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Halloren wächst zweistellig
Finanzdienstleistungen sind neues Betätigungsfeld
Die Halloren Schokoladenfabrik GmbH (Halle) hat erneut ein zweistelliges Wachstum erzielt. "Wir haben 2004 einen Umsatz von 27 Millionen Euro erreicht und damit mehr als 10 Prozent gegenüber dem Vorjahr zugelegt", sagte Geschäftsführer Klaus Lellé. Auch in den ersten 9 Monaten dieses Jahres lag der Umsatz knapp 11 Prozent höher als im Vorjahr. Hauptanteil daran habe das Aushängeschild der Firma, die Original Halloren Kugel. "Das zeitige Ostergeschäft und der späte Sommer in diesem Jahr kamen uns auch zugute", sagte Lellé.
Halloren sind mit über 200 Jahren Firmengeschichte heute die älteste produzierende Schokoladenfabrik in Deutschland. Rund 250 Beschäftigte gehören zur Firmengruppe. Zum Sortiment gehören über 100 Schokoladenprodukte, darunter auch die traditionell per Hand gefertigten Confiserieartikel. In Ostdeutschland hat das Schokoladenunternehmen laut Verbraucherstudien einen Bekanntheitsgrad von fast 100 Prozent.
Mit Blick auf die Unternehmensanleihen für private Geldanleger, die Halloren seit dem 20. Oktober 2004 in Eigenregie herausgab, sagte der Geschäftsführer: "Unsere Erwartungen an die Resonanz auf die Inhaber-Teilschuldverschreibungen wurden enorm übertroffen und innerhalb kurzer Zeit wurde die Anleihe weit überzeichnet ", "Aufgrund dessen mussten wir das Emissionsvolumen von 10 auf 12 Millionen erhöhen. Das Ziel, mit diesen Unternehmensanleihen von außen frisches Kapital in die Firma einzubringen, ist erreicht" sagte Lellé weiter.
An eine Neuauflage dieser Anlegeraktion sei vorerst nicht gedacht. Das jetzt eingebrachte frische Kapital soll den Angaben zufolge in Erweiterungsinvestitionen fließen. "Wir werden zum 25.10.2005 in unserem Stammhaus in Halle eine neue automatische Anlage zur Pralinenproduktion in Betrieb nehmen", sagte Lellé. Zudem liefen derzeit vertrauliche Verhandlungen zur Übernahme einer Firma.
Durch den großen Erfolg der Unternehmensanleihe sind viele mittelständische Unternehmen an die Halloren Schokoladenfabrik herangetreten, um dieses Finanzierungsinstrument für sich selbst zu nutzen und sich der Erfahrung von Halloren zu bedienen. "Wir haben zum 01.05.2005 eine Tochtergesellschaft, die Halloren Finanzdienstleistung gegründet, die zwischenzeitlich etliche Unternehmen aus den unterschiedlichsten Branchen berät", so der Geschäftsführer.
Halloren hat den Angaben zufolge trotz Turbulenzen am internationalen Rohstoffmarkt der Branche seit Jahren zweistellige Wachstumsraten erzielt. Das Unternehmen schreibe schwarze Zahlen. "Unser neues Schokoladenmuseum und der Fabrikverkauf haben uns im Vorjahr ebenfalls einen deutlichen Schub an neuen Kunden gebracht", sagte Lellé. Zum Museum gehört ein komplett aus Schokolade gestalteter Biedermeier-Salon - das Halloren Schokoladenzimmer.
Internet: www.halloren.de








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