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Dienstag, 22. Mai 2012
Leserbriefe zu P.T. Magazin 3/2010
Zu: „Bildung: Keine Besserung in Sicht“
„Vielen Dank für die Veröffentlichung des Beitrags zur Bildungsmisere bei Jungen. Sie haben Mut bewiesen und ein heißes Eisen angefasst, das in den anderen Medien nur eher zögerlich behandelt wird. Die Meinungsvielfalt macht aber das Salz in der Suppe aus - und das P.T. Magazin damit so lesenswert.“
Andreas Kraußer
„Ihren Artikel über die Bildungsdefizite der Jungen finde ich super und außerordentlich informativ. Es bedarf in der heutigen Zeit einer ordentlichen Portion Mut, um so einen Artikel zu veröffentlichen, und dafür bin ich Ihnen sehr dankbar. Bitte machen Sie weiter so.“
Sven Marquardt
„Endlich ein Artikel, wie der o. g.! Lange brennt das Thema Bildung, Bildungsverlierer etc. schon auf den Nägeln. Es ist ja wirklich kaum vorstellbar, daß trotz klarer Zahlen und Fakten eine Regierung sich so stur stellt und den Kurs der Ungleichbehandlung, der Diskriminierung von Jungs/Männern weiterfährt. Längst ist klar, daß dieser Weg der falsche ist. Wann endlich darf man darauf hoffen, daß die, die Gesetze machen, die Geld für Bildungsförderung in der Hand haben, aus ihrem Tiefschlaf aufwachen?!“
Rex Mager
„Deutschland ist nicht Norwegen. Wir können es uns nicht leisten, strukturelle Mängel durch Rohstoffreichtum zu kompensieren. Unser Reichtum besteht, oder besser, bestand, in einer großen Zahl fleißiger, motivierter und gut ausgebildeter Menschen. Die Vernachlässigung der Jungen durch unsere Bildungspolitik ist ein eklatanter und skandalöser struktureller Mangel, der nicht nur sozialen Unfrieden stiftet, sondern mittelfristig richtig teuer werden wird. Es bedarf dringend tiefgreifender Korrekturen. Und es bedarf der Stimmen mutiger Menschen, welche die Wahrheit aussprechen und Konsequenzen fordern. Herr Rothe gehört zu diesen Menschen, und ich danke ausdrücklich für den Artikel! Ich selbst habe eine Tochter und möchte, dass diese sich bestmöglich entfalten kann und dabei bestmöglich unterstützt wird. Ich wünsche mir für sie auch männliche Gegenüber auf einer Augenhöhe, mit denen eine faire Arbeitsteilung möglich sein wird. Und ich möchte unseren Töchtern die Bürde der Finanzierung der Rente meiner Generation nicht alleine aufladen. Der Artikel hätte etwas kürzer ausfallen können. Wehrdienst und Väterbenachteiligung etwa sind auch brennende Themen, beziehen sich auf das Thema des Artikels aber nur bedingt. Die Probleme der Jungs mit dem Bildungssystem werden aber vollständig und entgegen dem Medien-Mainstream realistisch und anschaulich dargestellt. Fazit: Weiter so, vielen Dank!“
Thomas Walter
„Vielen Dank für diesen wichtigen und politisch so erfrischend unkorrekten Artikel! Man muß hierzulande endlich zur Kenntnis nehmen, daß der Geschlechterkrieg zwischen Erwachsenen nicht auf dem Rücken der Kinder ausgetragen und daß insbesondere an Jungen nicht Rache dafür genommen werden darf, daß eine kleine Minderheit von (leider sehr einflußreichen) Frauen mit dem männlichen Geschlecht so ihre grundsätzlichen Probleme hat. Aber deswegen die eine Hälfte unseres Nachwuchses einfach komplett sich selbst zu überlassen und ungerührt zuzusehen, wie sie gegen die Wand fährt, während man die andere, längst überversorgte Hälfte immer noch mehr hätschelt und
