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Wachstum durch Innovation - IFA 2006
Anlässlich der IFA-Auftakt-Pressekonferenz am 3. August 2006 in Berlin, nannte es Hans-Joachim Kamp, Mitglied des Aufsichtsrates der gfu "die Realität des Marktes, die uns veranlasst hat, die weltweit bedeutendste Messe für Consumer Electronics ab 2006 im jährlichen Rhythmus zu veranstalten". Es sei die besondere Dynamik der Branche, die den konsequenten Ausbau und die Weiterentwicklung des bewährten, einzigartigen IFA-Konzepts erforderlich gemacht hat.
Noch nie gab es unter dem historischen Berliner Funkturm, der in diesem Jahr 80 Jahre alt wird, eine solche Vielzahl an Medien-Innovationen, Technik-Premieren und Geräte-Highlights zu sehen wie auf der IFA 2006, die vom 1. bis 6. September ihre Pforten öffnet.
Das jährliche Konzept ist umgesetzt und wird von nationalen und internationalen Ausstellern gleichermaßen getragen. Das Investitionsvolumen der Aussteller liegt dabei deutlich über den Erwartungen.
Stabilität durch Kontinuität
Fast alle Großkonzerne der CE-Branche sind vertreten. Nach der erfolgreichen IFA 2005, die Rekordzahlen bei Ausstellern und Ausstellungsfläche erzielte, haben mehrere Firmen in diesem Jahr ihre Messestände deutlich vergrößert. Die harman consumer group international beispielsweise belegt die größere Halle 18. Weitere Unternehmen mit Wachstumspotenzial sind u. a. AMD, ATI, JVC, O2, Sony Ericsson und Toshiba. Auch Markenunternehmen wie Acer, Beko, Benq, Daewoo, Deutsche Telekom, Fujitsu Siemens, Grundig, Haier, Hisense, LG Electronics, Loewe, Navigon, Philips, Samsung, Sharp, Tom Tom sowie Vestel zählen zu den größten Ausstellern 2006.
Der Veranstalter, gfu und Messe Berlin sind fest davon überzeugt, dass durch den jährlichen Rhythmus das Ordergeschäft neuer Produkte noch professioneller betrieben werden kann. Dr. Christian Göke, Geschäftsführer der Messe Berlin: "Das Volumen der Ordergeschäfte war insgesamt über die Jahre diskontinuierlich. Hier werden sich zukünftig starke Konzentrationsbewegungen abspielen und vor allem Kontinuität im Geschäft bringen. Dass jetzt jedes Jahr im Herbst die Geschäfte abgewickelt werden können, wird für die internen Prozesse in den Unternehmen enorme positive Auswirkungen haben und die Vertriebsprozesse der großen Hersteller durch die jährliche IFA eine ganz andere Stabilität erhalten."
Mischung aus Innovation und Event
Hans-Joachim Kramp, der auch Vorsitzender des Fachverbandes Consumer Electronics im ZVEI und Vorsitzender des IFA-Ausschusses ist, bezeichnete die IFA als Leitmesse Nr. 1 unter den weltweiten CE-Messen. Die These "Dynamisches Wachstum durch Innovation" würde eindrucksvoll dadurch untermauert, dass im Jahr 2005 77 Prozent des Umsatzes mit TV-Gerätemodellen erzielt wurden, die weniger als zwölf Monate im Markt waren; 2000 betrug dieser Anteil nur 51 Prozent.
Junge Geräte sind innovativ und mit ihren neuen Möglichkeiten und ihrem Image für Konsumenten deshalb attraktiv. Gestiegene Umsätze in allen Gerätebereichen, die mit Innovationen aufwarten können, sind der Beweis dafür, dass die Kunden dies über ihr Kaufverhalten klar honorieren. Neben den modernen Bildschirmtechnologien LCD und Plasma, die erst knapp zehn Prozent des weltweiten TV-Gerätebestands stellen, weist der Bereich der mobilen Geräte enormes Steigerungspotenzial auf. Im Jahr 2005 wurden europaweit 160 Millionen Mobiltelefone, portable Navigationsgeräte, MP3-Player, digitale Kameras, Camcorder, Notebooks und ähnliche mobile Geräte verkauft. Alles Kategorien, die jung im Markt sind.
