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Kraft tanken
Von: Petra TrögerJetzt im Mai können wir wieder die Sonne anzapfen und die inneren Batterien mit warmer, lebendiger Energie aufladen. Ich liebe die Gelegenheit, auch an harten 18-Stunden-Tagen unterwegs auf Dienstreise, einfach mal kurz an einer Raststätte eine Viertelstunde in der Sonne zu sitzen. Mich kurz, aber tief und gründlich zu erholen.
Jeder von uns hat seine ganz individuellen Situationen, die ihn aktivieren und in Stress versetzen oder in denen er zur Ruhe kommt. Situationen, in denen die Seele auspendeln kann. Aus diesen Situationen schöpfen wir die Kraft, die wir brauchen, um uns anschließend wieder dem Leben und seinen Herausforderungen zu stellen. Das Leben ist vollkommen gerecht in der Zuteilung von Zeit. Jeder hat jeden Tag genau 24 Stunden Lebenszeit zur Verfügung. Mehr bekommt keiner. Ob er Milliardär ist oder Rentner oder Hartz-IV-Empfänger.
Selbstverständlich unterscheiden sich Menschen in den Chancen, die ihnen das Leben bietet. Aber sie unterscheiden sich eben mindestens genauso stark in der Fähigkeit, diese Chancen zu nutzen. Und sie unterscheiden sich sogar im Willen, diese Fähigkeiten überhaupt einsetzen zu wollen. Der Optimist sieht in jedem Problem eine Chance. Und der Pessimist sieht hinter jeder Chance ein Problem.
Man kann niemanden zu seinem Glück zwingen. Aber man kann auch niemanden zwingen, ein Glas wehmütig als halb leer zu betrauern, das halb voll Wasser ist. Solange man nicht gekostet hat, weiß man gar nicht, ob sich dieses Wasser letztlich nicht vielleicht sogar als köstlicher Wein entpuppt.Viel zu selten wird darüber nachgedacht, wie wir Menschen helfen können, stark zu werden. Vor allem junge Menschen sollten in ihrem natürlichen Drang, die Welt zu verändern, bestärkt werden. Daran haben doch gerade Unternehmer ein existentielles Interesse.
Unsere Tage sind gefüllt mit Resultaten, an denen wir uns messen und messen lassen. Was nicht gelang, das kann verbessert oder korrigiert werden. Doch was gelang, daran sollten wir uns freuen. Daraus sollten wir Energie schöpfen, wie aus der Viertelstunde in der Sonne. Und niemandem sollten wir erlauben, uns das auszureden.








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