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Donnerstag, 09. September 2010

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Kategorie: P.T. Reisen
Mittwoch 07. November 2007

Pisa Forum sagt Rekordjahr für Welttourismus voraus

 

Steigende Treibstoffkosten, schwankende Wechselkurse, höhere Luftfahrtsteuern und ständige Angriffe auf das Wohlergehen und die Sicherheit der Reisenden: Das sind nur einige der Herausforderungen, denen sich die globale Reiseindustrie 2007 gegenüber sah.

(Messe Berlin/besch) - Dennoch wuchs in den ersten acht Monaten dieses Jahres das Gesamtvolumen der Outbound-Reisen global um fünf bis sechs Prozent, womit ein anhaltendes Wachstum für das vierte Jahr in Folge erwartet wird. Und aller Voraussicht nach wird sich dieser Trend 2008, wenn auch etwas gedämpft fortsetzen.

Prognosen für 2007 deutlich übertroffen

Das war eines der Hauptergebnisse der Präsentationen und intensiv geführten Diskussionen der Welttourismusexperten, die sich vom 24. bis 26. Oktober anlässlich des 15. World Travel Monitor Forum in Pisa versammelt hatten.
Wie gewohnt wurde das als „Pisa-Forum“ bekannte Treffen in Zusammenarbeit mit der Europäischen Reisekommission von IPK International organisiert, dem Gründer und Herausgeber des World Travel Monitor Reports. 
Den Aussagen von Rolf Freitag, Präsident und CEO von IPK International, zufolge, ist dieses Wachstum - das die vor zwölf Monaten in Pisa aufgestellten Prognosen für 2007 übertrifft - größtenteils auf eine gesunde Weltwirtschaft, einen robusten Lufttransportsektor und eine wachsende Unempfindlichkeit gegenüber negativen Ereignissen und Entwicklungen zurückzuführen.

Ausbreitung der Low-Cost-Fluglinien

Trotz der Tatsache, dass beispielsweise der schwache US-Dollar das Reiseverhalten aus den USA und anderen vom Dollarkurs abhängigen Märkten beeinflusst hat, bleibt der generelle Trend davon unberührt. Andere wesentliche von den Delegierten des Pisa-Forums zitierte Faktoren sind die Ausbreitung und Ausdehnung der Low-Cost-Fluglinien – fast alle Regionen dieser Welt profitieren von diesem Trend – und die hohe Zunahme von Outbound-Reisen aus den Schwellenmärkten und den traditionell weniger reisefreudigen europäischen Quellländern.
„Das durchschnittliche Nachfragewachstum in den Welttourismusmärkten verdecke erhebliche Abweichungen sowohl zwischen den Regionen als auch von einem Quellland zum anderen“, so Freitag.

Von Januar bis August 2007 nahmen Outbound-Reisen in Europa um drei Prozent zu - angeführt von Spanien (+ 11 Prozent), Russland (+ 10) und Italien (+ 7) - wobei auch Norwegen, Irland, Schweden und Frankreich überdurch¬schnittliche Wachstumsraten erzielten. Dennoch enttäuschten bislang in diesem Jahr die Ergebnisse aus Deutschland und Großbritannien, Europas wichtigsten Outbound-Reisemärkten. Vor Ende 2007 ist kaum mit einer Besserung zu rechnen.

Ursachenunterschiede für zähes Marktverhalten

Im Falle Deutschlands führten die Pisa-Delegierten das zähe Marktverhalten auf die unsicheren Beschäftigungs¬perspektiven und die negativen Auswirkungen der dreiprozentigen Mehrwertsteuererhöhung zu Jahresbeginn zurück. Die Flaute auf dem Markt in Großbritannien ist auf eine drastische Anhebung der Abfluggebühren zurückzuführen. Ein weiterer Faktor sei die möglicherweise gesättigte Nachfrage nach kurzen Zweiturlauben mit Low-Cost-Fluglinien sowie die wachsenden Schwierigkeiten bei der Durchreise auf britischen Flughäfen aufgrund erhöhter Sicherheitsvorkehrungen und Grenzkontrollen.