tätschelt: das halte ich nicht nur für ein moralisches Verbrechen, sondern geradezu für gesellschaftlichen wie auch für ökonomischen Suizid! Gesellschaftlich deswegen, weil die in den nächsten Jahren zu erwartende Schwemme miserabel ausgebildeter, abgehängter junger Männer einige äußerst bedenkliche Auswirkungen haben wird. Ich nenne nur als Beispiele: weiter zunehmender Alkoholismus in Verbindung mit weiter steigender Gewaltbereitschaft (wie schon heute zu sehen); Depressionen; Abwanderung immer größerer Teile der jungen männlichen Bevölkerung in die Sozialsysteme, ins kriminelle Milieu und zu rechtsextremen Parteien und Schlägertrupps. Daß unter dieser Entwicklung auch die jungen Frauen werden leiden müssen, bedarf wohl keiner näheren Erläuterung: sie werden immer seltener adäquate Partner finden und wahrscheinlich auch immer häufiger Grund haben, sich vor Männern ihres Alters zu fürchten. Welches innovative und damit ökonomische Potential vergeudet wird, läßt sich dieser Tage wohl am besten durch einen Blick auf die gerade frisch veröffentlichte Preisträger-Liste des Bundeswettbewerbs "Jugend forscht" belegen: bereits bei den Anmeldungen stand das Geschlechterverhältnis 2 zu 1 für die Jungen, bei den Preisen stand es dann 63 zu 7 oder exakt 9 zu 1, wobei die jeweils Erstplazierten in allen Kategorien ausnahmslos männlich waren. Das eine zeigt, daß Jungen offenbar schon rein quantitativ mehr forschen als Mädchen, das andere, daß sie es offenbar auch besser können – zumindest sahen es die Juroren so. Soviel also zum Thema "dumme Jungs". Nun sind diese jungen Preisträger natürlich die Ausnahmen und nicht die Regel; sie lassen aber erahnen, wieviel kreative Energien in den Jungs stecken, die man fördern muß, statt sie mit Ritalin und Umerziehungsmaßnahmen zu ersticken. Die Politik setzt aufs falsche Pferd, wenn sie glaubt, die Mädchen und Frauen würden es schon alleine richten, und den Jungs könne es ruhig mal eine Weile dreckig gehen; zudem seien sie an ihrem Elend ja ohnehin selbst schuld. Statt weiterhin Unsummen dafür auszugeben, daß Mädchen in der Mehrzahl heute immer noch dieselben "Frauenberufe" lernen und dieselben "Frauenfächer" studieren wie vor 10 und vor 20 Jahren, sollte lieber einmal überdacht werden, ob man einen Teil des Geldes nicht besser dafür verwenden könnte, den einen oder anderen jungen Mann zu retten, der noch nicht ganz verloren ist. Das wäre eine Investition, die letzten Endes (siehe oben) auch wieder der nachwachsenden Generation von Frauen zugute käme.“
Christoph Haß
„Danke für diesen ausgewogenen Artikel! Es ist immer wieder erschreckend, wie intensiv die öffentliche Meinung die Wahrnehmung der Leiden einer Bevölkerungsgruppe verdrängen kann. Und immer wieder auch erstaunlich, wie sensibel sie gleichzeitig auf andere Missstände reagieren kann. Je nachdem, woher gerade der Wind weht. Nach dreißig Jahren fragt eine nächste Generation entsetzt, wie das sein konnte – und macht flugs den Fehler an anderer Stelle: Das war so nach den Schrecken des Dritten Reiches. Das erleben wir heute bei der Frage, warum der Missbrauch von Schutzbefohlenen vor dreißig Jahren so perfekt verschleiert werden konnte. Jetzt sehen wir, wie die Kenntnis über die Benachteiligungen im Bildungswesen verdrängt wird. Mitleid mit Knaben ist gerade nicht angesagt. Also gilt wieder das Prinzip, möglichst nichts wahrzunehmen und das, was man trotzdem noch sieht, kleinzureden. Dazu gehört dann auch die harsche Kritik an den Wenigen, die den Mut haben, laut über die Wahrheit zureden. Warum begreift unsere Gesellschaft nicht, dass dabei Schäden entstehen, die wir – auf längere Sicht – alle miteinander zu tragen haben werden?“
Ulrich Thierhoff
„Sehr guter Artikel. Auf den wachsenden Bildungsrückstand der Jungen kann man gar nicht oft genug aufmerksam machen. Feministinnen, die den "Marsch durch die Institutionen" geschafft haben, sind hier - von der Öffentlichkeit noch viel zu wenig bemerkt - dabei, eine einseitige Entwicklung voranzutreiben, die Deutschland in Zukunft einiges kosten wird - wenn nämlich gut ausgebildete junge Männer fehlen werden.“
Rüdiger Happ
