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Mittwoch, 23. Mai 2012

Sonntag 19. Februar 2012 - 09:00

Pro Jahr wechseln drei Prozent der Beschäftigten ihr Berufsfeld

Pro Jahr wechseln gut drei Prozent der Beschäftigten ihr Berufsfeld, geht aus einer am Mittwoch veröffentlichten Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) hervor. Dabei kommen freiwillige Wechsel mit 54 Prozent etwas häufiger vor als unfreiwillige Wechsel.

(Foto: Paul-Georg Meister/pixelio.de)

(IAB) Zu den freiwilligen Wechslern zählen Personen, die selbst gekündigt haben, auf eigenen Wunsch versetzt worden sind oder befördert wurden und damit beispielsweise Managementfunktionen übernommen haben. Unfreiwillig sind Wechsel nach einer Kündigung durch den Arbeitgeber oder dem Auslaufen eines befristeten Vertrags und die Versetzung auf eine andere Position, die nicht vom Arbeitnehmer ausging.

Nach dem Wechsel steigen die Löhne

Eine Analyse der Lohnentwicklung von Berufswechslern und Nichtwechslern im Zeitraum von 1994 bis 2008 ergibt: In der Regel gehen einem Berufswechsel in Deutschland Einbußen im Lohnwachstum voraus – gleichgültig, ob es sich um einen freiwilligen oder unfreiwilligen Wechsel handelt. Nach dem Wechsel steigen die Löhne zwar wieder, die Entwicklung bleibt aber hinter der bei den Nichtwechslern zurück.

Die Autorinnen der Studie haben die Zahlen für Deutschland mit denen für Großbritannien verglichen. Dabei zeigt sich: Für Großbritannien verzeichnet die Statistik dreimal mehr Berufswechsel als für Deutschland. Ein entscheidender Faktor in diesem Zusammenhang ist, dass das deutsche System der Berufsausbildung in Großbritannien keine Entsprechung hat. In Deutschland gibt es anders als in Großbritannien eine starke Orientierung an Berufszertifikaten. Die geringere Bedeutung von Berufszertifikaten führt in Großbritannien wiederum zu einer stärkeren Gewichtung von Arbeitsmarkterfahrung und erleichtert somit generell den Wechsel zwischen verschiedenen Tätigkeiten.

Die IAB-Studie beruht auf repräsentativen Befragungsdaten. In Deutschland werden im Rahmen des Sozio-oekonomischen Panels (SOEP) jedes Jahr rund 11.000 Haushalte befragt. Die Ergebnisse für Großbritannien basieren auf dem British Household Panel Survey (BHPS) mit rund 5.500 britischen Haushalten. Die IAB-Studie bezieht sich auf abhängig beschäftigte Personen, die zwischen 25 und 64 Jahre alt sind und ohne längere Arbeitslosigkeit zwischen den beiden Beschäftigungen den Beruf gewechselt haben. Unter „Beruf“ ist dabei eine Berufsgruppe zu verstehen wie „Wissenschaftliche Lehrkräfte“, „Technische Fachkräfte“ oder „Fachkräfte in der Landwirtschaft und Fischerei“.


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Zu: P.T. Magazin 2/2012 - Die beste aller Welten

„Es ist immer wieder faszinierend wie Herr Dr. Schmidt, in seinen Editorials, die Stimmung der Mittelständler trifft. Und bei aller Verzagtheit in unserem Land immer wieder Worte des Mutes und der Zuversicht findet. Frau Tröger setzt mit dem Beitrag „Durchstarten 2012“ noch einmal einen drauf mit der Mahnung an uns Leser, dass vieles in unseren eigenen Händen liegt. Ich freue mich als positiver Mensch sehr, dass es mit dem PT Magazin ein Informationsmedium gibt, welches nicht mit zweifelhaften Vermutungen, sondern mit Fakten argumentiert und die positiven Seiten beleuchtet.
Hans-Jürgen Germerodt