Innovation, Berlin-Brandenburg, Deutschland

Brandenburg

Nach der Wende von hoher Arbeitslosigkeit geplagt, ist Brandenburg heute der Wachstumsmotor im Osten Deutschlands. Worauf basiert der Erfolg?
Steg am Stechliner See in Neuruppin
Steg am Stechliner See in Neuruppin (Bild: beakfotografie/fotolia.com)
Oranienburg ist das Takeda Kompetenzzentrum für die Produktion von festen Arzneimitteln. Rund 600 Mitarbeiter produzierten hier im Jahre 2013 rund 8 Milliarden Tabletten und Kapseln.
Oranienburg ist das Takeda Kompetenzzentrum für die Produktion von festen Arzneimitteln. Rund 600 Mitarbeiter produzierten hier im Jahre 2013 rund 8 Milliarden Tabletten und Kapseln. (Bild: Takeda/S. Bolesch)
Filmstudio Babelsberg / Watertank
Filmstudio Babelsberg / Watertank (Foto: Studio Babelsberg AG)
Hasso-Plattner-Institut (HPI) Im Foyer des Hauptgebäudes.
Hasso-Plattner-Institut (HPI) Im Foyer des Hauptgebäudes. (Foto: HPI / Dirk Laessig)

Das Land Brandenburg hat sich seit seiner Wiedergründung 1990 zu einem modernen Wirtschaftsstandort entwickelt. Der vor nunmehr 26 Jahren begonnene, abrupte Umbau von der Plan- zur Marktwirtschaft war für alle Beteiligten ein sehr steiniger Weg.

Alte Märkte brachen weg, neue mussten erschlossen werden. Betriebe wurden geschlossen, die Arbeitslosigkeit stieg beständig und erreichte ihren Höchststand mit 20,9 Prozent im Februar 1998.

Heute hat sich das Bild erfreulicherweise stark gewandelt. Die gerade veröffentlichten Wachstumszahlen für 2015 kommentiert Andreas Fleischer, stellvertretender Hauptgeschäftsführer der Unternehmensverbände Berlin-Brandenburg (UVB) folgendermaßen:

„Das Wirtschaftswachstum in Berlin und Brandenburg übertrifft alle Erwartungen. Die Hauptstadtregion ist das Powerhouse der Republik. Berlin liegt mit einem Plus von 3,0 Prozent nur knapp hinter dem bundesweiten Spitzenreiter Baden-Württemberg. Brandenburg auf Rang drei ist das mit Abstand dynamischste Bundesland im Osten. Beide Länder lassen den Bundesdurchschnitt weit hinter sich. Die Unternehmen sind bestens aufgestellt. „

Ebenfalls sehr positiv: Mit einer Selbstständigkeitsquote von 12 Prozent liegt das Land über dem bundesdeutschen Durchschnitt (10,3 Prozent). Die Arbeitslosigkeit ist mit 8,3 Prozent auf einen historischen Tiefstand gesunken. Zwischen Prignitz, Uckermark, Fläming und Lausitz wurde ein Wandel hin zu innovativen Unternehmen mit nachgefragten Produkten vollzogen. Das Land gehört zu den Wachstumsmotoren im Osten Deutschlands.

Stärken stärken

Die Industrie ist der Motor für Fortschritt, Wertschöpfung und Wohlstand. Davon profitieren auch kleine und mittlere Unternehmen, die das Rückgrat der märkischen Wirtschaft geworden sind. Der eingeschlagene Weg, die Förderung auf die wirtschaftlichen Stärken zu konzentrieren, hat sich bewährt. Deswegen bleibt der Grundsatz „Stärken stärken“ auch übergeordnetes Ziel der Förderpolitik.

Die im Jahr 2011 beschlossene „Gemeinsame Innovationsstrategie“ der Länder Berlin und Brandenburg (innoBB) formulierte einen erweiterten Gestaltungsrahmen für eine über Ländergrenzen hinausgehende Entwicklung der Hauptstadtregion hin zu einem international wettbewerbsfähigen Innovationsraum. Sie ist das Ergebnis einer bereits 2007 eingeleiteten erfolgreichen Kooperation aller innovationspolitischen Akteure beider Länder. Die Strategie sieht eine noch engere länderübergreifende Abstimmung vor, um Kräfte zu bündeln und sich so im globalen Wettbewerb der Standorte optimal positionieren zu können.