„Dass eine moderne Industriegesellschaft auf das Potenzial der Jungen und Männer nicht verzichten kann, sollte sich eigentlich von selbst verstehen. Dennoch wird das Thema der Jungenausgrenzung, der Bildungsbenachteiligung und der Arbeitslosigkeit der Jungen und jungen Männer viel zu selten in den Medien aufgegriffen. Denn in der Tat hat nicht nur der Mittelstand Probleme, ausreichend qualifizierte Auszubildende zu finden, auch bleiben manche wichtigen Stellen, etwa in der Entwicklung unbesetzt, weil nicht genug qualifizierte Fachkräfte zu finden sind. Für die deutsche Wirtschaft, die auf Innovation angewiesen ist, eine verheerende Entwicklung. Unternehmer sollten, schon aus Eigeninteresse, an einer guten Bildung und Ausbildung für alle jungen Menschen interessiert sein. Sie führen in Ihrem Artikel viele wichtig und wahre Punkte an, in denen tatsächlich eine Bildungsbenachteiligung der Jungen resultiert und die, wie auch von Ihnen geschrieben, recht gut belegt sind. Ein wichtiger Grund für das schlechte Abschneiden der Jungen im Bildungsbereich ist allerdings auch die Lebensperspektive. Es gibt wohl zur Zeit kaum ein Schulbuch für den Bereich Sozialkunde, Wirtschaft, Politik, dass ihnen nicht weismachen will, dass Frauen von Männer bewusst und gezielt benachteiligt werden, es vergeht kaum ein Tag, in dem nicht die erwachsenen Männer, zu denen die Jungen ja einmal werden, als defizitär, minderwertig und bösartig dargestellt werden und kein Junge kann das Bildungssystem durchlaufen, ohne das ihm klar wird, dass auch im Erwerbsleben lieber die Mädchen genommen werden. Entsprechend schlecht ist die Motivation, entsprechend hoch die Anzahl junger Männer, die schon früh in die innere Emigration gehen. Und keine Volkswirtschaft der Welt kann auf die Kompetenzen und Fähigkeiten von Männern und Jungen verzichten. Es ist mitunter nicht mehr nachzuvollziehen, dass Unternehmen und Betriebe mit einer Teilnahme am Girls Day werben – gute PR sieht anders aus. Wer seine Auszubildenden, seine Facharbeiter bis hin zu den Leitungsstellen nach Geschlechterkriterien besetzt und kommuniziert (und damit letztlich natürlich auch sexistisch handelt), gefährdet nicht nur die Zukunftsfähige seines Betriebes oder Unternehmens, sondern ebenso den Standort Deutschland und letztlich auch die sozialen Systeme. Girl`s Days sind durchaus ein gefährlicher Unfug, der zudem den Blick von der Qualifikation weg auf das biologische Geschlecht lenkt. Ein Unfug freilich, der politisch gewollt ist und dessen wirtschaftlichen und sozialen Auswirkungen immer stärker zur Wirkung gelangen. Freilich zeigt dies auch den ganzen Wahnsinn des geschlechterspezifischen Förderwahns – Mädchen sind, wie Jungen, ja keine homogene Gruppe, sondern die Fähigkeiten sind individuell, wenn auch evt. mit geschlechtsspezifischer Häufigkeit, unterschiedlich ausgeprägt. Die massive Mädchenförderung war und ist also nicht „schön und gut“, sondern sie war schlichtweg falsch und macht nun, nach Jahrzehnten einseitiger Mädchenförderungsmaßnahmen eine Jungenförderung notwendig, weil natürlich die Förderung der Mädchen eine Benachteiligung der Jungen darstellt. Sinnvoller wären sicherlich Förderung geforderter und notwendiger Eigenschaften, etwas des naturwissenschaftlichen und mathematischen Grundverständnisses oder der Fähigkeiten des sprachlichen Ausdrucks auch und vor allem außerhalb des Schulsystems, eine Darstellung der möglichen Tätigkeiten in einen Unternehmen wie der Möglichkeiten und Voraussetzungen für diese Tätigkeit, diese selbstverständlich unabhängig vom Geschlecht. Das Ende der Mädchenbevorzugung und die Vermittlung eines positiven Männerbildes würden meines Erachtens vollauf ausreichen, um Jungen wieder aufschließen zu lassen, vorausgesetzt, die bewussten schulischen Benachteiligungen unterbleiben. Denn, auch hier muss man klar sehen, unterstellt die Mädchenförderung – und natürlich auch der Girl´s Day – Mädchen primär