gestaltung einer karriereförderlichen Unternehmenskultur in Innovationsbranchen unter Berücksichtigung von Gender-Aspekten“ – und das gibt’s schon für „lächerliche“ 793.450 Euro. Es geht natürlich auch wesentlich schnöder, dafür aber ein bisschen teurer: „Frauen in der Spitzenforschung“ kosten, wie es der Titel vermuten lässt, etwas mehr, und zwar eine schlappe Million – konkret: 945.567 Euro.

Kurz und knapp: Vier Projekte zur Frauenbespaßung für 2,8 Mio. Euro. Zu erwartendes Ergebnis: heiße Luft. Insgesamt wurden 23 solcher Vorhaben vom BMBF bewilligt; zahlreiche weitere der etwa 120 eingereichten Projekte (nochmals: nur zu diesem einen Themenschwerpunkt) sind zur Bewilligung vorgesehen. Wer die komplette Auflistung nachlesen möchte, braucht nur nach „Drucksache 16/11754“ oder nach „100 Millionen Euro Frauenförderung“ googeln.

„Jungs sind dumm. Werft Steine nach ihnen.“    

Falls es noch nicht allgemein bekannt sein sollte: Selbstverständlich beginnt die staatlich verordnete Frauenförderung nicht erst mit der Volljährigkeit der neuen „Alphamädchen“, und sie endet natürlich auch nicht schon in der „Rush Hour of Life“. Nein, sie erstreckt sich vielmehr von der Wiege bis zur Bahre.

Und die Jungen? Was bekommen die? „Ritalin“, schreibt Arne Hoffmann unter Bezug auf amerikanische Untersuchungen: „Vor allem in den USA ist man inzwischen an dem Punkt angelangt, bewegungsgetriebenen Jungen mit Methylphenidat-Medikamenten ihr Zappelphilipp-Verhalten auszutreiben.“ Das Erziehungssystem stelle insgesamt eine männerfeindliche Umgebung dar. In Deutschland sieht es nicht anders aus: „Jungs sind dumm. Werft Steine nach ihnen.“

Das ist die „Geisteshaltung, mit der unser Land einer gesamten Generation von Jungen gegenübertritt“, heißt es zutreffend im Klappentext von „Rettet unsere Söhne“. Die Bundesfamilienministerin findet es „nicht schlimm, dass Mädchen in Sachen Bildung an den Jungen vorbeiziehen“, eine ZDF-Moderatorin und eine Europa-Abgeordnete verkünden, dass Frauen bessere Menschen seien und Pseudowissenschaftler liefern im Wochentakt neue „Beweise“ für die biologische Minderwertigkeit des männlichen Geschlechts.

„Qualitätsmedien“      

Handelte es sich dabei um einzelne Stimmen, könnte man sie getrost ignorieren. Doch mit dieser Art von Dreck werden mittlerweile seit mehr als einem Jahrzehnt Jungen und Männer tagtäglich von den Massenmedien genüsslich beworfen. Hier nur eine kleine Auswahl:

„Alle Männer sind Schweine“ (Sendungsthema „Arabella Kiesbauer“, Mai 1996); „Die Männer haben ihre Frisur und ihre Hosen verändert, aber ihr kleiner, beschränkter Geist bleibt derselbe.“(„Die Zeit“ 38/1998); „Vielleicht sollten die Frauen den Männern die Eier abschneiden, damit auf der Erde wieder ein Paradies entstehen kann.“ (UN-Sonderbotschafterin Waris Dirie in „Wüstenblume“, Weltbild Verlag 1998);

„Eine Krankheit namens Mann. Als Fötus sind sie empfindlicher, in der Schule scheitern sie häufiger, sie neigen zu Gewalt und Kriminalität, und sie sterben früher: Sind Männer die Mangelwesen der Natur? Nun offenbaren auch noch die Biologen: Das Y-Chromosom ist ein Krüppel, der Mann dem Untergang geweiht.“ („Der Spiegel“ 38/2003); „Der Mann. Ein Irrtum der Natur?“ (3sat, 23.09.2003);

„Dieses ist ein verkümmertes X-Chromosom, das heißt, der Mann ist von Natur aus ein Krüppel.“ („Der Spiegel“ 41/2005); „Das überflüssige Geschlecht“ („manager magazin“, 21.12.2005); „Hier die von Generation zu Generation dümmer werdenden Männer…Dort die intellektuell entschwebenden Frauen“ („Westdeutsche Allgemeine Zeitung“, 04.09.2006).

