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Mittwoch, 23. Mai 2012

Dienstag 17. Januar 2012 - 07:30

Deutschland ist nicht allein: Kampf um Talente tobt weltweit

Automatisierung von Verwaltungsprozessen soll Zeit für wichtige Tätigkeiten zur Bindung freisetzen

Der Fachkräftemangel ist ein globales Problem (Foto: Kostya Kisleyko/www.sxc.hu)

(ADP) Unternehmen in Deutschland haben laut einer Studie ähnliche Sorgen wie Firmen in der Schweiz, Polen oder Australien. Sie haben Angst, nicht ausreichend talentierte Mitarbeiter zu finden und zu halten. Unabhängig von der Unternehmensgröße wird die Einstellung qualifizierter Mitarbeiter als größte Herausforderung angesehen – trotz der erlahmenden Konjunktur.

35 Prozent der befragten Personaler in Deutschland sehen die Besetzung von Schlüsselpositionen durch qualifiziertes Personal als Hauptherausforderung, in der Schweiz sind es gar 45 Prozent und in Australien 41 Prozent. Für die jetzt veröffentlichte Studie wurden vom ADP Employer Service (ES) International mehr als 2.600 HR-Experten aus acht europäischen Ländern sowie in China und Australien befragt. Als zweitwichtigste Herausforderungen sehen es Unternehmen an, qualifizierte Mitarbeiter zu halten. 29 Prozent der deutschen Personaler denken so und teilen damit ihre Sorgen mit HR-Verantwortlichen in Ländern wie China, Australien oder Frankreich.

Den Menschen im Mitarbeiter sehen

„Unternehmen wissen, dass sie im Wettbewerb nur mit qualifizierten Mitarbeitern bestehen können und dass sie diese Mitarbeiter mit Geld allein nicht mehr überzeugen können. Den Unternehmen ist zudem klar, dass die schlechteren Konjunkturaussichten das Problem nicht von selbst lösen werden“, sagt Prof. Andreas Kiefer, General Manager South and Central Europe und Vorsitzender der Geschäftsführung der ADP Employer Services GmbH. Firmen muss es gelingen, stärker den Menschen im Mitarbeiter zu sehen – um ihn entsprechend zu kennen und zu fördern. Wie die Studie weiter gezeigt hat, benötigen Unternehmen für den verstärkten individuellen Mitarbeiterkontakt allerdings Zeit, die ihnen fehlt.

Nicht ganztags mit administrativen Aufgaben beschäftigen

Lösen wollen Unternehmen die Herausforderung laut Untersuchung durch eine stärkere Automatisierung von Personalprozessen. Ob Personalabrechnung, Arbeitszeiterfassung, Mitarbeiterverwaltung, Gesundheitsmanagement oder Personalbeschaffung: Personalabteilungen wollen solche Tätigkeiten verstärkt automatisieren oder outsourcen, um Zeit zu gewinnen. Kiefer: „Wenn die Rekrutierung und das Halten von Talenten die wichtigste Herausforderung ist, dürfen sich Personalabteilungen nicht ganztags mit administrativen Alltagsaufgaben beschäftigen.“ Die durch Automatisierung gewonnene Zeit müsse verwendet werden,  Mitarbeiterinformationen so zu verarbeiten, dass sich konkrete Maßnahmen ableiten lassen. „Wenn ein Mitarbeiter im Studium ein Jahr in Italien gelebt hat, muss diese Information von der Personalabteilung der Führungskraft zugänglich gemacht werden – damit diese beispielsweise das nächste Italienprojekt entsprechend besetzen kann“, sagt Kiefer. Ausgerechnet talentierte und qualifizierte Mitarbeiter, auf die es Unternehmen abgesehen haben, wollen sich schließlich entwickeln und vom Unternehmen ernst genommen und verstanden fühlen.


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Zu: P.T. Magazin 2/2012 - Die beste aller Welten

„Es ist immer wieder faszinierend wie Herr Dr. Schmidt, in seinen Editorials, die Stimmung der Mittelständler trifft. Und bei aller Verzagtheit in unserem Land immer wieder Worte des Mutes und der Zuversicht findet. Frau Tröger setzt mit dem Beitrag „Durchstarten 2012“ noch einmal einen drauf mit der Mahnung an uns Leser, dass vieles in unseren eigenen Händen liegt. Ich freue mich als positiver Mensch sehr, dass es mit dem PT Magazin ein Informationsmedium gibt, welches nicht mit zweifelhaften Vermutungen, sondern mit Fakten argumentiert und die positiven Seiten beleuchtet.
Hans-Jürgen Germerodt