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Mittwoch, 23. Mai 2012

Donnerstag 16. Februar 2012 - 12:00

Chef mit Herzinfarktrisiko

60 Prozent der deutschen Manager haben deutlich erhöhtes Herzinfarktrisiko

(Foto: Gerd Altmann/shapes:photoshopgraphics.com/pixelio.de)

(Pressestern) Eine Langzeitanalyse der Privatklinik Jägerwinkel in Bad Wiessee am Tegernsee hat jetzt ergeben, dass 60 Prozent der Manager in Deutschland ein deutlich erhöhtes Herzinfarktrisiko aufweisen. Über einen Zeitraum von zwei Jahren wurden rund 850 Führungskräfte aus der mittleren und oberen Managementebene im Alter von 40 bis 60 Jahren untersucht. Dabei hatten über 50 Prozent der Teilnehmer am Herzcheck noch nie über Beschwerden geklagt und hielten sich selbst für kerngesund. Die Experten empfehlen deshalb regelmäßige Tests spätestens ab dem 45. Lebensjahr und mahnen in vielen Fällen eindringlich zu einer Änderung des Lebensstils.

Hoher Blutdruck und Gefäßverengungen

Ziel der Untersuchung war es, zu erfahren, welche Faktoren Herzbeschwerden und ernsthafte Herzerkrankungen hervorrufen und ob Personen in Führungspositionen diesen Einflüssen stärker ausgesetzt sind als andere Bevölkerungsgruppen. Unter der Leitung von Privatdozentin Dr. med. habil. Barbara Richartz fanden die Ärzte am Jägerwinkel im Rahmen der retrospektiven Analyse heraus, dass Manager tatsächlich überdurchschnittlich häufig von hohem Blutdruck und Gefäßverengungen betroffen sind, die den Grundstein für einen späteren Infarkt legen können. „Außerdem leiden insbesondere Führungskräfte unter chronischem Zeitmangel und gehen nicht zum Arzt, wenn sie keine Schmerzen haben – was aber tückischerweise gerade bei Herzerkrankungen zumindest im Anfangsstadium der Fall ist“, so die Leiterin der kardiologischen Abteilung der Privatklinik Jägerwinkel. Viele Herzinfarkte könnten aber bei Früherkennung verhindert werden.

Manager sind stärker gefährdet als andere Bevölkerungsgruppen

Die Gründe für das erhöhte Risiko sind laut Dr. Barbara Richartz vielschichtig. An erster Stelle nennt sie den Dauerstress, dem viele Führungskräfte ausgesetzt sind – insbesondere Vielreisende sind demnach betroffen. Gute Beispiele hierfür sind Piloten und Top-Manager, die häufig auch international unterwegs sind und sich – meist ohne längere Ruhephasen einzulegen – binnen kürzester Zeit auf sehr unterschiedliche Zeit- und Klimazonen einstellen müssen. Neben dem Dauerstress im Beruf wirken sich aber noch andere Faktoren risikoerhöhend aus. Die genetische Veranlagung spielt eine wichtige Rolle, aber auch ein ungesunder Lebensstil: „Fett-, kalorien- und kochsalzreiche Ernährung, übermäßiger Alkoholgenuss, Rauchen und Bewegungsmangel leisten ein Übriges“, ergänzt Dr. Barbara Richartz. „Am problematischsten ist es natürlich, wenn diese Verhaltensweisen auch noch kumuliert auftreten. Unsere Checks haben ergeben, dass rund 80 Prozent der untersuchten Personen Risikofaktoren aufweisen.“ Die Folge: Je mehr dieser einzelnen Risikofaktoren vorliegen, desto höher ist auch das Gefährdungspotenzial. Nicht zuletzt hat die Verengung der Gefäße auch mit dem natürlichen Alterungsprozess zu tun. Gefährlich wird es dann, wenn Kalkablagerungen (Plaques) aufbrechen und die Gefäße verschließen.

Experten empfehlen vorbeugende Maßnahmen

„Generell verhindern lassen sich diese Ablagerungen nicht. Trotzdem haben wir es in der Hand, durch einen vernünftigen Lebenswandel für eine Verminderung der Risiken zu sorgen. Dazu gehören eine ausgewogene Ernährung unter Verzicht auf tierische Fette, aufgeteilt auf täglich drei Mahlzeiten, und 20 bis 30 Minuten Sport am Tag. Auf Nikotin sollte gänzlich verzichtet werden, Alkohol kann moderat konsumiert werden.“ Außerdem sei spätestens ab dem 45. Lebensjahr ein regelmäßiger Risikocheck zu empfehlen, um mögliche Gefährdungen möglichst frühzeitig erkennen zu können. Bei altersentsprechenden, fortgeschrittenen Gefäßverengungen sollte dann eine medikamentöse Prävention, beispielsweise mit einem Cholesterinsenker (Statin) und einem Blutverdünner (ASS 100), durchgeführt werden.


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Zu: P.T. Magazin 2/2012 - Die beste aller Welten

„Es ist immer wieder faszinierend wie Herr Dr. Schmidt, in seinen Editorials, die Stimmung der Mittelständler trifft. Und bei aller Verzagtheit in unserem Land immer wieder Worte des Mutes und der Zuversicht findet. Frau Tröger setzt mit dem Beitrag „Durchstarten 2012“ noch einmal einen drauf mit der Mahnung an uns Leser, dass vieles in unseren eigenen Händen liegt. Ich freue mich als positiver Mensch sehr, dass es mit dem PT Magazin ein Informationsmedium gibt, welches nicht mit zweifelhaften Vermutungen, sondern mit Fakten argumentiert und die positiven Seiten beleuchtet.
Hans-Jürgen Germerodt