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Mittwoch, 23. Mai 2012
Maßgeschneiderte Personalarbeit für veränderte Lebenswelt
Mit einer maßgeschneiderten Personalarbeit können Unternehmen Phänomenen wie Individualisierung und Fragmentierung wirksam begegnen.
(Wiwi Uni Halle) Vier Tendenzen hat Becker mit seinem Team an der halleschen Universität untersucht und dazu 87 Experten - vor allem Personalverantwortliche - aus unterschiedlichen Branchen befragt. „Die Menschen ziehen sich zunehmend aus gemeinschaftlichen Bezügen zurück, ihre Lebensverhältnisse vervielfachen sich, Lebensentwürfe zersplittern und lustvolle Erlebnisse unter Vermeidung von Belastendem stehen im Vordergrund", sagt Becker. „Wir haben es sozusagen mit der Quadriga der Postmoderne zu tun: Individualisierung, Temporalisierung, Fragmentierung, Ästhetisierung." Diese Tendenzen seien in den Unternehmen nachweisbar. „Und sie werden das Miteinander weiterhin stark verändern."
Wirksame Gegenmittel
Der Trend zur Individualisierung wird von den Befragten positiv erlebt, die Fragmentierung hingegen negativ. „Wenn Wandel das einzig Beständige ist, kann das zu Orientierungslosigkeit führen. Dann sinkt die Bindung an den Arbeitgeber - und die Eigeninitiative gleich mit", führt Manfred Becker aus. Doch es gibt wirksame Gegenmittel: „Wir konnten nachweisen, dass bestimmte personalwirtschaftliche Maßnahmen die positiven Effekte der Individualisierung stärken und die negativen Effekte von Fragmentierung und Temporalisierung mildern", sagt Anja Beck, Mitarbeiterin am Lehrstuhl Organisation und Personalwirtschaft, den Manfred Becker bis zu seiner Emeritierung im vergangenen Jahr innehatte.
Die Lösung heißt individualisierte Personalarbeit. Dazu gehört laut Studie die Duldung und Förderung von Vielfalt, die systematische Personalentwicklung, das Anregen zu innovativem Denken und das Erzeugen von Begeisterung (Stichwort „transformationale Führung"). Darüber hinaus sollte es demnach angemessene Arbeitsbedingungen und eine in Grenzen praktizierte Flexibilität der Beschäftigungsverhältnisse geben. „Wichtig ist, dass die Instrumente so gestaltet sind, dass die individuellen Bedürfnisse und Leistungsvoraussetzungen der Mitarbeiter bestmöglich mit den durch die Organisation geschaffenen Situationsbedingungen übereinstimmen", erklärt Anja Beck. „Diversity Management ist ein entscheidendes Instrument, spezifische Weiterbildungen, Einzelcoachings und Mentoring-Projekte sind weitere gute Beispiele."

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Leserbrief
Zu: P.T. Magazin 2/2012 - Die beste aller Welten
„Es ist immer wieder faszinierend wie Herr Dr. Schmidt, in seinen Editorials, die Stimmung der Mittelständler trifft. Und bei aller Verzagtheit in unserem Land immer wieder Worte des Mutes und der Zuversicht findet. Frau Tröger setzt mit dem Beitrag „Durchstarten 2012“ noch einmal einen drauf mit der Mahnung an uns Leser, dass vieles in unseren eigenen Händen liegt. Ich freue mich als positiver Mensch sehr, dass es mit dem PT Magazin ein Informationsmedium gibt, welches nicht mit zweifelhaften Vermutungen, sondern mit Fakten argumentiert und die positiven Seiten beleuchtet.
Hans-Jürgen Germerodt








