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Mittwoch, 23. Mai 2012
Der Osten Deutschlands darf nicht trockengelegt werden!
Von: Stefan Möslein Resolution ostdeutscher IHKn gegen Kategorisierung der Bundeswasserstraßen
(IHK Halle/Dessau) Eine gemeinsame Resolution aller ostdeutschen Industrie-
und Handelskammern (IHKn) gegen die vom Bundesverkehrsministerium
geplante Neukategorisierung der Bundeswasserstraßen ist am 6. Februar von mehreren ostdeutschen IHK-Präsidenten dem Beauftragten der Bundesregierung für die Neuen Bundesländer, Dr. Christoph Bergner, in Berlin übergeben worden.
Umverteilungspläne des Bundesverkehrsministeriums
„Dieses bisher einmalige Vorgehen ist der besonderen Tragweite der aktuellen
Umverteilungspläne des Bundesverkehrsministeriums bei der Finanzierung der
Wasserstraßen geschuldet. Erstmals wird der im Grundgesetz fixierte Anspruch
auf gleichwertige Lebensverhältnisse in allen Regionen Deutschlands aufgegeben. Der Osten Deutschlands soll de facto vom Verkehrsträger Wasserstraße abgekoppelt werden. Damit würde in weiten Teilen Deutschlands die ökonomisch und ökologisch gebotene Verkehrsverlagerung auf das Binnenschiff verhindert oder eine wirtschaftliche Nutzung der Wasserstraße gänzlich unmöglich gemacht“, so Carola Schaar, Präsidentin der Industrie- und Handelskammer Halle-Dessau, zum Hintergrund des Berlin-Termins.
Die IHKn sprechen von einer damit einhergehenden Entwertung bereits getätigter Investitionen von Bund, Ländern und Wirtschaft in Milliardenhöhe zum Schaden der bundesdeutschen Volkswirtschaft insgesamt. Es würden nicht nur „Investitionsruinen“ produziert, sondern auch das gesamtwirtschaftliche Wachstumspotenzial geschmälert. „Die Wachstumsbranche Tourismus wird vor allem in den Bereichen Wassertourismus und -sportwirtschaft in ihrer Entwicklung benachteiligt.
Investitionsstopp für baureife Vorhaben an den Wasserstraßen aufheben
Per Saldo gäbe es durch die Umsetzung der geplanten Kategorisierung in
ganz Deutschland Verlierer“, so der Wortlaut der gemeinsamen Resolution.
Die ostdeutschen IHKn fordern von der Bundesregierung eine verlässliche und
zukunftsorientierte Wasserstraßenpolitik, die die Sicherung ausgeglichener infrastruktureller und wirtschaftlicher Verhältnisse in ganz Deutschland im Blick behält und ihre Investitionsentscheidungen auf der Grundlage konzeptioneller Netzplanungen sowie konkreter Nutzen-Kosten-Abschätzungen trifft. Ein Bundeswasserstraßen-Ausbaugesetz sollte erlassen, der Investitionsstopp für baureife Vorhaben an den Wasserstraßen sofort aufgehoben und die Instandhaltungsmaßnahmen an den Wasserstraßen zügig fortgesetzt werden.

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Leserbrief
Zu: P.T. Magazin 2/2012 - Die beste aller Welten
„Es ist immer wieder faszinierend wie Herr Dr. Schmidt, in seinen Editorials, die Stimmung der Mittelständler trifft. Und bei aller Verzagtheit in unserem Land immer wieder Worte des Mutes und der Zuversicht findet. Frau Tröger setzt mit dem Beitrag „Durchstarten 2012“ noch einmal einen drauf mit der Mahnung an uns Leser, dass vieles in unseren eigenen Händen liegt. Ich freue mich als positiver Mensch sehr, dass es mit dem PT Magazin ein Informationsmedium gibt, welches nicht mit zweifelhaften Vermutungen, sondern mit Fakten argumentiert und die positiven Seiten beleuchtet.
Hans-Jürgen Germerodt








