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Das Schaufenster verkauft mit
MIDORA - Leipzig
"Das Schaufenster eines Juweliers ist sein bester Verkäufer!" Dass diese These stimmt, wird Dekorationsexpertin Nora Claus im neuen Schaufenster-Forum der MIDORA Leipzig vom 9. bis 11. September 2006 unter Beweis stellen.
Sie spricht über wichtige Grundlagen der Schaufenster-Gestaltung und gibt praktische Tipps zur Dekoration. Seit nunmehr 25 Jahren beschäftigt sich die Fachfrau mit der Thematik, schult Juweliere, kreiert Deko-Inszenierungen für internationale Schmuckfirmen und schreibt für Fachzeitschriften.
"Das Schaufenster ist für den Juwelier imagebildend ", betont Nora Claus. "Vom ihm kann man auf die Qualität des Geschäftes schließen. Zudem soll es Lust machen, hereinzukommen. Also muss es entsprechende Anreize, Inspirationen und Eindrücke bieten." Weniger sei dabei oft mehr, meint die Expertin, denn 15 Sekunden müssten reichen, um das Fenster als Ganzes zu erfassen.
"Überladene Schaufenster vermitteln Unruhe und Chaos", kritisiert sie einen der häufigsten Fehler. Denn das Auge brauche auch Zeit zum Ausruhen. Wenn das Schaufenster in ein "Schmucksuchspiel" ausartet, habe es seinen Zweck verfehlt. Um eilige Passanten anzuziehen, seien vor allem Blickfänge notwendig.
Wie aber dekoriert man die Ware, um attraktiv auf Passanten zu wirken? Wichtig sei erst einmal die gedankliche Vorarbeit, eine tragende Idee, ein roter Faden der Gestaltung, erklärt Nora Claus. "Der Juwelier muss sich beispielsweise fragen: Welche Events oder jahreszeitlichen Anlässe kann ich für mein Schaufenster aufgreifen? Welche visuellen Trends aus Mode, Design, Kunst und Architektur geben einen packenden Blickfang her?" Diese Trends könne man bei der Gestaltung des Fensters zitieren, um die Wirkung der Schmuckstücke zu verstärken.
Wie eine Theaterbühne müsse das Schaufenster inszeniert werden, mit Bühnenbild, Licht und Schauspielern - der Ware. Dann würde auch die "AIDA"-Formel funktionieren: Attention, Interest, Desire, Action, sprich: Aufmerksamkeit gewinnen, Interesse erzielen und Wünsche wecken, denen die Kaufhandlung folgt.
Und wie oft sollte man ein Schaufenster neu dekorieren? Hier lässt die Fachfrau keine Kompromisse gelten: "Alle sechs Wochen muss eine neue Gestaltung sein. Ausgebleichte, staubige Untergründe sind eine Todsünde. Schmuck ist Luxus und darf durch ein schmutziges Umfeld nicht entwertet werden." Zudem dürfe keine Langeweile aufkommen, es müsse immer wieder ein neuer Aha-Effekt erzielt werden.
Auf keinen Fall dürfe ein Juwelier am Schaufenster sparen, weil er damit die Botschaft vermittle: "Mir geht es schlecht".
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Leserbrief
Zu: P.T. Magazin 4/2010
„Vertrauen ersetzt Kontrolle“
„Achim Kopp schildert ein wunderbares System. Zu jedem seiner Punkte beglückwünsche ich ihn. Das ist gut durchdacht und überzeugend praktiziert. Das funktioniert bei ihm besser als in jeder Familie. Das nenne ich Unternehmenskultur.“
Dieter Brandes

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