- Wirtschaft
- Specials
- Gesellschaft
- Regionen
- Service
- News-Archiv
- Media-Daten
- Anzeigen-Galerie
- Ausgabe Mai/Juni 2013
- Ausgabe März/April 2013
- Ausgabe November/Dezember 2012
- Ausgabe Januar/Februar 2013
- Ausgabe Juli/August 2012
- Ausgabe Mai/Juni 2012
- Ausgabe Juli/August 2012
- Ausgabe März/April 2012
- Ausgabe Januar/Februar 2012
- Ausgabe November/Dezember 2011
- Sonderausgabe - 50 Jahre - 2011
- Ausgabe September/Oktober 2011
- Ausgabe Juli/August 2011
- Ausgabe Mai/Juni 2011
- Ausgabe März/April 2011
- Ausgabe Januar/Februar 2011
- Ausgabe November/Dezember 2010
- Ausgabe September/Oktober 2010
- Ausgabe Juli/August 2010
- Ausgabe Mai/Juni 2010
- Ausgabe März/April 2010
- Ausgabe Januar/Februar 2010
- Ausgabe November/Dezember 2009
- Ausgabe September/Oktober 2009
- Ausgabe Juli/August 2009
- Ausgabe Mai/Juni 2009
- Ausgabe März/April 2009
- Ausgabe Januar/Februar 2009
- Ausgabe November/Dezember 2008
- Ausgabe September/Oktober 2008
- Ausgabe Juli/August 2008
- Cover-Galerie
- P.T. Magazin-Archiv
- P.T. Abo
- Leserbriefe
- P.T. Login
- Shop
Die Durchschnittsfalle
Markus Hengstschläger über Gene, Talente und Chancen
Fußballer Lionel Messi hat es und der chinesische Pianist Lang Lang auch: Talent. Aber was ist das überhaupt, Talent? Lang Lang sagt, man hat es oder eben nicht. Andere sagen, man kann Talent trainieren. Markus Hengstschläger sagt: Jeder Mensch hat ein Talent. Man muss nur üben, üben, üben.
Jeder gehört zur Elite
Um Talente zu fördern, wurde gerade erst in Deutschland das Zertifikat „Elite-Universitäten“ verliehen. Elite-Unis für eine Bildungs-Elite, die das Land nach vorne bringen soll. Aber was ist Elite überhaupt? Markus Hengstschläger findet, der Begriff Elite ist mit falschem Inhalt gefüllt. Eine Elite ist in der Lage, Kreatives, Besonderes zu leisten. Eigentlich gehört jeder zu einer Elite, nicht nur ein kleiner Teil der Bevölkerung. Die Universitäten bilden derzeit eher „Durchschnitts-Allround-Könner“ aus, die in die „Norm“ passen und unauffällig leisten, was von ihnen verlangt wird. Gerade diesem Durchschnitt spricht Hengstschläger ab, dass er Außergewöhnliches leisten wird. Vom Kindergarten bis zur Elite-Uni schaltet unser Bildungssystem gleich, anstatt Talente individuell zu fördern.
Der Durchschnitt ist gefährlich
Durchschnitt kann nichts Neues entdecken, keine Spitzenleistungen hervor bringen und keine innovativen Lösungen finden. Auch künstlerische Kreativität entsteht nicht durch die Norm. Der Durchschnitt ist „sinnlos und gefährlich“, schreibt Hengstschläger, denn er lässt die Menschen in trügerischer Sicherheit wiegen. Durchschnitt ist eine evolutive Sackgasse. Zu Recht fragt der Autor: Werden mit durchschnittlichen Leistungen Rekorde gebrochen oder Entdeckungen gemacht?
Ein Problem mit Talenten
Leider hat das moderne Deutschland mit Talenten ein Problem. Wer aus der Masse hervortritt, setzt sich vielfältigen Gefahren aus. Man kann das „Management by Champignon“ nennen: Jeder Kopf, der sich zeigt, wird abgeschnitten. Dabei braucht man sich nur im Sport umzusehen: Es macht keinen Sinn, wenn ein guter Hochspringer aufhört, Hochsprung zu trainieren, um stattdessen in Ausdauerlauf und Kugelstoßen den Anschluss an die Leistungsspitze nicht zu verlieren. Genau so ist es in anderen Lebensbereichen.
Wir brauchen Peaks und Freaks
Es sind eben die eher exzentrischen Individuen diejenigen, die quer denken und neue Lösungsansätze finden. Je komplexer ein Problem, desto heterogener muss die Gruppe sein, die es bearbeitet, sagt Hengstschläger. Je individueller die Teammitglieder geprägt sind, desto mehr Input können sie leisten, desto bessere Ergebnisse liefern sie. Das Beste dabei ist: jeder ist ein Individuum und kann Besonderes leisten. Talente sind so vielfältig, dass niemand fürchten muss, keines zu besitzen. Es muss nur geweckt werden. Markus Hengstschläger gibt uns den Mut unser Talent zu entdecken. Er sagt: Wir brauchen Peaks und Freaks. So wie Messi oder Lang Lang.
_______________________________________________________
Markus Hengstschläger: Die Durchschnittsfalle. Ecowin Verlag, 21,90€









- - - - - - - - - - - - - - - - - - - - Kommentar hinzufügen - - - - - - - - - - - - - - - - - - - -
Kommentar hinzufügen