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Deutschland und der Datenschutz
TNS Infratest zeigt Widersprüche zwischen Bedürfnis und Realität im Web 2.0 auf
(TNS/Kantar) Aktuelle Untersuchungen zeigen, dass fast 80 Prozent aller deutschen Onliner der Privatsphäre eine hohe Bedeutung beimessen. Ferner wissen wir, dass nahezu 70 Prozent aller Netzwerknutzer befürchten, dass eine beunruhigend hohe Menge von persönlichen Daten in sozialen Netzwerken abgelegt ist. Gleichzeitig nehmen die Nutzerzahlen von Diensten und Angeboten zu, bei denen festgestellt wird, dass hier aus Nutzersicht noch Optimierungspotential beim Thema Privacy besteht. Dies klingt zunächst nach einem handfesten Widerspruch.
Dieser Widerspruch kann entweder (auf Nutzerseite) generell tatsächlich vorhanden sein, oder aber ein nach Zielgruppen, Erfahrungen und Bedürfnissen differenziertes Bild kann diesen Widerspruch auflösen.
Keine Überraschung
„Es ist mittlerweile keine Überraschung mehr, dass diese Themen hierzulande eine hohe Relevanz haben. Um Antwort auf diese und weitere Fragen zu finden haben wir gemeinsam mit der Universität Bonn fünf Thesen mit folgenden Schwerpunkten formuliert“, erklärt Carsten Theisen, Head of Digital Centre, TNS Infratest.
In einer ersten Hypothese stellen wir fest: Es gibt den unbekümmerten Nutzer – der seine Online-Aktivitäten ohne Vorbehalte gegenüber der Datenverwendung und Privatsphäre im Internet sieht. In der Gegenhypothese hierzu setzt der Nutzer „Das hohe Gut Privacy“ über alles – nichts geht für ihn über den Datenschutz.
Geltung trotz Widerspruchs
Hypothese drei unterstützt die Möglichkeit, dass Hypothese eins und zwei trotz des Widerspruches beide gelten können, jedoch die Nutzer selbst sich stark unterscheiden, da nicht jeder genau das gleiche will.
In einer vierten Hypothese geht es um die Cloud und das mobile Internet. Sie sagt, dass die Nutzung dieser Dienste es erschwert auf den persönlichen Datenschutz zu achten, wenn man die neuen Technologien wie viele andere nutzen will.
In der letzten Hypothese geht es im weitesten Sinne um Marken. Sie sagt, dass individuelle Misstrauen wird durch den Verlust des Einflusses auf Datenströme im Internet wachsen. Ziel zukünftiger Kommunikation ist folglich der Vertrauensaufbau mit jedem einzelnen Nutzer.
Schwierigkeiten in der Zukunft vermeiden
„Es ist wichtig, dass wir uns heute mit diesen Hypothesen auseinander setzen, um Schwierigkeiten in der Zukunft möglichst zu vermeiden. Daraus können sich ebenso Informations- und Aufklärungskampagnen entwickeln, wie auch eine angepasste und weiter entwickelte Gesetzeslage in Bereichen, die zurzeit noch nicht klar definiert sind“, so Theisen weiter.
Die ausführlichen Thesen von TNS Infratest und der Universität Bonn können Sie in einem Autorenbeitrag von Carsten Theisen und Andreas Mühlichen in der kommenden Woche auf der Webseite der Financial Times Deutschland (
http://www.ftd.de/karriere-management) lesen.








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