Diese Fakten haben die Verantwortlichen als Basis für die Weiterentwicklung aufgegriffen und die IFA mit ihrer unvergleichlichen Mischung aus Innovationen und Events noch attraktiver gemacht. Die IFA 2006 ist internationaler, unterhaltsamer, medienpolitischer und noch spezieller auf die Fachbesucher zugeschnitten.
IFA stärkt das 2. Halbjahr
Die erste Hälfte des Jahres 2006 nahm den Schwung aus dem Jahr 2005 nahtlos mit, das mit einer Umsatzsteigerung von 7,6 Prozent auf 21,712 Mrd. Euro die vorjährigen Erwartungen übertraf. Denn die Consumer Electronics-Branche hat sich durch Innovationen und den Generationswechsel zur Digitaltechnik dynamisch entwickelt und deshalb umsatzseitig gesteigert.
Den erwarteten Schwung für den Markt brachte die Fußball WM in Deutschland. So wurden im 1. Halbjahr 2006 - verglichen mit dem selben Zeitraum 2005 - rund 130 Prozent mehr LCD- und etwa 80 Prozent mehr Plasma-Fernsehgeräte verkauft. Der Monat Mai spiegelt dabei mit rund 500 000 verkauften Fernsehern den WM-Effekt deutlich wider.
Nach dem Verlauf des 1. Halbjahres 2006 zeigte sich Kamp auch für die zweite Jahreshälfte optimistisch. Einer der Gründe dafür sei die nun jährlich stattfindende IFA, die als bedeutendste internationale Messe der Consumer Electronics in bewährter Weise einen wichtigen Beitrag zum Marktwachstum leiste. Wie keine andere Branchen-Veranstaltung präsentiert sie das ganze Spektrum der Innovationen in der Öffentlichkeit. Mindestens ebenso wichtig ist ihre Funktion für den Handel und für die mehr als 100 000 internationalen Fachbesucher die erwartet werden. Für sie ist die Messe ein wichtiges Schaufenster für alle Produkte, Trends und Innovationen, die in den folgenden Monaten das Marktgeschehen und damit die eigene geschäftliche Entwicklung bestimmen. Entsprechend wird das Ordergeschehen auf der IFA auch 2006 wieder zu den wichtigsten wirtschaftlichen Impulsen der CE-Branche zählen. Von der für 2007 angekündigten Erhöhung der Mehrwertsteuer in Deutschland erwarten die Experten im letzten Quartal 2006 durch vorgezogene Käufe eine positive Auswirkung auf den Umsatz der Branche.
Das Bedürfnis nach Luxus steigt
Die attraktiven und innovativen Produkte der Branche werden in den kommenden Monaten ebenfalls für deutlich spürbare Nachfrage-Impulse sorgen. Für den Bereich der klassischen Unterhaltungselektronik wird deshalb mit einem Umsatzwachstum von rund elf Prozent auf knapp 14 Mrd. Euro gerechnet.
Erfreulich bei der aktuellen Marktentwicklung sei nach Kamp die Tatsache, dass das Markenbewusstsein eine Renaissance erlebt. Aktuell achten 83 Prozent der Kunden wieder zuerst auf Qualität und nur 17 Prozent auf den Preis. Jeder zweite Käufer eines No-Name-Artikels zieht beim Ersatzkauf wieder ein Markenprodukt vor. Das Gottlieb Duttweiler Institut in der Schweiz konstatiert: "Das Bedürfnis nach Luxus steigt." Für Marken-Qualität spricht aber auch die Dauerhaftigkeit der Produkte. Die GfK hat am Beispiel Fernsehgeräte ermittelt, dass Markenprodukte gut elf Jahre im Haushalt bleiben, während No-Name-Geräte bereits nach rund 4,5 Jahren ausgetauscht werden. Zudem spielt der Faktor Design eine zunehmende Rolle; von der Integration in das Wohnumfeld bis zur Individualität.