defizitäre Eigenschaften, die durch die Förderung ausgeglichen werden sollen. Man stelle sich nur das absurde Szenario vor, dass zur Begründung des Girl´s Days immer wieder angeführt wird – dass nämlich Mädchen durch Ihre Eltern, Gesellschaft oder wem auch immer dazu gebracht werden, so genannten traditionelle „Rollenbilder“ zu folgen und nicht, wie es heute zu erwarten wäre, ihren eigenen Neigungen folgen. Ich sehe es förmlich vor mir: Eva, 16 Jahre: „Nach meiner Schule werde ich mich als Metallbauer bewerben“. Eltern: „Nein, das ist doch kein Beruf für eine Frau. werde doch lieber Friseur“. Eva: „Schade, aber ihr habt recht, als Frau sollte ich besser als Friseur arbeiten“. Absurd – und demütigend, dies zu unterstellen. Umgekehrt allerdings wird tatsächlich ein Schuh draus: Wenn Jungen von den Unternehmen jährlich die Botschaft zugetragen wird: wir wollen euch nicht, sondern lieber Mädchen, dann ist wohl kaum eine große Motivation bei Berufswahl und Berufsausübung zu erwarten (abgesehen einmal davon, dass kaum ein Tag vergeht, in denen jungen Männern nicht gesagt wird, wie überholt und fehlerhaft Männlichkeit ist). Und das ist es ja, was im Arbeitsalltag zu beobachten ist: es mangelt den Jungen an Talent oder Fähigkeiten, sondern an Initiative, Selbstdisziplin und Motivation, während Mädchen auftreten, als würden sie von allen sehnlichst erwartet. Kein Wunder, wenn selbst kleine Betriebe verlauten lassen, sie würden gerne ihren Frauenanteil erhöhen. Wie gerne würde ich einmal lesen, dass ein Unternehmen seinen „Kompetenzanteil“ erhöhen möchte in einer Stellenausschreibung. Und niemand kann es sich leisten, einen großen Teil der jungen Menschen die Botschaft zu vermitteln: „wir hätten lieber jemand anderen als dich gehabt“. Es ist tatsächlich kurios: wir vermitteln den Jungen, sie wären defizitär, behandeln aber Tatsächlich wird vieles Ausgrenzende über die „soziale Rolle“ begründet, nur weniges indessen davon entspricht der Realität. Hier liegt allerdings auch ein Mangel Ihrer Argumentation vor. Die „Rollentheorie“ ist ja streng genommen keine Theorie, sondern ein Modell, dass in vereinfachter, durch Reduktion auf einige Wesensmerkmale besser zur Untersuchung wissenschaftlicher Fragestellungen geeignet ist. Eine „soziale Rolle“ ist also nicht real, vergleichbar dem Bohrschen Atommodell, das auch nicht die realen Verhältnisse in einem Atom beschreibt. Die Rolle ist dies sogar noch weitaus weniger, denn von der Wiege bis zur Bahre, vom Ich über die biologischen Limitierungen bis zum gesellschaftlichen und historischen Selbstverständnis ist alles irgendwie Bestandteil der „Rolle“ und damit der jeweilige Ausschnitt frei und beliebig definierbar. Der „Rollen“begriff sind daher zwar unwissenschaftlich, als Instrument der Politik und Meinungsbeeinflussung aber umso wertvoller, zumal sie stark reduktionistisch sind. Dieser unseriöse Umgang mit dem Rollenmodell ist zur Zeit sehr stark in einigen Bereichen der Soziologie zu finden, was an der Seriosität derartiger „Wissenschaften“ doch begründete Zweifel aufkommen lässt. Es ist von daher bedauerlich, dass Ihr Artikel auch im weiteren Verlauf immer stärker in den soziologischen Jargon umschlägt, was die Glaubwürdigkeit unnötig mindert. Sicher gibt es auch in der Soziologie seriöse Bestrebungen, der größte Teil dieses Bereich scheint sich jedoch eher als Argumentationsgeber einer totalitären Genderideologie zu verstehen. Was eine Rolle ist, was sie umfasst, was „traditionell“ oder „modern“ ist, ist eben keine faktische Beschreibung der Lebensrealität, sondern eine politische Festlegung. Dies freilich zeigt sich tatsächlich an den Tätigkeiten, für die junge Männer begeistert werden sollen – was für Frauen eine unterdrückende rollentypische Beschäftigung war, soll für Männer auf einmal attraktiv