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Tropenparadies Ko Samui
Die „Kokosnuss-Insel“ im Golf von Thailand verzaubert ihre Besucher mit endlosen Palmenwäldern, bizarren Felsformationen, märchenhaften Wasserfällen, herrlich weißen Sandstränden und idyllischen Buchten. Von Ullrich Rothe/Martin Kutschke

Foto: Thailändisches Fremdenverkehrsamt

Foto: Thailändisches Fremdenverkehrsamt

Foto: Thailändisches Fremdenverkehrsamt
Mit knapp 250 qkm ist Ko Samui die drittgrößte Insel Thailands. Sie liegt rund 260 Seemeilen südlich von Bangkok. Aufgrund ihrer gut geschützten Lage durch andere Inseln hat Ko Samui sein eigenes tropisches Mikroklima mit hoher Luftfeuchtigkeit und durchschnittlichen Tagestemperaturen von 28 bis
38° C. Das Wasser ist das ganze Jahr über etwa 28° C warm.
Juli bis Ende November ist Regenzeit, was die Insel für Surfer und andere Wassersportler nicht weniger attraktiv macht. In diesem Zeitraum erhält die sonst so ruhige See einen rauen Schliff. Die Hauptreisezeit liegt zwischen Dezember und Februar, weil dann die Luftfeuchtigkeit wesentlich geringer ist.
Anfang des 19. Jahrhunderts ließen sich chinesische Kaufleute auf Ko Samui nieder. Sie waren sicherlich genauso begeistert wie die ersten Reisenden 150 Jahre später. Die beschleunigte Entwicklung der Infrastruktur setzte erst vor etwa 15 Jahren ein, um die enorm gestiegene Nachfrage nach Erholung bewältigen zu können. Hotelanlagen und Gastronomie wurden innerhalb kürzester Zeit aus dem Boden gestampft. Trotzdem gelang es, die Faszination und Schönheit der Insel als Magnet für Touristen zu bewahren.
Wegen ihrer geschützten Lage blieb Ko Samui von dem verheerenden Tsunami, der am 26. Dezember 2004 viele Urlaubsparadiese im Indischen Ozean verwüstete, völlig unberührt.
Obwohl die Insel mittlerweile zu einem der Top-Reiseziele im internationalen Tourismus geworden ist, wirkt sie dennoch nicht überlaufen, da die strengen Baubestimmungen verbieten, Gebäude zu errichten, welche die Palmenkronen überragen. Dadurch bleibt das Gleichgewicht zwischen Natur und Tourismus stets ausbalanciert.
Die Wirtschaft des Landes lebt vorwiegend durch den Export von mehr als zwei Millionen Kokosnüssen jährlich, die in Thailand den besten Ruf genießen. Diese gewaltige Menge ist den chinesischen Kaufleuten zu verdanken, welche gemeinsam mit den Einheimischen vor rund 200 Jahren einen Gürtel aus Kokospalmen auf der Insel pflanzten.
Wer das Eiland bequem auf eigene Faust erkunden will, sollte das Moped nutzen. Die 51 km lange Ringstraße entlang der Küste führt fast um die ganze Insel. Aber auch die Seitenstraßen lohnen sich, da das ländliche Leben der Einwohner tiefe Einblicke in die wahre Schönheit der Insel gibt. Allerdings herrscht Linksverkehr, und der Zustand der Straßen ist nicht mit deutschen Verhältnissen zu vergleichen. Erfahrung und viel Umsicht sind also zwingend geboten. Die wohl populärsten Strände an der Nord- und Ostküste sind Chaweng und Lamai. Rund um Chaweng liegt das Touristenzentrum der Insel, an dem Hotels, Restaurants und kleine Bars ihren Platz gefunden haben. Beschaulicher ist dagegen der kleinere Chaweng Noi Beach, an dem der ruhige Wellengang und der wunderschöne Strand für eine entspannende Atmosphäre sorgen. Unter den jüngeren und preisbewussteren Reisenden ist Lamai der beliebtere Strand. An ihm sind Diskotheken und Bars entstanden, die Tag und Nacht für Stimmung sorgen.
Im Nordosten von Ko Samui liegt der kleine Ort Bophut. Dort scheint die Zeit stehengeblieben zu sein. Von der Ursprünglichkeit des Fischerdorfes ist nichts verloren gegangen. Das betrifft nicht nur die Häuser, sondern auch die Menschen. Wie eh und je leben sie vom Fischfang und fahren deshalb jeden Morgen aufs Meer hinaus.
Das Luxushotel Dusit Santiburi befindet sich mitten im über vier Kilometer langen Mea Nam Beach. Der idyllische, mit zahlreichen kleinen Palmen bepflanzte Strand erinnert an typische Werbefotos von Südsee-Paradiesen.
Zwei Bootsstunden nordwestlich von Ko Samui liegt der Angthong Marine Nationalpark, der mit seinen 40 Inseln eine Fläche von 250 qkm umfasst. Ein Fünftel dieser Fläche ist Festland. Korallenriffe, Regenwälder und Kalksteinformationen machen einen Ausflug in den Nationalpark zu einem unvergesslichen Erlebnis. Die Insel Ko Sam Sao gehört zu den wohl schönsten Sehenswürdigkeiten der Region. Allein wegen ihres ausgedehnten Korallenriffs und dem riesigen, natürlich entstandenen Felsentor ist sie eine Reise wert – aber das ist eine andere Geschichte. Mehr Informationen über Ko Samui und weitere Inseln rund um Thailand gibt’s unter www.thailandtourismus.de und www.thailand-berater.de.
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Leserbrief
Zu: P.T. Magazin 3/2010
„Das Magazin liest sich kurzweilig, ist persönlich im Stil und kritisch. Interessant sind die Berichte und Anzeigen der vielen Mittelständler. Sie sind informativ und stellen ein gutes Medium dar, um neue Kontakte zu knüpfen.“
Christian Kalkbrenner

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