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Freitag, 30. Juli 2010

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Kategorie: P.T. Kunst & Kultur
Dienstag 16. September 2008

CARICATURA

 

Das Zentrum für Karikatur und Satire in Kassel

(Fotos: CARICATURA)

Vor allem in den documenta-Jahren seit 1987 bietet die CARICATURA parallel zum Weltkunstereignis Nr. 1 die respektlose Alternative zum erhabenen Olymp der Hochkunst, wenn sie in großangelegten Querschnittsausstellungen die Crème des gegenwärtigen Komikschaffens präsentiert.

Beeinflusst durch die Aktivitäten der Neuen Frankfurter Schule, gehörten F. W. Bernstein, Robert Gernhardt und F. K. Waechter Anfang der 80er Jahre zu den Förderern der ersten Stunde. Im November 1995 öffnete die CARICATURA Galerie für komische Kunst im KulturBahnhof Kassel ihre Pforten: Als gleichzeitiger Ausstellungs- und Veranstaltungsraum für Komische Kunst ist sie bundesweit einzigartig.

Galerie

Zuletzt konnte die CARICATURA mit ihrer Ausstellung CARICATURA V im Jahr 2007 große Erfolge feiern. Die Bestandsaufnahme der Komischen Kunst, die während der documenta 12 stattfand, gab 77 Künstlern mit über 650 Exponaten Raum, ihre Werke auszustellen. Der Erfolg dieser Ausstellung lässt sich auch an der Besucherzahl messen: Rund 14?000 kamen, um sich die Exponate anzusehen.

Neben den rund fünf Ausstellungen pro Jahr finden auf der Galerie-Bühne auch Live-Veranstaltungen statt. Im Veranstaltungsprogramm der CARICATURA sind u. a. Lesungen satirischer und komischer Literatur, Kabarett- und Theaterabende und gelegentlich Konzerte.

Mittlerweile sind 13 Ausstellungen im Repertoire, u. a. die von Robert Gernhardt, F. K. Waechter, Tetsche und F. W. Bernstein. Auch Themen- und Sammelausstellungen werden angeboten, z. B. „20 Jahre Titanic“ oder „Lachende Frauen“. Die Wanderausstellungen haben sich inzwischen auf internationalem Terrain etabliert. Sie sind auch in Österreich, in der Schweiz und in Paris vertreten.

Museum

Seit März 2000 ist die CARICATURA an das Historische Museum Frankfurt/M. angegliedert. Die Mainmetropole war schon immer die Stadt der komischen Zeichnung und Karikatur und blickt in diesem Zusammenhang auf eine lange Tradition zurück.

Viele der Initiatoren und Mitstreiter der Neuen Frankfurter Schule leben und arbeiten in dieser Stadt. Im Jahr 2008 wird das CARICATURA – Museum für Komische Kunst einen eigenen Standort erhalten: das Frankfurter Leinwandhaus.

Der KulturBahnhof Kassel

Seit 1995 ist Kassels alter Hauptbahnhof der „erste KulturBahnhof Deutschlands“ (DB AG), die CARICATURA war federführend an der Gesamtkonzeption beteiligt. 1997 war der KulturBahnhof ein Standort der documenta X. Der KulturBahnhof befindet sich in weiterer Entwicklung, er war eines der dezentralen Projekte der EXPO 2000.

Aktuell

Im August 2008 fand die 2. Sommerakademie für Komische Kunst statt. Nachwuchstalente bekamen hier die Möglichkeit, mit arrivierten Künstlern wie Rudi Hurzlmeier oder Günther Mayer zu arbeiten.

In einem einwöchigen Workshop konnten sie sich Tipps und Anregungen von den Profis holen, ihre Technik verfeinern und wertvolle Kontakte knüpfen. Darüber hinaus plant die CARICATURA zum Herbst 2008 die Ausstellung „Unsere Helden – Kunst und Komik im Kinderbuch“ mit Zeichnungen und Illustrationen aus Kinderbüchern von Künstlern der Neuen Frankfurter Schule.

Für 2009 ist eine Jubiläumsausstellung zum 60. Geburtstag von Franziska Becker geplant.

 

Hinreißend

„Selten sieht man bei einer Ausstellung so hingerissene, gelöste, ja glücksübergossene Gesichter wie bei dieser.“ (Die WELT vom 23.6.2007)

 


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Leserbrief

Zu: P.T. Magazin 3/2010

„Das Magazin liest sich kurzweilig, ist persönlich im Stil und kritisch. Interessant sind die Berichte und Anzeigen der vielen Mittelständler. Sie sind informativ und stellen ein gutes Medium dar, um neue Kontakte zu knüpfen.“

Christian Kalkbrenner