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Freitag, 30. Juli 2010

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Kategorie: P.T. Lifestyle
Mittwoch 25. März 2009

Der Schweden-„Drover“ als Familienfreund

Von: Prof. A. J. Garth

(Fotos: Prof. Arnd Joachim Garth)

Als ich meinen Sohn fragte, welches Auto er mir zum Kauf empfehlen würde, sagte er spontan: „Volvo XC 90.“ Auf seinem Gesicht sah ich den Blick, der vor Begeisterung Bände spricht.

Auf meine Frage nach dem Grund dafür, antwortete Salvadore-Hugo, kurz Salli genannt, folgendes: „Papa, der sieht mächtig nach Abenteuer aus, nach Gemütlichkeit, und kinderfreundlich ist er auch – sieben Sitze, für einen Geburtstagsausflug mit meinen Freunden. Und er ist nicht so angeberisch wie Phillips X5.“ So beschloss ich, für die Leser des P.T. Magazins den schwedischen Offroader in Begleitung meines Sohnes (11 Jahre) zu testen und damit nahezubringen.

Im Fond ist es wie im Kino

„Ich sitze gern oben, habe es ruhig und will auf langen Reisen mit Mama oder meinem Bruder Kinofilme sehen“, bemerkte er im Brustton der Überzeugung. Kinofilme sind ihm wichtig, schließlich ist er in seiner Freizeit Synchronsprecher und hat unlängst am australischen Kinosuperstreifen der Cinestar-Kinos gearbeitet.

Die eigentliche Hauptrolle im Filmepos „Australia“ hat der Aboriginal-Junge Nullah, gespielt von Brandon Walters. Er ist auch der Erzähler, der die Geschichte von Lady Ashley (Nicole Kidman) und Drover (Hugh Jackman) um Liebe und Krieg, Outback und über die Geheimnisse dieses Kontinents erzählt. Brandon Walters wurde von Salli synchronisiert.

Als der Testwagen angeliefert wird, streicht Salli um ihn herum, während sein Finger liebevoll einen großen Kombi zeichnet. „Das Platzangebot auf der ersten Rücksitzbank, alles weiches, anschmiegsames Leder,  ist für selbst für Erwachsene mehr als ausreichend. Auch die hinteren Passagiere können jeglichen Luxus genießen, Luftdüsen der Klimaanlage gehören zum Standard und das DVD-System mit in den Kopfstützen versenkten Bildschirmen finde ich cool“, stellt er fest.

Falls erforderlich, können die Rückenlehnen der beiden Rücksitze umgeklappt werden, dadurch entsteht ein riesiger Kofferraum. Als Siebensitzer bietet der XC 90 ein Kofferraumvolumen von 249 Litern. Verstaut man die dritte Sitzreihe im ebenen Gepäckraumboden, stehen 483 Liter Stauraum zur Verfügung, und bei weggeklappter zweiter Sitzreihe kommen rund 1 000 weitere Liter hinzu.

Dank seiner relativ niedrigen Ladekante und seiner zweigeteilten Kofferraumklappe, wie es früher in den großen amerikanischen Kombis Mode war, kann der Laderaum bequem erreicht werden, was meine Frau freut. Und da finden wir den USP, den einzigartigen Vorteil des XC 90: Er ist der Familienfreund, um Sicherheit besorgt, mit Luxus verwöhnend, leise und stark. Ist das der schwedische Beitrag zur Verbesserung unserer schlechten demoskopischen Bevölkerungswerte?

Allradantrieb

Wir sind im Rothaargebirge unterwegs. Der Winterberg ist tief verschneit und gibt unserem Familienfreund die Möglichkeit des AWD, des Allradantriebes, der sich gerade im Frischschnee beweist. Bergfahrten, Wenden auf ungeräumten, verschneiten Parkplätzen und sicheres, stabiles Fahren im unwegsamen Gelände sind für den Volvo XC 90 keine Widrigkeiten. Die 6-Stufen-„Geartronic“-Automatik kann den Überschuss an Leistung dosieren. Dies verdankt man u. a. der guten Lenkung und dem noch besseren Fahrwerk.

Innen nordisches Design – ein wenig zurückhaltend, aber geschmackvoll
Im XC 90 herrscht ein angenehmes Wohlfühl-Ambiente, obschon ich mir statt der Plastikmittelkonsole eher Holz oder Alu-Look vorstellen kann. Auf längeren Strecken erweist sich der Schwede als bequemes Reisefahrzeug.

Zur Serienausstattung gehören u. a. sechs Airbags, ein Allradantrieb, ein Tempomat, eine Klimaautomatik, eine automatische Niveauregulierung, Bi-Xenon-Scheinwerfer mit Kurvenlicht, Sitzheizung vorn – und für mich ein USB-Eingang, damit ich beim Fahren meine Hörliteratur genießen kann, während hinten Kinoatmosphäre herrscht. Lohnende Extras sind das Navigationssystem, die Einparkhilfe hinten und das elektrische Schiebe-Hebedach.

Der Familienfreund Volvo XC 90 erweist sich aber auch gut als Business-Partner. Schwarz, innen edel und viel Platz – das muss ein Geschäftswagen haben. Als ich ein paar Geschäftsfreunde vom Tegeler Flughafen abhole und sie zu einer kleinen Stadtrundfahrt einlade, verschmelzen Mensch, Maschine und Stadt zu einem Ganzen. Aus Markensicht ein gelungener Effekt aus rationaler und emotionaler Marken-Erlebnis-Ebene. Der 5-Zylinder-Dieselmotor schnurrt dabei leise wie der einer Premiumlimousine. Er verbraucht 11,9 Liter in der Stadt und zeigt bei rund zwei Tonnen Eigengewicht erstaunlich viel Agilität.

Was meinen Sohn noch interessiert, sind die Pferdchen, die der Motor leistet. „126 kW, das sind 185 Pferdestärken“, lautet meine Antwort. Dass das nicht in Elchen gemessen wird, macht uns schmunzeln. Ein solider Schwede ab 43.810 Euro mit viel Platz im hinteren Bereich für Ikeas Kisten.


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Christian Kalkbrenner