Die Vertreter der USA, Kanadas und Kenias in Pisa beispielsweise bestätigten jedoch, dass die Nachfrage im Vereinigten Königreich nach Langstreckenreisen trotz eines stagnierenden Gesamtreisevolumens ein gesundes Plus verbuchen kann. Um die Relationen zu verdeutlichen: Den amtlichen Angaben des US-Handels¬ministeriums zufolge gab es im August bei Outbound-Reisen aus den USA gerade einmal einen einprozentigen Anstieg, was größtenteils dem schwachen Dollar geschuldet ist – während in Punkto Ausgaben und/oder Reisevolumen einige asiatische und lateinamerikanische Märkte um mehr als 20 Prozent zulegten.

Südkorea, Indien, Brasilien und China führten die Wachstumsriege der Schwellenländer an, wobei einige andere aufstrebende Märkte ihr Wachstumspotenzial unter Beweis stellten. Die World Tourism Organization (UNWTO) nennt dafür die Vereinigten Arabischen Emirate, Argentinien, Malaysia und Indonesien als Beispiele.

Boom bei Städtekurzreisen und Internetbuchungen

Entsprechend der Zunahme an Low-Cost-Flugangeboten gab es in diesem Jahr eine deutlich gestiegene Nachfrage nach Billigflügen. Nachdem die 2006 bereits um 15 Prozent zugelegt hatte, gab es in den ersten acht Monaten 2007 einen weiteren Anstieg um 17 Prozent – was 39 Prozent des Gesamtvolumens aller Flugreisen entspricht. Das erklärt hinreichend den anhaltend starken Boom bei den Städtekurzreisen 2007, die neben Touring-Reisen in diesem Jahr das bislang am schnellsten wachsende Marktsegment stellen.

Fast 40 Prozent aller Reisen in Europa – ein Anstieg um 13 Prozent gegenüber 2006 – werden derzeit zumindest teilweise über das Internet gebucht, während der Anteil der insgesamt durch Reisebüros getätigten Buchungen um einen weiteren Prozentpunkt auf 25 Prozent gesunken ist. Annähernd 60 Prozent aller Reisen sind Pauschalangebote – das heißt, sie beinhalten sowohl Beförderung als auch Unterkunft – auch wenn sie vom Reisenden selbst online zusammengestellt werden.

Entsprechend den Prognosen des Pisa-Forums vom November 2006 fordern Verbraucher zunehmend, ihre Reisepläne selbst gestalten zu können. Ein Umstand, der Online-Buchungen voraussichtlich weiterhin fördern wird.

Qualität ist das Schlagwort

Die Aussichten für 2008 bleiben gut, obwohl das Pisa-Forum zu dem Schluss kam, dass das Verbrauchervertrauen im US-Markt aufgrund der US-Immobilienkrise sinken werde und die Darlehenskrise möglicherweise die europäische Reisenachfrage beeinflussen könnte. Der sich wandelnde Markt ist unter anderem gekennzeichnet durch eine stärkere Orientierung in Richtung Gastfreundlichkeit, Authentizität und Tradition sowie durch eine zunehmende Nachfrage nach Einzigartigkeit, Individualität, Naturreisen und Nachhaltigkeit. „Qualität ist das Schlagwort, das ‚Geiz ist geil’ ablöst“, so Freitag.

Die vollständige Analyse der identifizierten Chancen und Bedrohungen sowie detaillierte Informationen über Trends in den verschiedenen Gebieten der Erde sind dem ITB/IPK World Travel Trends Report zu entnehmen, der in der 45. KW erschienen ist. Er kann unter www.itb-berlin.de /Presse-Service/Publikationen herunter geladen werden.


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Leserbrief

Zu: P.T. Magazin 4/2010

 

„Vertrauen ersetzt Kontrolle“

 

„Achim Kopp schildert ein wunderbares System. Zu jedem seiner Punkte beglückwünsche ich ihn. Das ist gut durchdacht und überzeugend praktiziert. Das funktioniert bei ihm besser als in jeder Familie. Das nenne ich Unternehmenskultur.“

Dieter Brandes