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Globale Metamorphose
Von: Hermann Simon Im Prozess der Globalisierung findet eine regionale Verschiebung der Umsätze statt. Aus transatlantischen Unternehmen werden eurasische.
Noch kann man die Hidden Champions des deutschsprachigen Raumes als primär „transatlantisce Unternehmen“ bezeichnen, da Westeuropa und die USA die umsatzstärksten Regionen sind. Im Jahre 2005 trugen sie zusammen 68,1 Prozent zu den Umsätzen bei. Doch trotz eines Zuwachses des US-Anteils ist die Bedeutung der Region „Transatlantica“ insgesamt zurückgegangen, denn vor zehn Jahren waren es noch 76,8 Prozent.
Europa ade?
In Westeuropa erzielen die Hidden Champions nur noch etwa die Hälfte ihrer Umsätze. Bei 16,7 Prozent von ihnen ist der europäische Umsatzanteil sogar auf weniger als ein Viertel geschrumpft. Sehr stark zugenommen haben hingegen die Anteile von Osteuropa und Asien. Diese beiden Regionen sind um 125 bzw. 67,3 Prozent gewachsen und tragen heute schon ein Viertel zum Umsatz der Hidden Champions bei.
In den letzten zehn Jahren haben die über 1 200 mittelständischen deutschen Weltmarktführer eine unglaubliche Entwicklung vollzogen:
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Wenn die Entwicklung in den nächsten zehn Jahren so anhält, dann werden die Hidden Champions im Jahre 2015 knapp die Hälfte ihres Umsatzes im Osten, das heißt in Asien und Osteuropa, erzielen – ex oriente lux. Angesichts des bis dato anhaltenden Wachstums in den asiatischen Ländern erscheint das keineswegs als unrealistische Vision. Die Hidden Champions werden sich dann von transatlantischen zu eurasischen Unternehmen gewandelt haben.
In Triaden denken
Die Firma Mahr, weltweit die Nummer Drei in der dimensionellen Messtechnik, strebt – dem Triade- Konzept von Ohmae folgend – eine Gleichverteilung an und sagt: „Bei Mahr wird in Triaden gedacht. Mittelfristig sollten Absatz, Umsatz und Ertrag annähernd zu gleichen Teilen in Europa, Amerika und Asien erzielt werden.“ Es ist nicht auszuschließen, dass Asien in naher Zukunft das größte Gewicht in der Triade haben wird.
Der Umsatzanteil des Restes der Welt und damit die Bedeutung von Regionen wie Südamerika und Afrika haben dagegen für die Hidden Champions abgenommen. Das besagt nicht unbedingt, dass die Umsätze in diesen Regionen absolut gesunken sind.
Region | Umsatzanteile 1995 (in %) | Umsatzanteile 2005 (in %) | Veränderung bezogen auf 1995 (in %) |
Westeuropa | 61,9 | 50,6 | -18,3 |
USA | 14,9 | 17,5 | +17,4 |
Asien | 10,1 | 16,9 | +67,3 |
Osteuropa | 3,6 | 8,1 | +125,0 |
Rest | 9,5 | 6,9 | -27,4 |
Fokussierung auf Wachstumsregionen
Wegen des Konstantsummeneffektes (Summe = 100) ist dies vielmehr zwangsläufige Folge davon, dass sich das Wachstum der Hidden Champions vor allem aus Asien und Osteuropa speist. Wenn man bedenkt, welch enorme Anforderungen die internationale Expansion an die Human- und Finanzressourcen der Hidden Champions stellt, dann erscheint eine Fokussierung auf die wichtigsten Wachstumsregionen klug.
Die Herausforderungen, die allein diese Märkte stellen, gehen an die Grenze des Bewältigbaren. Die Verschiebungen in Richtung „Eurasia“ und damit weg von „Transatlantica“ und der südlichen Hemisphäre werden weitergehen. Die Hidden Champions des 21. Jahrhunderts werden, gemessen an ihrer regionalen Umsatzverteilung, Eurasier sein.
| Prof. Dr. Hermann Simon ist Chairman der Unternehmensberatung Simon-Kucher & Partners und Autor des Buches „Hidden Champions des 21. Jahrhunderts. Erfolgsstrategien unbekannter Weltmarktführer“ |
„Pflichtlektüre für alle, die die Erfolgsgeschichte des deutschen Mittelstandes verstehen wollen.“ BDI-Präsident Jürgen R. Thumann über Hermann Simons Buch „Hidden Champions des 21. Jahrhunderts. Erfolgsstrategien unbekannter Weltmarktführer“ |










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