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Dienstag, 22. Mai 2012
Goldener Herbst für Schwabens Tourismusunternehmen
Von: Karina Gruhler-Hirsch Tourismusbilanz Allgäu / Bayerisch-Schwaben Herbst 2011
(IHK Schwaben) Seit zehn Jahren wird für die Region Allgäu / Bayerisch-Schwaben in Kooperation von IHK Schwaben, dem Tourismusverband Allgäu / Bayerisch-Schwaben und dem Hotel- und Gaststättenverband Bezirk Schwaben die Tourismusbilanz erstellt. Die IHK Schwaben führt hierzu zweimal im Jahr, jeweils am Ende der Sommer- und Wintersaison, bei ihren touristischen Mitgliedsbetrieben eine Konjunkturumfrage durch.
Zum Jubiläum strahlen die Umfrageergebnisse: „Der goldene Herbst brachte dem heimischen Gastgewerbe nochmals einen Schub für die Konjunktur. Dank des guten Konsumklimas unternahmen die Verbraucher viele Urlaubsreisen. Davon profitierten das Allgäu und Bayerisch-Schwaben. Die Deutschen konnten auch dieses Jahr wieder ihren Titel als Reiseweltmeister behaupten. Die steigende Nachfrage kam den Unternehmen in der Reisebranche zugute. Insgesamt sehen sie optimistisch in die kommende Wintersaison wenn den Unternehmen auch die Probleme der Euro-Zone und steigende Kosten im Nacken sitzen“, fasst Dr. Sebastian Priller, Vizepräsident der IHK Schwaben, zusammen.
Am Ende des Sommers und durch den fantastischen Herbst kam nochmals Schwung in die Tourismuskonjunktur Schwabens, wie die Ergebnisse der Befragung von 377 Betrieben aus dem Gastgewerbe und der Reisebranche zeigen:
Gastgewerbe (Hotels, Restaurants, Campingplätze):
Die Geschäfte verliefen für 43 % der Hotels, Restaurants und Campingplätze äußerst gut und somit besser als in den beiden vorangegangenen Umfragen. 29 % der Betriebe berichten, dass der Geschäftstourismus wieder zugenommen hat. Erfreulich ist die positive Entwicklung bei den Umsatzzahlen. 42 % konnten davon profitieren. Die besseren Umsatzzahlen helfen den Unternehmen, die in den letzten Monaten gestiegenen Kosten etwas abzufedern. Hoteliers und Wirte müssen für den Einkauf, für Energie und Lohnkosten deutlich tiefer in die Tasche greifen als noch vor einem Jahr. 77 % geben an, dies deutlich zu spüren. Die Kostenentwicklung drückt die engen Gewinnmargen der Branche.
Der Großteil der Unternehmen plant in der kommenden Wintersaison dennoch keine Preiserhöhungen, 38 % tragen sich mit der Absicht die gestiegenen Kosten teilweise an die Kunden weiterzugeben. Zwei Drittel der Betriebe gehen davon aus, dass die Konjunktur stabil bleiben wird. Die größten Risiken für die Branche werden vor allem in den steigenden Energiepreisen, im Fachkräftemangel und den Arbeitskosten, sowie in den wirtschaftspolitischen Entwicklungen gesehen. Das Gastgewerbe hat in den letzten Jahren ausreichend unbefristete Arbeitsplätze angeboten. 19 % wollen noch zusätzliches Personal einstellen. Allerdings wird es immer schwieriger, gut ausgebildetes Fachpersonal zu bekommen. Die Sicherung des Personalbestandes durch Maßnahmen wie Aus- und Weiterbildung ist für die Unternehmen sehr wichtig und oft Bestandteil der Investitionsplanungen. Die Investitionsbereitschaft im Gastgewerbe ist ungebrochen. 44 % der Hoteliers und Wirte werden ihre Ausgaben erhöhen und 35 % haben dafür das gleiche Budget wie im Frühjahr zur Verfügung. Die heimischen Betriebe tüfteln auch an neuen Angebotsideen für ihre Gäste: 30 % beabsichtigen mehr Geld für Innovationen auszugeben.
Reisebranche (Reisebüros, Reiseveranstalter, Reisebusunternehmen):
Die gute Konjunktur in Deutschland hat in der Sommersaison auch die Reisebranche beflügelt: Nach 36 % in der Frühjahrsumfrage berichten aktuell 53 % der heimischen Unternehmen, dass sie auf eine gute Geschäftslage blicken. Der Umsatz war bei 55 % stabil und hat bei jeder dritten Firma spürbar angezogen. Zugenommen haben besonders Geschäftsreisen ins Ausland. Davon konnten vor allem Reisebüros und –veranstalter profitieren. Der Bustourismus konnte überwiegend bei Reisen innerhalb Deutschlands eine positive Entwicklung verzeichnen. Der Großteil der Reisebranche rechnet mit einer weitgehend stabil verlaufenden Konjunkturentwicklung. 24 % geben sich optimistisch und hoffen auf einen anhaltenden Aufwärtstrend. Der Trend immer kurzfristiger zu buchen, lässt die Branche allerdings im Ungewissen, da schlecht abgeschätzt werden kann, wie die weltpolitische Entwicklung das Nachfrageverhalten der heimischen Kunden bei Reisen beeinflussen wird. Bei den Beschäftigungs- und Investitionsplanungen halten sich die Reiseveranstalter im Vergleich zum Gastgewerbe deutlich zurück. Auf dem Arbeitsmarkt wird es wenig Bewegung geben. 85 % wollen ihre Personaldecke unverändert lassen. 11 % wollen zusätzlich einstellen. Der Anteil Investitionswilliger hat in der Herbstumfrage abgenommen. Nach 22 % im Frühjahr beabsichtigen aktuell 15 % hier das Budget zu erhöhen. Die Reisebusbranche leidet an den hohen Energiekosten und vorgeschriebenen Gebühren und versucht besonders im Bereich Umweltschutz zu investieren.

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Leserbrief
Zu: P.T. Magazin 2/2012 - Die beste aller Welten
„Es ist immer wieder faszinierend wie Herr Dr. Schmidt, in seinen Editorials, die Stimmung der Mittelständler trifft. Und bei aller Verzagtheit in unserem Land immer wieder Worte des Mutes und der Zuversicht findet. Frau Tröger setzt mit dem Beitrag „Durchstarten 2012“ noch einmal einen drauf mit der Mahnung an uns Leser, dass vieles in unseren eigenen Händen liegt. Ich freue mich als positiver Mensch sehr, dass es mit dem PT Magazin ein Informationsmedium gibt, welches nicht mit zweifelhaften Vermutungen, sondern mit Fakten argumentiert und die positiven Seiten beleuchtet.
Hans-Jürgen Germerodt








