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Samurai in Speyer
Das Historische Museum der Pfalz Speyer präsentiert die faszinierende Geschichte der berühmten Krieger

(Fotos: Peter Haag-Kirchner/Historisches Museum der Pfalz Speyer)

Schwertpaar (Daisho) eines Samurai. Seit 1603 durften nur die Samurai in Japan diese Schwerter tragen. Sie waren Statussymbol und Erkennungszeichen. Das größere Schwert nennt man Katana, das kleinere Wakizashi.

Einfaches Schwertstichblatt (Tsuba) mit Blüten und geometrischen Verzierungen. (19.Jh)

Einfache Halbmaske (Menpo) mit Kinnschutz.

Schwertstichblätter (Tsuba) aus verschiedenen Epochen. Schwertstichblätter sind vergleichbar mit Parierstangen. Ursprünglich wurden sie auch nur in dieser Funktion verwendet, doch nach und nach wurden die Darstellungen auf den Schwertstichblättern immer aufwändiger. Gerade in der Edo-Zeit, in der die Samurai nicht mehr in den Krieg zogen, entwickelten sich viele kunstvolle Varianten.
Nein, keine Invasion! Auch das hohe Hause Honda gibt sich nicht die Ehre, obwohl viele Blutlinien der Samurai in der japanischen Wirtschaft und Politik auch heute noch großen Einfluss haben. Die fremdartige Kriegerkultur hat Einzug gehalten in das Historische Museum der Pfalz. Wer waren diese Angehörigen einer japanischen Kriegerkaste und wie gelang es ihnen, ganz Japan über fast ein gesamtes Jahrtausend zu beherrschen?
In unzähligen Schlachten eroberten sie im 12. Jahrhundert die Spitze des Staates. Bis zum Ende ihrer Herrschaft Mitte des 19. Jahrhunderts schufen sie eine bis ins kleinste Detail durchstrukturierte Gesellschaftsordnung. Tausendfach gefaltete Schwertklingen, prachtvolle Rüstungen und ein fremdartiger Ehrenkodex... doch noch viel mehr verbirgt sich hinter den Samurai: eine faszinierende Kultur.
Teemeister und Wissenschaftler
Einzigartige Rüstungen, prachtvoll und erschreckend zugleich: kunstvoll geschmiedete Schwerter aus den Händen alter japanischer Meister, die Bühne eines Nô-Theaters – sowohl aufwändige Inszenierungen als auch hochkarätige Leihgaben ermöglichen es, die Welt der Samurai erstmals umfassend zu erleben.
Sie waren nicht nur mutige Kämpfer, sondern prägten die Kultur Japans als Dichter, Kalligraphen, Teemeister und Wissenschaftler. Äußeres Kennzeichen der herausgehobenen sozialen Stellung war das Schwertpaar Daisho.
Durchsetzungsfähig, entschlossen und mitfühlend, aber auch mutig und loyal, so lauten die Tugenden heutiger japanischen Führungskräfte. Diese Haupttugenden haben ihren Ursprung im Ehrenkodex der Samurai, dem „Bushidô - dem Weg des Kriegers“. |
Das Schwert
Im Gegensatz zu den meist geraden Schwertern der europäischen Ritter war das japanische Schwert leicht gebogen und mehr wie ein Säbel für den Hieb als für den Stoß ausgelegt. Es war rasierklingenscharf und Vorder-und Rückseite unterschiedlich gehärtet. Ein Treffer verursachte tiefe, einschneidende Wunden oder trennte Gliedmaßen ab.
Wie auch beim europäischen Adel des Mittelalters wurde der Verzierung des Schwertes und der Schwertscheide große Bedeutung zugemessen. Das Schwertstichblatt wurde zwischen Schaft und Klinge gestreckt, um die Hand vor einem Abrutschen vom Griff ins Schwertblatt zu schützen.
Der Kampf
Schwerter kamen erst zum Einsatz, nachdem alle Pfeile verschossen waren. Der Kampf lief als Duell indem der Krieger aus der Formation hervortrat und die Namen seiner Vorfahren rief, die ebenfalls Ruhm als Samurai erhielten, um sich dann einem ebenbürtigen Gegner zu stellen. Schlachten in geschlossenen Formationen mit massiver Verwendung der Lanze traten erst Ende 15. bis Ende des 16. Jahrhunderts Die Muskete drängte wie in Europa allmählich die Blankwaffen durch ihre Kostengünstigkeit und einfache Handhabung zurück.
bis 5. Oktober 2008 |
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Leserbrief
Zu: P.T. Magazin 3/2010
„Das Magazin liest sich kurzweilig, ist persönlich im Stil und kritisch. Interessant sind die Berichte und Anzeigen der vielen Mittelständler. Sie sind informativ und stellen ein gutes Medium dar, um neue Kontakte zu knüpfen.“
Christian Kalkbrenner

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Kommentar
www.museum.speyer.de







