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Dienstag, 22. Mai 2012

Kategorie: Leserbriefe
Montag 06. September 2010 - 08:00

Leserbriefe zu P.T. Magazin 4/2010 und 3/2010

Leser-Telefon: 0341 24061-00 | Leser-Fax: 0341 24061-66

Unser Leser Gerd Kaspari aus dem Münsterland fragte:
„Am 6.8.2010, um 23:31 Uhr, also mitten in der Nacht, wurde ich am Stift Tilbeck bei Havixbeck mit 24 km/h zu schnell geblitzt. Ich hatte meinen Sohn aus dem Ferienlager abgeholt. Die Geldstrafe werde ich verkraften. Allerdings werden dadurch keine Fehler, geschweige denn Unfälle verhindert.

In Holland dagegen sind vor Häusern auf Landstraßen, vor Kreisverkehren, vor dem Ortseingang, etc. immer dann Bodenwellen im Straßenbelag eingebaut, über die man nur mit 30 km/h fahren kann, wenn man spüren musste, dass ‚Vorsicht!’ geboten ist. Geschwindigkeitsbegrenzungen, Überwachungen, Abzockblitzer sind dadurch nicht mehr nötig. Der Verkehr wird an gefährlichen Stellen durch bauliche Maßnahmen ausgebremst. Das kostet zwar erstmal Geld, dient aber der Verkehrssicherheit und hält die Motivation der Leistungsträger hoch, die bei 40 000 beruflichen Fahrkilometern jährlich häufig geblitzt werden.

Volkswirtschaftlich betrachtet, gewinnen alle. Ich kann weiter zu Kunden fahren und Arbeitsplätze sichern. Unser System wird von unnötigen Schadensregulierungen und behördlicher Bürokratie entlastet. Wollen wir nicht von den Holländern lernen und endlich umdenken?“

P.T. fragte im Bundesverkehrs­ministerium nach. Dieses antwortete:
„Sehr geehrter Herr Dr. Schmidt,die Möglichkeiten der Verkehrsberuhigung in Deutschland sind vielfältig. Die für die Durchführung der Straßenverkehrs-Ordnung (StVO) zuständigen Länderbehörden haben nicht nur die Möglichkeit, Geschwindigkeiten durch Verkehrszeichen herabzusetzen und die Einhaltung der Geschwindigkeiten dann aus Gründen der Verkehrssicherheit durch Verkehrskontrollen sicherzustellen. Auch bauliche Maßnahmen wie z. B. das Aufbringen von sog. Warnschwellen zum ­Zwecke der Geschwindigkeitsabsenkung sind bei Bedarf zulässig.“
Ingo Strater, Sprecher des Bundesverkehrsministeriums, Berlin

Kommentar der Redaktion:
In deutschen Ämtern sitzen keine Dummen. Da gibt es keine Irrtümer, sondern Absichten. Jährlich fließt ca. 1 Mrd. Euro Bußgeld in die kommunalen Haushalte. Den Vorwand liefert der Schutz der Bürger vor Gefährdung, obwohl andere Regelungen offenbar besser schützen würden. Auch die „unnötigen Schadensregulierungen“ verschaffen dem Fiskus sichere Einnahmen per Steuern und Sozialabgaben in Werkstätten und Versicherungen, während der fiskalische Mehrertrag durch „motivierte Leistungsträger“ in der Zukunft liegt.

Aus dieser Sicht ist auch „behördliche Bürokratie“ nie Arbeitsplatzvernichtung, sondern Arbeitsplatzsicherung – in den Amtsstuben. Woher soll der Amtsschimmel wissen, ob die „motivierten Leistungsträger“ morgen tatsächlich mehr Arbeitsplätze schaffen werden, als heute durch Bürokratieabbau verloren gehen würden. Wenn diese Argumente Talkshows füllen, ohne dass Unternehmer wie unser Leser zur Diskussion geladen sind, leuchtet das auch Lieschen Müller ein. Oder?