sein, etwa die von Ihnen angeführte Hausarbeit. Nun, real ist Hausarbeit eine Tätigkeiten, die jeder im Laufe seines Lebens ausführen muss, ob es einem gefällt, ist eine andere Frage. Und natürlich brauchen junge Männer heute haushälterisches Wissen, schon damit sie unabhängig bleiben können. Das aber ist eine andere Argumentation als die des beruflichen Rollentausches. Die Argumentation, die Männer für „traditionelle Frauenberufe“ zu begeistern soll, demonstriert deutlich die Substanzlosigkeit der Rollen“theorie“ wie auch die der Frauenbenachteiligungsdarstellung der Gender-Politik. Es ist eben keine Frage der Rollen: Erzieher ist ein „traditioneller Männerberuf“, der erst in Folge der Kriege zum Frauenberuf wurde. Letztlich ist das, was als Rollenbild betrachtet wird, nur Teil einer Problemlösungsstrategie – jede Gesellschaft hat bestimmte Problem, die sie lösen muss. Der Weg, der gewählt wird, kann, muss aber nicht der Beste sein. Beispielsweise der von Ihnen angeführte Wehrdienst: Zwangsdienste können, müssen aber nicht eine Lösung sein. Tatsächlich werden dort von Männern Dienste eingefordert, ohne dass diese Benachteiligung entsprechend thematisiert wird oder den jungen Männern dabei Ausgleich geschaffen wird, etwas durch eine Kompensation bei der Vergabe von Ausbildungsstellen. Konkret wäre also ein Unternehmen besser beraten, wenn es für eine Stelle, die eine hohe Kommunikationskompetenz erfordert, nicht ausschließlich eine Frau suchen würde, sondern unter den Bewerbern jenen aussuchen würde, der die höchste Kommunikationskompetenz hat – und wenn etwas an der Vermutung richtig ist, Frauen haben die höhere Kommunikationskompetenz, dann werden, über alle Betriebe gesehen, in der Mehrzahl es auch Frauen sein, an jedem Arbeitsplatz aber der, der diese Aufgabe am besten ausfüllt. Und das umfasst auch die schulische Bildung. Unser Schulsystem ist für den Geschlechterkampf instrumentalisiert worden – und Leidtragende sind die Jungen. Statt einer geschlechtsorientierten und männerdiffamierenden Pädagogik und Frauenförderprogrammen sollten die Fähigkeiten der Einzelnen wieder stärker in den Mittelpunkt pädagogischer und sozialpädagogischer Aufgabestellungen rücken. Geschlechtsspezifische Pädagogik sollte da eingesetzt werden, wo sie dringen nötig ist – nämlich in den Vorbildern in Pädagogik und Sozialpädagogik, die den Jungen eine positive Männlichkeit vorleben und vertreten, die sie akzeptieren und fordern, wie es notwendig ist.“
Dr. Michael Kühnapfel
Zu: P.T. Magazin
„Seit es das P.T. Magazin gibt, komme ich in den Genuss Ihrer Zeitschrift. Sie haben mich damit nicht nur sehr interessant informiert, sondern auch immer wieder zu eigenen kritischen Überlegungen angeregt. Dem Herausgeber und dem Redaktionskollegium ein ganz herzlicher Dank für das eigene kritische Spektrum.“
Peter Golle
„Das Magazin liest sich kurzweilig, ist persönlich im Stil und kritisch. Interessant sind die Berichte und Anzeigen der vielen Mittelständler. Sie sind informativ und stellen ein gutes Medium dar, um neue Kontakte zu knüpfen.“
Christian Kalkbrenner

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Leserbrief
Zu: P.T. Magazin 2/2012 - Die beste aller Welten
„Es ist immer wieder faszinierend wie Herr Dr. Schmidt, in seinen Editorials, die Stimmung der Mittelständler trifft. Und bei aller Verzagtheit in unserem Land immer wieder Worte des Mutes und der Zuversicht findet. Frau Tröger setzt mit dem Beitrag „Durchstarten 2012“ noch einmal einen drauf mit der Mahnung an uns Leser, dass vieles in unseren eigenen Händen liegt. Ich freue mich als positiver Mensch sehr, dass es mit dem PT Magazin ein Informationsmedium gibt, welches nicht mit zweifelhaften Vermutungen, sondern mit Fakten argumentiert und die positiven Seiten beleuchtet.
Hans-Jürgen Germerodt








