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Dienstag, 22. Mai 2012

Kategorie: Leserbriefe
Montag 11. Januar 2010

Leserbriefe zu P.T. Magazin 6/2009

Icon für Leserbriefe

(Grafik: Archiv)

Zu: „Großer Preis des Mittelstandes“/P.T. Magazin

„Es ist eine gemeinsame Zielsetzung Ihrer Stiftung und meiner Senatsverwaltung, die Leistungen von kleinen und mittelständischen Unternehmen in der Öffentlichkeit verstärkt zu würdigen. Aus diesem Grunde habe ich seit einigen Jahren die Schirmherrschaft für den von der Oskar-Patzelt-Stiftung vergebenen ‚Großen Preis des Mittelstandes’ übernommen. Allerdings erwarte ich von der Stiftung und dem offiziellen Magazin des Wettbewerbs Sachlichkeit. Eine ganze Reihe von Artikeln im mit der Stiftung verbundenen P.T. Magazin lassen diese jedoch nicht mehr erkennen. Vor allem dem Thema ‚Frauenförderung’ wurde in dem Magazin in einer derart polemischen Art und Weise Raum gegeben, dass ich diesen Preis und damit das Magazin nicht mehr länger durch eine Schirmherrschaft unterstützen möchte. Insbesondere im Artikel von Ullrich Rothe in der Ausgabe 4 des Jahrgangs 2009 (‚Rettet unsere Söhne’) wird der Eindruck vermittelt, dass Jungen – obwohl sie nach den Aussagen des Autors gleiche Leistungen wie die Mädchen erbringen – stets bewusst benachteiligt würden. Vor dem Hintergrund, dass

  • Frauen nach wie vor in Führungspositionen erheblich unterpräsentiert sind,
  • Frauen immer noch das Gros der Care-Verantwortung im privaten Bereich tragen,
  • Frauen im Rahmen des Zuverdiener­innenmodells überwiegend in Teilzeitarbeitsverhältnissen arbeiten,
  • Frauen in typischen Frauenberufen (z. B. Altenpflege, Erziehungswesen) erheblich weniger verdienen als Männer in typischen Männerberufen (z. B. im gewerblich-technischen Bereich),
  • Frauen überwiegend im Niedriglohnbereich arbeiten, obwohl sie überwiegend nicht gering qualifiziert sind und
  • Frauen damit immer noch rd. 23% weniger verdienen als Männer,


kann ich nicht sehen, dass Frauen gegenüber Männern bevorzugt werden…Ich möchte in dem Zusammenhang darauf hinweisen, dass die Volkswirtschaften wirtschaftlich am erfolgreichsten sind, in denen die Gleichstellung der Geschlechter weit vorangeschritten ist. Die Bundesrepublik Deutschland gehört nicht zu ihnen. Ihren Hinweis im Impressum, dass namentlich gekennzeichnete Beiträge nicht unbedingt die Meinung der Redaktion wiedergeben müssen, kann ich in dem Zusammenhang nicht akzeptieren, zumal dieser Artikel innerhalb Ihrer Redaktion so konsensfähig gewesen sein muss, dass er sogar auf der Titelseite vermarktet wurde.“

Harald Wolf,
Senator für Wirtschaft,
Technologie und Frauen
des Landes Berlin

 

Anm. V.i.S.d.P.: Gäbe es die immer wieder behauptete Lohndiskriminierung, dann würden doch alle Firmen nur noch Frauen einstellen, um Kosten zu sparen. Seit mindestens acht Jahren ist dagegen schulische Benachteiligung von Jungen durch die PISA-Auswertungen unbestreitbar (Heft 1/2002 der Zeitschrift für Erziehungswissenschaft, Beiträge des Präsidenten der FU Berlin, Prof. Dieter Lenzen,…). 2006 musste der Nationale Bildungsbericht auf S. 71 geschraubt anerkennen: „Die spezifische Förderung von Jungen ist ein noch nicht eingelöstes Desiderat der Leseerziehung in Deutschland.“ Im Klartext: Obwohl Jungs noch immer häufiger Lese-, Schul- und Lebensverlierer sind und es bitter nötig wäre, das zu ändern, hatte sich nichts getan, weil das Thema durch „Gender Mainstreaming“-Debatten vermint ist. Die Reaktion des Senators für Wirtschaft, Technologie UND Frauen zeigt, dass sich bis heute daran nichts geändert hat.
Dr. Helfried Schmidt


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Leserbrief

Zu: P.T. Magazin 2/2012 - Die beste aller Welten

„Es ist immer wieder faszinierend wie Herr Dr. Schmidt, in seinen Editorials, die Stimmung der Mittelständler trifft. Und bei aller Verzagtheit in unserem Land immer wieder Worte des Mutes und der Zuversicht findet. Frau Tröger setzt mit dem Beitrag „Durchstarten 2012“ noch einmal einen drauf mit der Mahnung an uns Leser, dass vieles in unseren eigenen Händen liegt. Ich freue mich als positiver Mensch sehr, dass es mit dem PT Magazin ein Informationsmedium gibt, welches nicht mit zweifelhaften Vermutungen, sondern mit Fakten argumentiert und die positiven Seiten beleuchtet.
Hans-Jürgen Germerodt