- Wirtschaft + Politik
- Regional
- Kultur
- Service
- Media-Daten
- Anzeigen-Galerie
- Ausgabe September/Oktober 2010
- Ausgabe Juli/August 2010
- Ausgabe Mai/Juni 2010
- Ausgabe März/April 2010
- Ausgabe Januar/Februar 2010
- Ausgabe November/Dezember 2009
- Ausgabe September/Oktober 2009
- Ausgabe Juli/August 2009
- Ausgabe Mai/Juni 2009
- Ausgabe März/April 2009
- Ausgabe Januar/Februar 2009
- Ausgabe November/Dezember 2008
- Ausgabe September/Oktober 2008
- Ausgabe Juli/August 2008
- Cover-Galerie
- P.T. Magazin-Archiv
- P.T. Abo
- P.T. Autoren
- Leserbriefe
- News-Archiv
- Shop
Madrid: Metropole im Rausch
Madrid überwältigt seine Gäste durch unvergleichliche Vielfalt. Ob Kunst, Kultur, Geschichte, Architektur oder Nachtleben: Die spanische Hauptstadt hat alles im Überfluss.
Großstädte pulsieren, heißt es. Für London, Paris oder Rom gilt das sicherlich auch. Nicht jedoch für Madrid. Hier wäre „pulsieren“ eine verächtliche Untertreibung – Madrid bebt! Je später der Abend, umso heftiger. Wer also ausgedehnte Partynächte dem Sonnenlicht vorzieht, der ist in der spanischen Hauptstadt genau richtig.
Sie hält für jeden Geschmack und alle Altersgruppen etwas bereit. Selbstverständlich gilt das nicht nur für Vergnügungssüchtige. Allein über die kulturellen Schätze Madrids könnte man ganze Bücher verfassen. Egal, wonach Sie suchen – in Madrid finden Sie es: Paläste, Museen, Kirchen, Baudenkmäler, Prachtstraßen, Bibliotheken, Theater, Parkanlagen und natürlich unzählige Restaurants, Bars und Kneipen.
Treffpunkte:
Plaza Mayor: Zentrum der Altstadt
Plaza de la Puerta del Sol: Mittelpunkt Madrids und ganz Spaniens
Plaza de España: 1920er-Jahre-Stil mit früher Hochhausarchitektur
Plaza de Cibeles: drei große Sehenwürdigkeiten – Kybelebrunnen, Palacio de las Comunicaciones, Banco de España
Schwer beeindruckt
Von der Vielfalt überwältigt war auch einer, der mit seinem Trabi schon (fast) den ganzen Globus bereiste. Aktionskünstler, Marketing-Genie und Weltenbummler D-ROLF (www.d-rolf.com) erzählt: „Man konnte meinen, dass alles vom Tourismusverband inszeniert wurde: die netten Leute, die ausgelassene Stimmung – ja sogar das Wetter. Am meisten beeindruckte mich das Nachtleben in der Innenstadt. In einfachen Kneipen tanzten schmucke Mädels in Jeans zum Kastagnettenklang. Der Wein hatte akzeptable Preise, und wir wurden trotz schlechter Spanischkenntnisse wie Freunde behandelt. Vom lockeren, aufgeschlossenen Umgang der Madrilenen mit den Touristen können unsere Landsleute noch eine Menge lernen.“
Das Feuer der Zigeuner
So richtig wach wird die Stadt erst am späten Abend. Besonders am Wochenende beginnt das Nachtleben nicht vor 22 Uhr. Beginnen sollte der Besucher mit einem Abendessen in einer der unzähligen Tapasbars. Diskotheken und Clubs öffnen selten vor Mitternacht. Hier wird dann bis in die Morgenstunden gefeiert. Vor dem Schlafengehen (zwischen 8 und 9 Uhr früh) bietet sich ein Frühstück in einem der ebenfalls zahlreich vorhandenen Cafés an.
Zu den vielen nächtlichen Attraktionen gehören die Flamenco-Auftritte einheimischer und zugereister Künstler. Obwohl sich das Herz des Tanzes in Andalusien befindet, ist er in Madrid allgegenwärtig. Hier gibt es einige der besten und interessantesten Flamencobühnen Spaniens, so auch das „La Soleá“. Eigentlich eine Kneipe im südspanischen Stil, treffen sich dort am Wochenende Gruppen zu spontanen Auftritten.