Rückblick

Vielleicht denken die „intellektuell entschwebenden Frauen“ und ihre Fifis in Zeitungs-, Hörfunk- und Fernsehredaktionen, Buchverlagen, Ministerien, Parlamenten, Parteien, Kindergärten, Schulen, Hochschulen und sonstwo in unserer Gesellschaft mal über folgenden Satz nach, den eine Frau namens Eugenie Hennig vor mehr als 100 Jahren formulierte:

„Meines Erachtens zeigt es einen grossen Mangel an objectivem Betrachten, wenn ein Geschlecht das andere herabzusetzen sucht, um das eigene als das bessere oder höhere hinzustellen, denn bei aller natürlichen Verschiedenheit der Geschlechter ist doch eins genau so viel werth und genau so unentbehrlich für die Gesamtheit wie das andre, und es ist daher geradezu lächerlich, von einem besseren oder einem minderwerthigen Geschlecht zu reden…“

Diese Worte waren die Reaktion auf einen Aufsatz des international anerkannten Leipziger Neurologen Dr. Paul Julius Möbius mit dem Titel „Ueber den physiologischen Schwachsinn des Weibes“ aus dem Jahr 1900. Damals wurde nämlich die gleiche Debatte wie heute schon einmal geführt – nur mit umgekehrten Vorzeichen.

Alles vergebens?

Arne Hoffmann zieht angesichts des Ausmaßes der gegenwärtigen Jungenkrise ein pessimistisches Fazit: „Leider wird die Krise wohl noch viel gravierender werden, bevor endlich etwas geschieht.“ Ja, das ist leider zu befürchten. Die beharrliche rationale Argumentation, die Hoffmann, MANNdat, der Väteraufbruch für Kinder und viele andere Männerrechtler seit Jahren betreiben, scheint kaum zu fruchten.

Vielleicht brauchen die Frauen-sind-bessere-Menschen-Ideologen ihre eigene Form der Ansprache. Vielleicht müssen sie den geistigen Unrat, den sie verbreiten, erst am eigenen Leib zu spüren bekommen. Wohlan, Herr Dr. Möbius, so erfüllt Ihr Werk vielleicht doch noch einen guten Zweck:      

„Ueber den physiologischen Schwachsinn des Weibes“

„…oder sind die Weiber im Ganzen genommen schwachsinnig im Vergleiche mit den Männern? Das Sprichwort ist der letzteren Meinung, denn es sagt: lange Haare, kurzer Verstand…aber im Grossen und Ganzen ist hier der Beweis der geistigen Inferiorität des Weibes sehr gut geführt…beim Weibe ist der Kopf nicht nur absolut, sondern auch relativ kleiner. Ein kleiner Kopf umschliesst natürlich auch ein kleines Gehirn…

Die allereinfachsten Verhältnisse fand Rüdinger bei einer bayrischen Frau, er spricht geradezu von ‚thierähnlichem Typus’. Demnach ist also nachgewiesen, dass für das geistige Leben ausserordentlich wichtige Gehirntheile, die Windungen des Stirn- und des Schläfenlappens, beim Weibe schlechter entwickelt sind als beim Manne, und dass dieser Unterschied schon bei der Geburt besteht…

Wegen ihrer Schwäche ist sie vorwiegend auf Arbeiten angewiesen, die eine gewisse Geschicklichkeit erfordern, und dadurch entsteht der Glaube an die geschickten weiblichen Finger. Jedoch sobald ein Mann sich einer Weiberarbeit annimmt, als Schneider, als Weber, als Koch, u. s. w., so leistet er bessere Arbeit als das Weib…

