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15 Jahre im Dienste der Gesundheit
“Hand in Hand for Children” ist eine internationale Hilfsbewegung, die in Deutschland zunehmend Wahrnehmung und Interesse findet. Hier ist es ihr Ziel, das Leiden krebskranker Kinder zu lindern und ihre Gesundung zu fördern. Im Vordergrund stehen Maßnahmen und Einrichtungen, die die enormen psychischen Belastungen der betroffenen Kinder und Eltern abfangen und mildern (www.charity.de).
Seit 2003 ist „Hand in Hand for Children e. V.“ auch in Namibia tätig. Im Vordergrund steht dabei, den ärmsten Kindern des Landes zu helfen. Die dramatische Lebenssituation tausender Kinder entsteht aufgrund des frühen Todes der Eltern, durch Krankheiten wie Aids, Krebs u. a. Hierdurch sind ganze Generationen geschwächt.
Viele prominente Künstler unterstützen den Verein, verzichten auf Gagen und stehen für Hilfsaktionen zur Verfügung. Mehr als sieben Mio. Euro Hilfsgelder konnten bisher realisiert werden.
Etwas abgeben und helfen
In einem Gespräch mit dem P.T. Magazin stand Steuerberater und Rechtsanwalt, Dr. Harald Grams, in seiner Funktion als Vorsitzender des Vereins „Hand in Hand for Children e. V.“, der in diesem Jahr sein 15-jähriges Jubiläum begeht, Rede und Antwort. Das Gespräch führte Bernd Schenke.
Herr Dr. Grams, Sie sind seit vielen Jahren einer der erfolgreichsten Anwälte im Medienbereich und ehrenamtlich Vorsitzender des Vereins. Reicht Ihre Zeit aus, um alle Verpflichtungen voll zu erfüllen?
Dr. Grams: Es ist ein gutes Gefühl, in der heutigen oft oberflächlichen Welt, etwas abzugeben und auch mit wenigen Mitteln helfen zu können. Deshalb nehme ich mir gerne die Zeit, unsere Aktivitäten weiter voranzubringen.
Wie fing alles an?
Dr. Grams: Die Vereinsmitglieder sind allesamt Idealisten. Gründungs-Anlass war die Geburt des gesunden Sohnes des Deutschland-Promoters, der die Tourneen der Music-Acts der Dancefloor-Szene realisierte. Er wollte den Kindern, denen es nicht so gut geht, Hilfestellung geben. Er fand in seinem Bemühen kompetente Menschen aus verschiedenen Medienbereichen. Es wurden große POP-Charitys organisiert, bei denen TOP-Stars honorarfrei mitwirkten, wie die Backstreet Boys, DJ BoBo, Peter Maffay, PUR, Ricky Martin, Nena und Vanessa Amorosi. Durch Eintrittsgelder, Vermarktung von Charity-Songs und TV-Rechte kamen die Hilfsgelder zusammen.
Ein BAMBI des Burda-Verlages
Welche Projekte haben Sie zuerst unterstützt?
Dr. Grams: Mit der ersten Charity waren wir Ostern 1996 in der Festhalle in Frankfurt/M. Der dortige Elternverein für krebskranke Kinder benötigte Hilfe in der Kinderkrebsklinik. Der Leiter, Prof. Kornhuber, informierte uns über die Gesamtsituation der krebskranken Kinder in Deutschland. Für bessere Behandlungen benötigte er technische Geräte, die wir für mehr als 50 Tsd. Euro angeschafft haben. Außerdem haben wir die Kinderkrebsklinik in Leipzig unterstützt, Elternvereinen Wohnungen mitfinanziert, in denen betroffene Eltern kostenfrei übernachten können, während die Kinder in der Klinik behandelt werden.
Welches war für Sie persönlich das bewegendste Projekt?
Dr. Grams: Alle Hilfsmaßnahmen haben ihren eigenen Stellenwert. Besonders nahe gegangen sind mir bewegende Situationen im Kinderhospiz der Björn Schulz-Stiftung. In diesem Sterbehospiz wird Kindern für die letzten Tage und Wochen ihres Lebens sowie ihren Angehörigen, insbesondere den Eltern und Geschwistern, das „Abschied nehmen“ in würdiger Weise ermöglicht. Für dieses Engagement wurde der Stiftung im Jahr 2009 vom Burda-Verlag der BAMBI-Preis verliehen.
Wo liegen aktuell die Schwerpunkte bei der Spendenbeschaffung?
Dr. Grams: Aufgrund der gesamtwirtschaftlichen Situation mussten wir neue Wege gehen. Es gibt inzwischen viele kleinere Aktionen und Aktivitäten, bei denen uns Prominente zur unterstützen, wie im Jahr 2009 die CD „Die etwas andere Weihnachtsgeschichte“, die bei Veranstaltungen von Thomas Fritsch, Udo Walz, Alexandra Kamp und Anne Menden vorgetragen wird.
Strahlende Kinderaugen als schönster Dank
Wohin steuert das soziale Engagement des Vereins?
Dr. Grams: Unterstützung und Förderung verschiedener Forschungsprojekte laufen weiter. Dabei geht es um die Erforschung ganzheitlicher Behandlungsmethoden gegen einzelne Erreger beim Kinderkrebs. Das hat den Vorteil, dass die Tumore direkt bekämpft werden, so dass Chemotherapien nicht mehr den ganzen Körper belasten. Auf diese Weise können Spätfolgen eingegrenzt werden. Außerdem sind wir seit Jahren mit dem Projekt „Helping Hands on Tour“ erfolgreich in den Kinderkrebskliniken in ganz Deutschland unterwegs. Hier finden auf den Stationen kleine Events statt. Luftballons, kleine Geschenke und Show-Künstler wie Dr. Musikus, ein Magier und Bauchredner sowie ein Clown bringen Abwechslung in den Klinik-Alltag. Begleitet werden diese Einsätze von prominenten Stars wie Moderator Franklin, Alexandra Kamp, Katy Karrenbauer, Magier Simon Pierrro und viele Andere. Für alle Beteiligten ist es eine große Freude, in strahlende Kinderaugen zu sehen. Eine Mutter sagte vielen Dank. Sie habe ihr Kind heute nach langer Zeit wieder lachend gesehen. Die Ärzte unterstützen das Ganze sehr, da die Kinder noch wochenlang von den Erlebnissen erzählen.
Wer und auf welche Weise können die Projekte noch unterstützt werden?
Dr. Grams: Wir konnten in der Vergangenheit einige Unternehmen für unsere Projekte begeistern. Firmen kamen mit dem Wunsch für ein soziales Engagement auf uns zu. Hieraus entwickelten sich gemeinsame Aktionen, die zum Erfolg führten. Wir können mit unseren Erfahrungen gern die Projekte mit den Firmen gemeinsam erarbeiten. In Deutschland gibt es viele Situationen in denen Kinder dringend Hilfe und Unterstützung benötigen.
Herr Dr. Grams, wir danken Ihnen für die Informationen und wünschen weiterhin Erfolg!
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Leserbrief
Zu: P.T. Magazin 3/2010
„Das Magazin liest sich kurzweilig, ist persönlich im Stil und kritisch. Interessant sind die Berichte und Anzeigen der vielen Mittelständler. Sie sind informativ und stellen ein gutes Medium dar, um neue Kontakte zu knüpfen.“
Christian Kalkbrenner

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