Das ist auch der ursprüngliche Flamenco – die pure Musik der Zigeuner. Die Tische stehen eng beieinander, und die Zuschauer lassen sich zu ebenso spontanen Einlagen mitreißen. Ein unbeschreibliches Erlebnis, welches das Publikum über alle Altersgrenzen hinweg vereint. Im „La Soleá“ sollte man allerdings schon vor Mitternacht erscheinen, sonst ist kein Platz mehr frei. Wer dem Flamenco wenig abgewinnen kann, für den gibt es in Madrid Alternativen im Überfluss. Ob heiße Salsa-Rhythmen, Latino-Musik, Jazz, Rock, Pop, Soul oder Techno – das Angebot übertrifft alles, was man aus Deutschland kennt.
Glanz und Gloria
Gleiches gilt für die Architektur der Stadt. Die Madrilenen blicken auf eine stolze und bewegte Geschichte zurück. Der Aufstieg begann im 16. Jahrhundert unter Phillip II., als die königliche Residenz hierher verlegt wurde. Im Stadtbild werden die Spuren der ehemaligen Weltherrschaft ebenso sichtbar wie die der Diktatur Francos und des modernen Spaniens.
Überall findet man historische Baudenkmäler, große Plätze, üppige Prachtstraßen und wundervolle Parkanlagen. Zentrum der Hauptstadt und des ganzen Landes ist der Plaza de la Puerta del Sol. Hier steht auch der Kilómetro Cero, traditioneller Ausgangspunkt der sechs Nationalstraßen.
Oberhalb des Puerta del Sol ist die berühmte Gran Vía (Große Straße) zwischen Banken, Kaufhäusern, Kinos und Restaurants eingebettet. Der Plaza Mayor mit der Reiterstatue Phillips des III. ist mit Sicherheit einer der schönsten Plätze Spaniens. Neben dem Rathaus Casa de la Villa beherbergt er zahlreiche Restaurants und Kaffees, in denen es stets von Touristen wimmelt.
Der Königspalast aus dem 18. Jahrhundert ist heute ein Museum mit 3 000 Räumen. Die prunkvollen Säle lassen den einstigen Reichtum des Landes erahnen. Nicht weniger als Magie schreibt man dem Plaza de Cibeles zu. In seiner Mitte, umrahmt von einem Brunnen, thront die Göttin Kybele auf einem Wagen, der von zwei Löwen gezogen wird. Der großzügig angelegte Retiro-Park ist die grüne Lunge Madrids. Hier trifft man sich zum Flanieren zwischen Grünflächen und kleinen Seen, sucht Entspannung oder lässt sich von Musikgruppen, Gauklern und Kartenlegern unterhalten.
Sehenswert :
- Königspalast
- Kathedrale La Almudena
- Puerta de Alcalá
- Kybelebrunnen
- Moncloa-Turm
- Templo de Debod
- Retiro-Park
Bilderflut
Kunstliebhaber kommen in der Drei-Millionen-Metropole vor allem durch die berühmten Sammlungen auf ihre Kosten. Seine 7 000 Gemälde machen „El Prado“ unweit vom Plaza de Cibeles zu einem der wichtigsten Malereimuseen der Welt. Mit Bildern von Goya, El Greco, Toulouse-Lautrec, van Gogh, Rubens oder Velázquez findet man im Prado ein breites Spektrum europäischer Kunst. Empfehlenswert ist auch das Museo Reina Sofía mit Werken von Dalí oder Picasso. Weltweiten Ruf genießt ebenso das Museo Thyssen-Bornemisza. Es enthält rund 800 Gemälde aller Kunstepochen ab dem 14. Jahrhundert.
Museen:
El Prado: gehört zu den wichtigsten Malereimuseen der Welt
Centro de Arte Reina Sofía: ergänzt das Prado um Werke der Moderne
Museo de Arte Thyssen-Bornemisza: eine der weltweit bedeutendsten Privatsammlungen mit Gemälden ab dem 14. Jahrhundert
Archäologisches Museum: Objekte aus prähistorischer Zeit bis ins Mittelalter
Doch ganz gleich, welcher Faszination der Besucher Madrids erliegen mag: An ein ungeschriebenes Gesetz muss sich jeder halten, das weiß auch der weitgereiste D-ROLF: „Eins darf man dort nie – die Siesta stören!“
zurück
Das Prinzip iloxx
Günstige Transportlösungen für Gewerbetreibende – neue Kundenschichten für Logistiker [mehr]
Die Tücken des Sündenerlasses
NOVO-Autor Thilo Spahl zur Diskussion über ökologische Fußabdrücke [mehr]
Leserbrief
Zu: P.T. Magazin 3/2010
„Das Magazin liest sich kurzweilig, ist persönlich im Stil und kritisch. Interessant sind die Berichte und Anzeigen der vielen Mittelständler. Sie sind informativ und stellen ein gutes Medium dar, um neue Kontakte zu knüpfen.“
Christian Kalkbrenner

drucken
Kommentar









