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Prognose 2009: Reisen von und nach Europa leicht rückläufig
Die ITB Berlin findet vom 11. bis 15. März 2009 statt. Parallel zur Messe läuft der ITB Berlin Kongress (11. bis 14.). Partner des ITB Berlin Kongresses sind die Fachhochschule Worms und das Marktforschungsunternehmen der Reiseindustrie PhoCusWright Inc. mit Sitz in den USA. Co-Host des diesjährigen ITB Berlin Kongresses ist die Türkei.
(ITB/besch) - Im Vorfeld der Messe wird für den Europatourismus 2009 ein leichter Rückgang erwartet. Dieser Trend könnte sich, angesichts der aktuellen Wirtschaftslage, noch verschärfen. Wer in Europa sein Gehalt in Euro bezieht, und trotz der Krise seinen Arbeitsplatz behält, sieht dagegen in den Destinationen außerhalb der Eurozone eine preislich interessantere Alternative.
So lauten die ersten Ergebnisse und Prognosen des „ITB World Travel Trends Report 2009“, der anlässlich der weltweit führenden Reisemesse ITB Berlin auf dem ITB Kongress vorgestellt wird.
Gesamtzuwachs nicht über einem Prozent
In dem von IPK International erstellten Report heißt es, dass bei den Ankünften erst ab 2011/2012 wieder mit neuen Spitzenwerten zu rechnen sei.
Dazu erklärt IPK Präsident und CEO Rolf Freitag: „Die mittel- und langfristigen Perspektiven für den europäischen Inbound- und Outbound-Tourismus sind gut. Allerdings gleicht keine Rezession der anderen. Niemand weiß, wie weit die Talfahrt der Wirtschaft gehen wird und wann der Aufschwung kommt. Ebenso wenig lässt sich vorhersagen, ob die Menschen sofort wieder reisen werden, wenn die Wirtschaft anzieht, oder ob sich der positive Trend erst mit Verzögerung auf den Tourismus niederschlagen wird."
Noch liegen IPK nicht alle Ergebnisse vor, doch nach dem für viele Destinationen positiven Rekordjahr 2007 wird der Gesamtzuwachs beim europäischen Inbound 2008 vermutlich nur noch knapp ein Prozent erreichen. Die schwache Wirtschaft in Europa und der Vertrauensschwund im III. und IV. Quartal hinterlassen deutliche Spuren.
Langstrecken-Quellmärkte verlieren Interesse
Einige populäre Destinationen des Vorjahres werden sich allerdings auch 2009 relativ gut gegenüber der Konkurrenz behaupten können. Die Daten der European Travel Commission zeigen für 2008 fast durchweg zweistellige Steigerungsraten bei den Ankünften in Bulgarien, Lettland, Österreich, der Slowakei und der Türkei. Deutschland, Estland, Kroatien, Österreich, Irland, Kroatien, Malta, Montenegro, Schweden und die Schweiz lagen bis November mit ihren Ergebnissen über dem Durchschnitt.
Dagegen verloren die Langstrecken-Quellmärkte mit dem Einsetzen der globalen Wirtschaftskrise rapide das Interesse an Europa. Die ETC erwartet für 2008 Einbrüche bei den Ankünften aus China, Japan, Südkorea und den USA. Die Anzahl indischer Europabesucher blieb demgegenüber stabil; einige Destinationen melden in diesem Segment sogar ein zweistelliges Plus.
Detaillierte Angaben zu den europäischen Perspektiven können erst gemacht werden, wenn der ITB World Travel Trends Report 2009 mit den Gesamtjahreszahlen 2008 vorliegt. Ungeachtet dessen erweist sich bereits heute der Wechselkurs als wichtiger Faktor der Reiseplanung. „Wir müssen davon ausgehen, dass die Destinationen in der Eurozone weiter unter der starken Währung leiden werden", erklärt Dr. Martin Buck, Direktor KompetenzCenter Travel & Logistics bei der Messe Berlin, die den IPK-Report regelmäßig in Auftrag gibt.
Nähere Reiseziele rücken in den Fokus
„Europäische Touristen entscheiden sich immer häufiger für preiswertere Destinationen außerhalb der Eurozone. Die Türkei meldet für 2008 Zuwächse von rund 13 Prozent und wird auch 2009 zu den Gewinnern des neuen Trends gehören", so Buck weiter.
Erste Ergebnisse des World Travel Trends Report 2009 deuten darauf hin, dass die Europäer künftig auch nähere Ziele wählen werden. „Da die Europäer über 50 Prozent aller Ankünfte weltweit ausmachen, ist das keine gute Nachricht für die Fernziele in Asien, Amerika und Afrika", erklärt Freitag. „Drei Prozent Wachstum beim europäischen Outbound in den ersten drei Quartalen 2008 sind ein Ergebnis, das sich 2009 kaum wiederholen wird. Insgesamt rechnen wir eher mit negativen Zahlen."
Deutschland und Großbritannien stehen für 35 Prozent der europäischen Auslandsreisen. Beide Länder durchleben derzeit eine Rezession, die mit steigender Arbeitslosigkeit einhergeht. Die Destinationen der Welt werden sich daher auf neue europäische Quellmärkte orientieren müssen: Länder wie Finnland, Norwegen, Russland und Schweden meldeten bereits für den größten Teil des Jahres 2008 überdurchschnittliches Wachstum beim Outbound.
„Der ITB World Travel Trends Report 2009 mit den kompletten Zahlen für 2008 und den aktuellen Wirtschaftstrends für das I. Quartal des laufenden Jahres wird bei der ITB Berlin im März vorliegen", teilt Dr. Buck mit. "Die Reisebranche wird dann genauer wissen, was sie 2009 und danach erwarten darf. Destinationen, die ihre Marketingstrategien den jüngsten Daten anpassen, werden diese schwierige Phase sicher besser überstehen."
Im Rahmen einer Erhebung zu den Reiseabsichten für die kommenden zwölf Monate befragt IPK International derzeit Outbound-Reisende in ganz Europa. Die Branche erhofft sich von dieser Studie Prognosen über die Auswirkungen der aktuellen Krise auf das Reiseverhalten. Das vollständige Kongress-Programm ist unter www.itb-kongress.de abrufbar.
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Leserbrief
Zu: P.T. Magazin 3/2010
„Das Magazin liest sich kurzweilig, ist persönlich im Stil und kritisch. Interessant sind die Berichte und Anzeigen der vielen Mittelständler. Sie sind informativ und stellen ein gutes Medium dar, um neue Kontakte zu knüpfen.“
Christian Kalkbrenner

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