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Mittwoch, 23. Mai 2012

Montag 30. Januar 2012 - 08:30

Zukunftsfähiges Jobcenter-Modell für den Landkreis Mecklenburgische Seenplatte

Von: Hans-Günter Trepte

(Foto: Gerd Altmann/moshxl.de/pixelio.de)

(VUMV) Hans-Günter Trepte, Geschäftsführer für Berufsbildung und Arbeitsmarkt der Vereinigung der Unternehmensverbände für Mecklenburg-Vorpommern (VUMV), sprach sich gegen die Übernahme des Optionsmodells für den Landkreis Mecklenburgische Seenplatte aus. Er plädierte für eine einheitliche Fortsetzung des in den Altkreisen Müritz und Demmin sowie in Neubrandenburg bewährten Jobcenter-Modells. Als Vertreter der Arbeitgeberverbände im Land warb er für die gemeinsame Betreuung erwerbsloser Hilfebedürftiger durch die Agenturen und Kommunen im gesamten Landkreis.

Guten Erfahrungen des Jobcenters Neubrandenburg

„Die guten Erfahrungen des Jobcenters Neubrandenburg und die Kompetenzen und Vorteile des bisherigen ARGE-Modells sprechen für sich. Der Landkreis und die Arbeitsagentur sollten die Langzeitarbeitslosen und Empfänger von Sozialleistungen gemeinsam betreuen“, empfahl Trepte. „Die Sicherung des Fachkräftebedarfs ist gegenwärtig und künftig eine der größten, wenn nicht gar DIE größte Herausforderung für unser Land und den Landkreis. Ein Teil der Lösung sind leistungsfähige, kompetente und klare Vermittlungs- und Betreuungsstrukturen.  Durch das Zusammenlegen von Ressourcen lassen sich Stärken bündeln und notwendige Kooperationen erreichen. Eine Entscheidung für das Optionsmodell würde dagegen ineffektive Parallelsysteme etablieren“, schätzt Hans-Günter Trepte ein.

Der Arbeitsmarktexperte befürchtet, dass bei der Entscheidung für das Optionsmodell nur ein deutlich verkleinerter Arbeitgeberservice (AGS) mit den Betrieben zusammenarbeiten und Arbeitnehmer vermitteln könnte. Der Landkreis seinerseits würde sich nur um die Integration von Hartz-IV-Empfängern kümmern können.

Stigmatisierung vermeiden

„Besondere Probleme sehen wir bei der Ausbildungsstellenvermittlung. Wir würden beim Optionsmodell erleben, dass Kinder erwerbsfähiger Hilfebedürftiger durch den Landkreis betreut werden, Kinder anderer Familien dagegen durch die Bundesagentur. Damit stigmatisieren wir junge Leute aufgrund ihres sozialen Hintergrundes und würden ihnen den Berufseinstieg unnötig schwer machen“, gibt Hans-Günter Trepte zu bedenken.
Darüber hinaus würde der Landkreis als Optionskommune durch die Übernahme von zirka 400 Jobcenter-Mitarbeitern ein hohes finanzielles Risiko eingehen.  Bei tendenziell sinkenden Arbeitslosenzahlen könnten diese Mitarbeiter nicht mehr aus einem Betreuungsschlüssel heraus finanziert, sondern müssten aus dem normalen Kreishaushalt bezahlt werden.

„Zuviel spricht gegen das Optionsmodell. Aus Arbeitgebersicht hoffen wir, dass die Kreistagsabgeordneten sich für ein einheitliches leistungs- und zukunftsfähiges Jobcenter-Modell ab 2013 für den Landkreis Mecklenburgische Seenplatte entscheiden“, erklärte Hans-Günter Trepte abschließend.


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„Es ist immer wieder faszinierend wie Herr Dr. Schmidt, in seinen Editorials, die Stimmung der Mittelständler trifft. Und bei aller Verzagtheit in unserem Land immer wieder Worte des Mutes und der Zuversicht findet. Frau Tröger setzt mit dem Beitrag „Durchstarten 2012“ noch einmal einen drauf mit der Mahnung an uns Leser, dass vieles in unseren eigenen Händen liegt. Ich freue mich als positiver Mensch sehr, dass es mit dem PT Magazin ein Informationsmedium gibt, welches nicht mit zweifelhaften Vermutungen, sondern mit Fakten argumentiert und die positiven Seiten beleuchtet.
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