Wie die Thiere seit undenklichen Zeiten immer dasselbe thun, so würde auch das menschliche Geschlecht, wenn es nur Weiber gäbe, in seinem Urzustände geblieben sein. Aller Fortschritt geht vom Manne aus. Deshalb hängt das Weib vielfach wie ein Bleigewicht an ihm…Es ist durchaus unrichtig, die Weiber unmoralisch zu nennen, aber sie sind moralisch einseitig oder defect…Dazu kommt die Heftigkeit der Affecte, die Unfähigkeit zur Selbstbeherrschung…

Wäre das Weib nicht körperlich und geistig schwach, wäre es nicht in der Regel durch die Umstände unschädlich gemacht, so wäre es höchst gefährlich. In den Zeiten politischer Unsicherheit hat man mit Schrecken die Ungerechtigkeit und Grausamkeit der Weiber kennen gelernt, ebenso an den Weibern, die unglücklicherweise zur Herrschaft gekommen sind.

Im gewöhnlichen Leben zeigen sich jene beiden Eigenschaften in der Regel nur bei der Thätigkeit der Zunge und beim Schreiben: Beschimpfungen, Verleumdungen, anonyme Briefe. Die Zunge ist das Schwert der Weiber, denn ihre körperliche Schwäche hindert sie, mit der Faust zu fechten, ihre geistige Schwäche lässt sie auf Beweise verzichten, also bleibt nur die Fülle der Wörter.“

 

 

Unbedingt lesen!

Arne Hoffmann:

„Rettet unsere Söhne“

204 Seiten
Pendo Verlag, 2009
ISBN-10: 3866122276
ISBN-13: 978-3866122277

 

 

Studenten packen aus

Tittensozialismus

„Hier an unserer Hochschule spricht man vom Tittensozialismus. So mancher von uns wünscht sich, bei einem der vielen Förderkurse für Damen mitmachen zu können, dürfen wir aber nicht.“

Peter (Quelle: genderama.blogspot.com)

Wettbewerbsverzerrung

„Der Unterricht in den technischen Fächern ist klar ausgerichtet, und der Dümmste kann erkennen, dass alles getan wird, um die netten jungen Damen zu fördern. Es ist der momentane Zeitgeist. Man kann darüber denken, wie man will. Faktisch ist es gewollte Wettbewerbsverzerrung.“

Tom (Quelle: genderama.blogspot.com)

Illegal rausgelost

„Ich studiere Geschichte und Deutsch, sprich Fächer, in denen so oder so 80 Prozent Frauen studieren. Wenn mehr als drei Männer in einem Kurs sind, ist das schon toll. Oft werden die dann noch rausgelost, weil sonst zu viele Seminarteilnehmer vorhanden sind (was nebenbei bemerkt illegal ist).“

Anonym (Quelle: genderama.blogspot.com)

 

 


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Leserbrief

P.T. Magazin 4/2009

Zu: „Rettet unsere Söhne!“

 

„Haben Sie vielen Dank für diesen längst überfälligen Artikel! Der Aufschrei über die ideologisch gewollte Diskriminierung von Jungen und Männern hierzulande ist indes, wie Sie richtig schreiben, schon viel zu lange ausgeblieben. Inzwischen leben wir in einem Gemeinwesen, in dem feministische Seilschaften, zahlreiche reine Frauenlobbies und ein Bundesministerium, das sich schon im Titel für alle außer Männer zuständig weiß, den Ton angeben und die veröffentlichte Meinung beherrschen. Dieser Verkrustung zu begegnen, sie aufzubrechen und der beginnenden, politisch diktierten Geschlechterapartheid etwas entgegenzustellen, sind wir alle dringend gefordert, weil Humanismus und nicht Feminismus unser Leitbild sein muss. Ganz wenige mutige Journalisten haben mit ihren viel zu seltenen Artikeln hier einen Anfang gemacht. Schön, dass Sie dazugehören.“

 

Dr. Berndt Goossens