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Mittwoch, 23. Mai 2012

Dienstag 20. Dezember 2011 - 07:30

Erkrankungen beim Menschen schneller verstehen

Internationales Projekt will alle Gen-Funktionen erforschen

(Foto: Bettina Stolze/pixelio.de)

(Helmholtz) Das Internationale Maus-Phänotypisierungs-Konsortium (International Mouse Phenotyping Consortium, IMPC) baut eine der bislang größten Enzyklopädien des Lebens auf, die die Funktionen aller Gene der Maus beschreiben soll. Die Maus ist ein wichtiger Modellorganismus bei der Erforschung humaner Erkrankungen, da der Mensch ein Äquivalent zu 99 Prozent der murinen Gene hat. Indem sie die jeweilige Funktion bei der Maus aufklären, können Wissenschaftler ihr Verständnis darüber verbessern, wie Erkrankungen beim Menschen entstehen – z. B. die Volkskrankheit Diabetes mellitus.

Das Helmholtz Zentrum München hat mit der Deutschen Mausklinik als erste Institution weltweit die systemische Analyse von Krankheitsmodellen eingeführt, die nun als Grundlage für das globale Projekt dient. Es ist als bislang einzige deutsche Einrichtung Partner dieses internationalen Projekts, an dem weitere 15 renommierte wissenschaftliche Institutionen aus Großbritannien, USA, Japan, Kanada und China beteiligt sind.

Professor Martin Hrabĕ de Angelis vom Helmholtz Zentrum München koordiniert das von der Europäischen Kommission geförderte Projekt Infrafrontier, das die systematische Phänotypisierung und Archivierung von Mausmodellen für Erkrankungen beim Menschen zum Ziel hat. „Die vor uns liegende Aufgabe ist zu groß, um von einem Land allein gelöst zu werden. IMPC bietet uns erstmals die Chance, die Funktion aller 23000 Gene der Säugetiere aufzuklären und die Daten der wissenschaftlichen Gemeinschaft zur Verfügung zu stehen,“ so Hrabĕ de Angelis. „Unsere Beteiligung unterstreicht, dass unsere Forschung international konkurrenzfähig ist.“ Das Verständnis der Entstehungsmechanismen von Volkskrankheiten und die Ableitung neuer Angriffspunkte für Diagnose, Therapie und Prävention sind Ziele des Helmholtz Zentrums München.

Weitere Informationen

  • IMPC: www.mousephenotype.org - IMPC basiert auf dem EUMODIC-Projekt, das von der Europäischen Kommission gefördert wird (LSHG-CT-2006-037188). EUMODIC hat Standard Operation Procedures und IT-Systeme entwickelt, die benötigt werden, um die großen Datenmengen zu verarbeiten, die bei der Phänotypisierung von Mausmodellen entstehen.
  • Infrafrontier: www.infrafrontier.eu - Das von der EU-Kommission geförderte Projekt Infrafrontier hat die systematische Phänotypisierung und Archivierung von Mausmodellen für Erkrankungen beim Menschen zum Ziel. Es wird eine Plattform für Teile des IMPC-Projekts bieten.

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Zu: P.T. Magazin 2/2012 - Die beste aller Welten

„Es ist immer wieder faszinierend wie Herr Dr. Schmidt, in seinen Editorials, die Stimmung der Mittelständler trifft. Und bei aller Verzagtheit in unserem Land immer wieder Worte des Mutes und der Zuversicht findet. Frau Tröger setzt mit dem Beitrag „Durchstarten 2012“ noch einmal einen drauf mit der Mahnung an uns Leser, dass vieles in unseren eigenen Händen liegt. Ich freue mich als positiver Mensch sehr, dass es mit dem PT Magazin ein Informationsmedium gibt, welches nicht mit zweifelhaften Vermutungen, sondern mit Fakten argumentiert und die positiven Seiten beleuchtet.
Hans-Jürgen Germerodt