Hochkarätige IFA Trends 2006
Schon auf der IFA 2005 zählte HDTV zu den spannendsten Themen: Aussteller, Fachhändler und Privatbesucher erlebten den Aufbruch in eine neue Welt der Fernsehbilder. Die IFA 2006 präsentiert HDTV in Europa jetzt als marktreife Medienplattform mit einem rasch wachsenden Angebot an Programmen und Endgeräten. Die Gerätehersteller zeigen die Vielfalt serienreifer Empfänger - von der kabel- oder satellitentauglichen Set-Top-Box bis hin zum komplett ausgestatteten HDTV-Fernsehgerät.
Damit einher geht der Generationswechsel der Fernsehgeräte hin zu größeren, flachen LCD- und Plasma-Displays. Denn seit der IFA 2005 bestimmen diese Technologien das Marktgeschehen auf breiter Front. Die Kunden greifen vermehrt zu Geräten mit größeren Bildschirmen. Zum jetzigen Zeitpunkt sind bereits mehr als eine Million "HD ready"-Geräte in den deutschen und mehr als fünf Millionen in den europäischen Haushalten.
Mit der HD-DVD und der Blu-ray Disc feiern zwei optische Medienformate für High-Definition-Spielfilme und -Content ihre europäische Marktpremiere. Beide bieten ein Vielfaches der Datenkapazität einer herkömmlichen DVD - und eignen sich so für High Definition-Videos.
Mit den hochzeiligen Bildern erlebt auch der Heimkino-Ton einen Qualitätsschub. Sowohl die HD-DVD als auch die Blu-ray Disc geben die Soundtracks von Hollywood-Produktionen mit bis zu sieben vollwertigen HiFi-Kanälen und einem zusätzlichen Subwoofer-Kanal für die kraftvollen Bässe wieder. Neue digitale Tonformate können das akustische Geschehen mit dem vollen Datenumfang ohne Qualitätsabstrich reproduzieren.
Telekommunikationsunternehmen in ganz Europa bauen derzeit ihre Festnetze zu schnellen, medientauglichen Infrastrukturen aus. Sie schaffen damit die Grundlage für IPTV - für interaktives Fernsehen auf der Basis des Internet-Protokolls, verteilt über DSL-Netze, das vielfach schon als vierter Übertragungsweg für Fernsehen bezeichnet wird. In Deutschland werden IPTV-Dienste noch in diesem Jahr auf breiter Front starten. Damit ist die IFA praktisch Premieren-Veranstaltung für diese neue Medienplattform.
Neue Computerarchitekturen und Chip-Generationen stellen die Idee vom Medien-PC auf eine ganz neue Basis. Die dafür entwickelten Halbleiter und Computer sind in Berlin zu sehen. Die neuen Geräte können damit zum gewohnten Komfort konventioneller Unterhaltungselektronik aufschließen und kreieren auf diese Weise eine neue Generation der Unterhaltungselektronik, die das Beste aus der IT-Welt als Innenleben nutzt.
Der hohe Stellenwert der Mobilität spiegelt sich im stark wachsenden Segment der Navigationsgeräte. Vor allem portable Navigationssysteme erfreuen sich immer größerer Beliebtheit. Geräte, die man sowohl im Auto als auch in anderen Fahrzeugen oder gar zu Fuß nutzen kann. Sie haben den größten Anteil an der sprunghaft wachsenden Nachfrage. Die neuesten Navigations-Trends kann man auf der IFA 2006 selbst ausprobieren.
(Messe Berlin/besch)








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