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Energie-Ambitionen nach 2020?
Erneuerbare Energien in Europa: Dynamisches Wachstum braucht verbindliche Ziele über 2020 hinaus
(BEE) Anlässlich der Veröffentlichung der EU-Kommissionsmitteilung zur Bedeutung der Erneuerbaren Energien für den europäischen Energiemarkt nach 2020, betont der Bundesverband Erneuerbare Energie (BEE) die Chancen eines verbindlichen Ausbauszieles für Erneuerbare bis 2030. „Das derzeitige EU-Ziel geht nur bis zum Jahr 2020, danach herrscht für die Branche Ungewissheit“, stellt BEE-Präsident Dietmar Schütz fest. Eine weiterführende Zielvorgabe bis 2030 würde daher nicht nur den dynamischen Ausbau aufrecht erhalten, sondern auch den langfristigen Investitionszyklen der Erneuerbare-Energien-Unternehmen Rechnung tragen, so Schütz. „Der BEE unterstützt daher den Vorschlag der europäischen Erneuerbaren-Energien-Verbände für 2030 ein bindendes Mindestziel von 45 Prozent in der EU zu verankern.“
Transformation statt Integration
Gleichzeitig teilt der BEE die Sicht der EU-Kommission, dass hohe Anteile Erneuerbarer Energien auch eine Änderung des Energiemarktes auf europäischer Ebene nach sich ziehen müssen. Der BEE betont aber, dass nicht die Integration der Erneuerbaren Energien in den bestehenden Markt das Ziel sein kann, sondern auch auf europäischer Ebene eine Transformation des Energiesystems im Fokus stehen müsse. Zentrale Elemente müssten auch hier künftig Mechanismen sein, die den Besonderheiten der Erneuerbaren mit ihren kostensenkenden Effekten Rechnung tragen und die Preisbildung regenerativer Kraftwerke (hohe Anfangsinvestitionen, Betriebskosten nahe Null) berücksichtigen.
Wettbewerb der Staaten nötig
Da es noch immer keinen funktionierenden EU-Energiebinnenmarkt gibt und die wahren Kosten der konventionellen Energieträger auch weiterhin nicht Bestandteil des Strompreises sind, widerspricht der BEE der Schlussfolgerung der Kommission, auf Förderinstrumente wie das deutsche Erneuerbare-Energien-Gesetz könne bereits in naher Zukunft verzichtet werden.
Der BEE kritisiert zudem, dass die EU-Kommission den Wärme- und Verkehrssektor erneut massiv vernachlässigt. „Wir brauchen dringend einen Wettbewerb der Mitgliedstaaten um effiziente und effektive Förderinstrumente im Wärme- und Verkehrssektor“, fordert Schütz. Um die Klimaziele und eine nachhaltige Energieversorgung zu erreichen, müssten die drei Sektoren Strom, Wärme und Verkehr umfassend in eine Post-2020-Strategie einbezogen werden – insbesondere vor dem Hintergrund steigender Emissionen bei der Förderung fossiler Rohstoffe.








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