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Vergesslichkeit vergessen
Gedächtnis-Ratgeber hilft beim Training des Denkmuskels

(Bild: Verlag C.H.Beck)

Jens Seiler „Gedächtnistraining“, Reihe Beck kompakt, Verlag C.H.Beck 2009, ISBN 978-3-406-58812-9, 6,80 Euro
München - Telefonnummern, Geheimzahlen, Namen von Geschäftspartnern, Termine, Einkaufslisten: Der Alltag gibt uns einiges zu merken auf. Doch immer öfter versagen die grauen Zellen, weil technische Helfer wie Computer, Handy oder Navigationsgeräte den Zwang abnehmen, das Gedächtnis zu trainieren. Wie das Gehirn dennoch zu neuen Höchstleistungen angespornt werden kann, verrät der Gedächtnis- und Schnellrechen-Weltrekordler Jens Seiler in dem neuen Ratgeber „Gedächtnistraining“ der Reihe Beck kompakt (Verlag C.H.Beck).
„Wir trainieren als Erwachsene viele Dinge wie zum Beispiel unseren Körper durch Sport“, sagt Ratgeberautor Jens Seiler. „Aber spätestens nach dem Studium stellen wir das Training unseres wichtigsten Muskels, des Kopfes, ein.“ Dabei ist ein gutes Gedächtnis in beruflichen Situationen unabdingbar. „Wer sich als Verkäufer an den Namen des Kunden oder an eine Vorliebe erinnern kann, wird als höflich und zuvorkommend angesehen. Wer als Abteilungsleiter die Umsatzzahlen und Gewinne des Vorjahres auswendig kann, wird als kompetent und führungsstark eingeschätzt.“ Nicht zuletzt der Erfolg der Gehirnjogging-Software für portable Spielekonsolen zeigt das Bedürfnis Vieler nach Übungen fürs Gehirn.
Jens Seiler, besser bekannt als Jens der Denker, hat bewiesen, dass seine Methode funktioniert: Er hält mehrere Weltrekorde im Bereich Gedächtnisleistung und Schnellrechnen, trat schon in großen TV-Sendungen wie „Wetten, dass…?“ und der Guinness-Show auf.
Aber wie merkt man sich Zahlen, wie speichert man Namen zu Gesichtern, wie kann man sein Langzeitgedächtnis trainieren oder eine Rede ohne Spickzettel halten? Kompakt und verständlich erklärt Jens Seiler auf 128 Seiten die besten und alltagstauglichsten Merktechniken, auch Mnemotechniken genannt. „Die Geschichtsmethode ist besonders effektiv“, erläutert Seiler. „Da Geschichten mit vielen Emotionen und Erinnerungen automatisch beide Gehirnhälften ansprechen, eignet sich diese Methode vor allem für solches Wissen, das man über einen sehr langen Zeitraum speichern will.“ Um eine wirklich gute Geschichte zu kreieren, sollten stets alle Sinnesorgane einbezogen werden. „Lassen Sie die Figuren oder Fakten, die Sie sich merken möchten, in einem selbst erdachten Märchen leben“, rät der Gedächtnistrainer.
Sein Ratgeber bringt bereits beim Lesen das Gedächtnis auf Trab. Denn anhand zahlreicher Beispiele erfahren Leser als Nebeneffekt zugleich viel Wissenswertes aus den Bereichen Erdkunde, Geschichte, Naturwissenschaften, Kunst und Kultur. Und auch dies ist ein Karrierefaktor: Alle Einstellungstests und Assessment Center großer Unternehmen haben einen Block „Test von Allgemeinwissen“. Wer hier sein Wissen schnell und routiniert abrufen kann, hat einen entscheidenden Schritt nach vorne gemacht – und kann seine Vergesslichkeit getrost vergessen.
Wie hießen nochmal unsere Bundespräsidenten? Mit der Geschichtsmethode kein Problem. Einfach ein passendes Märchen ausdenken:
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Leserbrief
Zu: P.T. Magazin 3/2010
„Das Magazin liest sich kurzweilig, ist persönlich im Stil und kritisch. Interessant sind die Berichte und Anzeigen der vielen Mittelständler. Sie sind informativ und stellen ein gutes Medium dar, um neue Kontakte zu knüpfen.“
Christian Kalkbrenner

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