Zu: „Das Ungeheuerliche“ (Heft 4/10)
„Im Vorwort der aktuellen Ausgabe haben Sie die Situation perfekt auf den Punkt gebracht. Die Wahrheit will einfach keiner gerne wissen.“
Hans Rüby, Winhöring

Zu: „Vertrauen ersetzt Kontrolle“ (Heft 4/10)
„Achim Kopp schildert ein wunderbares System. Zu jedem seiner Punkte beglückwünsche ich ihn. Das ist gut durchdacht und überzeugend praktiziert. Das funktioniert bei ihm besser als in jeder Familie. Das nenne ich Unternehmenskultur. Eine wesentliche Voraussetzung ist die relativ kleine Mitarbeiterzahl von 30. Ich denke, dass bei einer wesentlich höheren Mitarbeiterzahl von mehreren hundert oder tausend Mitarbeitern andere Systeme notwendig werden.

Da würde ich den Satz ‚Vertrauen ersetzt Kontrolle’ austauschen durch zwei andere Sätze: ‚Kontrolle begleitet Vertrauen’ und ‚Kontrolle heißt: Ich interessiere mich für Deine Arbeit.’ In diesen Größenverhältnissen wäre Vertrauen ohne Kontrolle naiv. Wenn es aber dann wieder gelänge, große Einheiten in kleine Einheiten aufzugliedern (Dezentralisation mit Autonomie, Vertrauen und Verantwortung), dann kann ‚Methode Kopp oder Knoblauch’ wieder wirken. Gestaltung und Organisation des Unternehmens und anderer Organisationen sind wichtige Aufgaben der Leitungsorgane.“  
Dieter Brandes, Hamburg

Zu: „Auf dem Sonnendeck der Titanic“ (Heft 3/10)
„Wir brauchen dringend Menschen mit frischem SPIRIT und Unternehmergeist, die alles scheinbar Zwingende abklopfen und nichts selbstverständlich nehmen, die sich wirksam immunisieren gegen Kreativitätskiller, in allen Lebensbereichen und auf jeder Ebene politischer, gesellschaftlicher und wirtschaftlicher Macht.“
Eckehard W. Rechlin, Hamburg

Zu: „Bildung: Keine Besserung in Sicht“ (Heft 3/10)
„Ein seltener Lichtblick im journalis­tischen Einerlei. Sie schreiben dort viel Wahres und Bedenkenswertes unter Aspekten, die so in den medialen Welten des Mittelstandes nicht bedacht werden. Der Verdacht liegt nahe – die deutsche Wirtschaft hat sich ihre Personalprobleme durch eine frauenzentrierte Bildungs- und Ausbildungspolitik selbst geschaffen, und es ist gut, wenn dies einmal thematisiert wird.“

Dr. Michael Kühnapfel, Fellbach

Frank Heuer, Ingenieurbüro, Jena

„Ich lese das P.T. Magazin, weil es zum kritischen Nachdenken herausfordert und dabei überzeugend ehrlich in der Argumentation ist. Es ist erfrischend unkonventionell in der Themenauswahl und -bearbeitung und klar und modern in der Gestaltung.“

 

 

Christian Kalkbrenner, Bestseller-Autor,
„Der Bambus-Code“, Lindau


„Das P.T. Magazin liest sich kurzweilig, ist persönlich im Stil und kritisch. Interessant sind die Berichte und Anzeigen der vielen Mittelständler. Sie sind informativ und stellen ein gutes Medium dar, um neue Kontakte zu knüpfen.“


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Leserbrief

Zu: P.T. Magazin 2/2012 - Die beste aller Welten

„Es ist immer wieder faszinierend wie Herr Dr. Schmidt, in seinen Editorials, die Stimmung der Mittelständler trifft. Und bei aller Verzagtheit in unserem Land immer wieder Worte des Mutes und der Zuversicht findet. Frau Tröger setzt mit dem Beitrag „Durchstarten 2012“ noch einmal einen drauf mit der Mahnung an uns Leser, dass vieles in unseren eigenen Händen liegt. Ich freue mich als positiver Mensch sehr, dass es mit dem PT Magazin ein Informationsmedium gibt, welches nicht mit zweifelhaften Vermutungen, sondern mit Fakten argumentiert und die positiven Seiten beleuchtet.
Hans-Jürgen Germerodt