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Nachhaltiges Deutschland
(HolzProKlima) 1992 wurde auf der Konferenz für Umwelt und Entwicklung der Vereinten Nationen in Rio de Janeiro ein Aktionsprogramm für das 21. Jahrhundert verabschiedet, die Agenda 21. In 40 Kapiteln sind Regeln für die nachhaltige Nutzung natürlicher Ressourcen festgelegt. Die deutsche Forst- und Holzwirtschaft wendet das Prinzip der Nachhaltigkeit fast 300 Jahre an, hat in dieser Zeit einen großen Erfahrungsschatz angesammelt und gilt damit weltweit als vorbildlich. Das System ist so simpel wie genial: Ein Baum wird gefällt. Das Holz wird genutzt.
Ein neuer Baum wird gepflanzt. Und alle kommen – ganz im Sinne der Nachhaltigkeit – zu ihrem Recht: Die Umwelt in punkto Klima- und Artenschutz, die Gesellschaft bezüglich Arbeitsplätze und Erholungsraum sowie die Wirtschaft hinsichtlich Gewinn und Wettbewerbsfähigkeit. Leider denken immer noch viele Menschen, dass es prinzipiell schlecht sei, einen Baum zu fällen. Die HolzProKlima-Experten erleben immer wieder, dass die Menschen nicht unterscheiden zwischen Raubbau in Tropenwäldern und nachhaltiger naturnaher Waldwirtschaft in Deutschland.
Die Initiative HolzProKlima hat die Erfolge des nachhaltigen Wirtschaftens einmal zusammengefasst:
Waldfläche nimmt zu
Was für viele Tropenwälder gilt, ist nicht auf unsere heimischen Wälder übertragbar. Raubbau findet hierzulande nicht statt. Im Gegenteil: Der jüngste Waldbericht der Bundesregierung bestätigt der Forst- und Holzwirtschaft eine nachhaltige und umweltfreundliche Arbeitsweise. Durch die ressourcenschonende Bewirtschaftungsform ist Deutschland heute mit den höchsten Holzvorräten der Europäischen Union Spitzenreiter. Die Waldfläche nimmt bei uns sogar beständig zu – in den vergangenen 40 Jahren um eine Fläche von etwa zwei Millionen Fußballfeldern.
Bäume und Holzprodukte binden Kohlenstoff
Im Verlauf seines Wachstums entzieht ein Baum der Luft klimaschädliches CO2 und verarbeitet es zu Sauerstoff für die Atmosphäre und Kohlenstoff für die Holzzellen. Durch die Verarbeitung des Holzes wird das CO2 langfristig, und für die Umwelt gefahrlos, in Holzprodukten deponiert. Gleichzeitig wachsen in unseren Wäldern neue Bäume, die weiterhin Kohlenstoff binden. Wird ein Baum nicht genutzt und verarbeitet, sondern stirbt auf natürlichem Wege ab, wandelt sich der überwiegende Teil des darin gebundenen Kohlenstoffs im Prozess der Verrottung wieder in CO2 um, das in die Atmosphäre abgegeben wird.
Holzprodukte schonen das Klima
Holz ist eine umweltfreundliche Alternative zu anderen Materialien. Der Münchner Holzwissenschaftler Prof. Dr. Klaus Richter bestätigt: „Die Speicherwirkung durch eine Holzverwendung in langlebigen Produkten, insbesondere im Bauwesen, wird durch die so genannte Substitutionswirkung noch erweitert. Sie entsteht, wenn Holz andere Produkte ersetzt, bei deren Herstellung mehr CO2 emittiert worden wäre.“ Ein Dachstuhl aus Holz bindet CO2 beispielsweise mehrere hundert Jahre. Holzfasern in einem Milchkarton werden mehrere Male recycelt und Kohlendioxid bleibt im Produkt gebunden. Und am Ende ihres Lebenszyklus liefern Holzprodukte durch eine CO2-neutrale Verbrennung klimafreundliche Energie. Auf
www.holzproklima.de kann man sehen, wie viel CO2 die Nutzung von Holz jede Sekunde einspart.
Wohlstand durch nachhaltiges Wirtschaften
Unternehmen der Forst- und Holzindustrie sind moderne und hoch technologisierte Betriebe. Der gesamte Wirtschaftssektor ist einer der größten Arbeitgeber und eine der umsatzstärksten Branchen Deutschlands. Die Produkte der Forst- und Holzwirtschaft sind aus dem täglichen Leben nicht mehr wegzudenken. Aus Holz sind Dachkonstruktionen und natürlich Holzhäuser, Möbel, Treppen, Fußböden, Zeitungen, Kaminholz – aber auch Babywindeln, Toilettenpapier und Taschentücher. Was viele nicht wissen: Auch Viskosefasern für unsere Kleidung sind aus dem Rohstoff Holz.








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