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Licht in Haitis Nächten
Von: Berthold Engelmann Solarlampen helfen Menschen mit Behinderung
(HELP) Zwei Jahre nach dem schweren Erdbeben in Haitivom 12. Januar 2010 setzt die humanitäre Hilfsorganisation Help – Hilfe zur Selbsthilfe im Karibikstaat verstärkt auf Hilfsprojekte mit erneuerbaren Energien.
Im Wiederaufbau von Haiti hat Help bereits mehr als 700 Häuser gebaut. Davon sind 120 Häuser barrierefrei. Hierbei arbeitete Help eng mit Experten der Christoffel Blindenmission zusammen, die auf die Unterstützung von Behinderten in der ganzen Welt spezialisiert ist.
Zehn Stunden Licht
Da die Stromversorgung in Haiti mangelhaft ist und fehlendes Licht für Menschen mit Behinderung eine weitere Einschränkung bedeutet, installiert Help inzwischen Solarlampen in diesen Häusern. In Zukunft sollen auch die 900 weiteren Häuser, die Help in Haiti baut, mit Solarlampen ausgestattet werden.
Die eingesetzte Solarlampe gibt bis zu zehn Stunden Licht und wird durch eine Solarzelle auf dem Dach des Hauses täglich aufgeladen. Für Menschen mit Behinderung bedeutet dies ein große Erleichterung: Das Licht leuchtet abends den Wohnraum aus, gibt Sicherheit und durch eine zusätzliche Batterieeinheit können z.B. Mobilfunkgeräte aufgeladen werden. Dies ist erstens für körperbehinderte Personen in anderen Häusern in Haiti besonders schwierig und sichert zweitens die Möglichkeit der Kommunikation für die Personen in den Häusern. Haushalten mit Kindern kommt das Licht besonders zugute, da Schüler so die Möglichkeit haben, abends ihre Hausaufgaben zu machen.
Hilfe zur Selbsthilfe
Help setzt auf Nachhaltigkeit und Hilfe zur Selbsthilfe in Haiti. So bildete Help bei der Errichtung der neuen Häuser zwischen 2010 und 2011 junge Haitianerinnen im Metallhandwerk aus. Nach der Ausbildung unterstützte Help sie bei der Gründung einer eigenen Firma, die nun erfolgreich selbstständig arbeitet. Diese jungen Handwerker stellen jetzt die Metallrahmen für die Solarlampen her.
Der Wiederaufbau in Haiti geht voran, aber die internationalen Hilfsorganisationen haben mit verschiedenen Problemen zu kämpfen. Neben der immensen Zerstörung des Bebens und den Schwierigkeiten der Organisation in einem fragilen Staat, war es nach der Katastrophe zu Choleraausbrüchen gekommen, die weitere 5.000 Menschen das Leben kosteten. Help reagierte, indem das Personal vor Ort im Wasser- und Gesundheitsbereich ausgebaut wurde und 100 mobile Wasserfilter nach Haiti geschafft und eingesetzt werden.
Kleiner ökologischer Fußabdruck
Gregor Werth, Helps Landeskoordinator für Haiti, sagte heute: „Unser Solarprojekt ist nur eine kleine Komponente im Wiederaufbau Haitis. Es zeigt aber, dass Menschen mit Behinderung gut in Hilfsprojekte eingebunden und erneuerbare Energien sinnvoll eingesetzt werden können. Wir setzen auf Nachhaltigkeit unserer Projekte und versuchen unseren ökologischen Fußabdruck so klein wie möglich zu halten.“
Die Solarprojekte werden vom TÜV Rheinland unterstützt, die Bauprojekte von den deutschen und internationalen Lions.
Die Vereinten Nationen haben das Jahr 2012 zum Internationalen Jahr der erneuerbaren Energie für alle erklärt.








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