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Montag 21. November 2011 - 14:00

Vergleich.de macht Schuldendimension greifbar

Von: Michaela Reimann

Vergleich.de analysiert das Schuldenrisiko durch die Griechenland-Krise

(Foto: Vergleich.de)

(Vergleich.de) Für Deutschland ist im Hinblick auf die aktuellen Probleme Griechenlands von Schulden im dreistelligen Milliardenbereich die Rede. Das Verbraucherportal Vergleich.de macht mit Hilfe einer Schuldengrafik diese Summen für den Bürger greifbar. Neben unterschiedlichen Szenarien zeigt die Übersicht auch, welche Konsequenzen dies für jeden Einzelnen haben könnte.
 
Ende 2010 stand jeder erwerbstätige Bürger Deutschlands mit rund 55.239 Euro für sein Land in der Kreide. Im aktuellen Jahr sind diese Schulden unter anderem durch faule Kredite verstaatlichter Banken erneut gestiegen. Welche Möglichkeit hätte der Staat, um sich aus der eigenen Schuldenfalle zu befreien und künftigen Generationen einen gesunden Haushalt zu übergeben? Vergleich.de hat eine Rechnung aufgestellt, die zum Nachdenken anregt: Die Mehrwertsteuer müsste für fünfzehn Jahre auf 38 Prozent verdoppelt werden, um die im eigenen Land verursachten Schulden zu tilgen.
 
Die zusätzliche Verschuldung, die aktuell durch die Griechenland-Krise auf den einzelnen Bürger in Deutschland zukommen könnte, ist verhältnismäßig klein. Doch die Schuldengrafik zeigt: Wenn alle Stricke reißen, könnte unsere Hilfe für Griechenland die Schulden jedes deutschen Staatsbürgers um 5.918 Euro oder knapp elf Prozent erhöhen. Als Dominostein, der weitere Länder nachhaltig anstecken könnte, ist das Risiko, das von Griechenland ausgeht, aber mitnichten durch die genannte Summe zu beziffern.
 
Die Grafik von Vergleich.de zur Griechenland-Krise zeigt, welche Schulden durch die einzelnen Maßnahmen der Europäischen Union tatsächlich für den Bundesbürger entstehen könnten. Deutschland haftet mit 221 Mrd. Euro für die Europäische Finanzstabilisierungsfazilität (EFSF), die als Rettungsfond-Kredite in Höhe von 440 Mrd. Euro vergeben werden könnte. Dadurch haftet jeder Bundesbürger mit 5.146 Euro für die Hilfe für schwächelnde Staaten. Diese Haftung käme nur dann zum Tragen, wenn alle Kredite des EFSF nicht zurückbezahlt würden. Die Grafik zeigt außerdem, dass ein Hebel, falls dieser wie geplant umgesetzt würde, keinerlei Auswirkung auf den Schuldenhaushalt Deutschlands hätte. Das erste Rettungspaket, das Griechenland im Mai zugesprochen wurde, und an dem sich Deutschland mit 22,2 Mrd. Euro beteiligt hatte, könnte pro Kopf maximal 546 Euro kosten. Dafür müsste Griechenland bankrott sein und keinen Cent mehr zurückbezahlen können. Nochmals rund 226 Euro könnten auf jeden Bundesbürger zukommen, wenn die Europäische Zentralbank (EZB) die von Griechenland gekauften Staatsanleihen mit maximalem Verlust abschreiben müsste.          
 
Welche Dynamik die europäische Schuldenproblematik noch entwickeln wird, hat Deutschland nur zu Teilen in der Hand. Vollumfänglich zu verantworten und zu steuern hat es aber die Inlandverschuldung. Wenn die Erhöhung der Mehrwertsteuer zur Entschuldung nicht geeignet ist, welche Wege gäbe es sonst, um unsere eigenen Schulden zu tilgen oder zumindest die Neuverschuldung zu stoppen? Vielleicht ein Thema für die nächste grafische Übersicht des Vergleichsportals Vergleich.de.


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