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Montag, 06. September 2010

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Kategorie: P.T. Kapital
Mittwoch 14. März 2007

Heuschrecken im Mittelstand

 

Drei Viertel aller Unternehmen lehnen Private Equity-Gesellschaften ab und bevorzugen mezzanine Finanzierungen

(Foto: PixelQuelle.de)

Einer aktuellen Studie des DIHK zufolge lehnen rund drei Viertel aller deutschen Unternehmen ein Investment seitens Private Equity-Gesellschaften ab; selbst dann, wenn sich das Unternehmen in einer Finanzierungskrise befinden sollte.

Souveränität entscheidend

"Die Branche schafft es nicht, ihr schlechtes Image beim Mittelstand loszuwerden und das Vertrauen zurückzugewinnen," so Wirtschafts- und Steueranwalt Björn Katzorke von der auf mezzanine Beteiligungsmodelle spezialisierten Dr. Werner, Dr. Gündel & Collegen Rechtsanwaltsgesellschaft mbH aus Göttingen.

Das verwundert nicht. So lassen sich die Beteiligungsgesellschaften doch meist nur auf ein Investment gegen Mehrheitsbetiligungen ein oder erwarten sonstige Mitspracherechte im Unternehmen. "Der Unternehmer verliert seine Souveränität. Und das gefällt ihm nicht," legt Katzorke weiter dar. Das belegt auch die DIHK-Studie.

Rund 20 Prozent der befragten Mittelständler bevorzugen Investoren,die ihrem Unternehmen durch stille Beteiligungen Kapital zufließen lassen. Bei dieser Form der mezzaninen Finanzierung kann eine Mitsprache weitestgehend ausgeschlossen werden.

Philosophie-Wechsel nötig

"Für die mittelständischen Unternehmer ist es enorm wichtig, weiter eigener Herr im Haus zu bleiben. Durch die flexiblen Ausgestaltungsmodalitäten von Mezzanine-Kapital ist dies auch möglich. Weiterhin kann die Beteiligung in der Bilanz als Eigenkapital gebucht werden und die Ausschüttungen zählen steuerlich nicht als Gewinnausschüttungen,sondern als Aufwand. Mezzanine-Kapital verbindet somit die Vorteile von Eigenkapital mit denen von Fremdkapital," bringt es Katzorke auf den Punkt.

Ob davon auch die Private Equity-Gesellschaften und Finanzinvestoren profitieren können, erscheint fraglich. "Dazu müssten sie wohl Ihre Philosophie ändern," resümiert Katzorke.


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Zu: P.T. Magazin 3/2010

„Das Magazin liest sich kurzweilig, ist persönlich im Stil und kritisch. Interessant sind die Berichte und Anzeigen der vielen Mittelständler. Sie sind informativ und stellen ein gutes Medium dar, um neue Kontakte zu knüpfen.“

Christian Kalkbrenner