Die innoBB setzt zur Stärkung und weiteren Schärfung des Standortprofils auf den zielgerichteten Auf- und Ausbau von Clustern mit hohem Entwicklungspotenzial. Die Clusterstrukturen der Hauptstadtregion manifestieren sich in den Bereichen Energietechnik, Gesundheitswirtschaft, IKT, Medien- und Kreativwirtschaft, Optik, Verkehr, Mobilität und Logistik. Unter Einbeziehung von 26 Städten und Gemeinden hat die Landesregierung darüber hinaus in allen Teilen des Landes 15 regionale Wachstumskerne ausgewiesen, die ressortübergreifend unterstützt werden und Vorrang in verschiedenen Förderrichtlinien genießen.

Allein im Jahr 2014 erfolgten 96 Prozent aller Ansiedlungsprojekte in Clustern. Bei Innovationsprojekten waren es 84 Prozent. Das ging einher mit Förderzusagen für Investitionen von mehr als 1,7 Mrd. Euro und zu fast 3.400 neuen Arbeitsplätzen. Von denen entfiel nahezu die Hälfte auf die Industrie.

Alles aus einer Hand

Brandenburg bietet als erstes deutsches Bundesland Wirtschafts- und Arbeitsförderung über die sogenannte „one-stop-agency“ aus einer Hand. Gemeinsam unterstützen die Zukunftsagentur Brandenburg GmbH (ZAB) und die Investitions- und Landesbank Brandenburg (ILB) diese eigens dafür gegründete Agentur. Von ihr profitieren sowohl Brandenburger Unternehmen als auch Neuansiedlungen aus aller Welt.

Die ausgereichten Förderungen sind konsequent auf die wirtschaftlichen Stärken des Landes ausgerichtet und befördern die positive Entwicklung der Branchen, Cluster und Wachstumskerne. Auf Grund einer engen Zusammenarbeit mit den Brandenburger Wirtschaftskammern und den regionalen Wirtschaftsförderern hat die ZAB seit ihrer Gründung im Jahr 2001 im Rahmen von 5.909 von ihr betreuten Projekten rund 48.120 neue Arbeitsplätze geschaffen. Die ILB hat mit ihrem bisherigen Fördervolumen von 35 Mrd. Euro Investitionen in Höhe von 71 Mrd. Euro angeschoben, die unter anderem in der gewerblichen Wirtschaft zu 141.000 neuen Arbeitsplätzen führten.

Standort weltweit gefragt

Anteil an dieser positiven Entwicklung haben auch deutsche und ausländische Konzerne wie der in 70 Ländern präsente japanische Pharmakonzern Takeda, der am Pharmastandort Oranienburg eine weitere neue Produktionsstrecke in Betrieb nimmt.

Das Engagement des österreichischen Dämmstoff-Spezialisten Austrotherm in Wittenberge – wo auf 114.000 qm eine hochmoderne Produktionsstätte errichtet wird – ist auf die perfekte Beratung und Betreuung des Investors, schnelle Genehmigungsverfahren, eine hohe Industrieaffinität und die gute Infrastruktur vor Ort zurückzuführen.

Beim weltweit führenden Triebwerkhersteller Rolls-Royce Deutschland arbeiten am Standort Dahlewitz 2.400 Mitarbeiter aus mehr als 50 Nationen. Die Entscheidung für die Ansiedlung im Brandenburgischen basierte auf der vielfältigen Unterstützung durch das Land – wie günstige Flächen und die Schaffung benötigter Infrastruktur.

80 Jahre ist Schwarzheide in diesem Jahr Chemiestandort. In der BASF Schwarzheide GmbH sind 1.800 Mitarbeiter beschäftigt – der größte Arbeitgeber in der Lausitz. Von der knapp eine Milliarde Euro Jahresumsatz werden millionenschwere Investitionen in die Instandhaltung und Erweiterung der Produktionsanlagen investiert.

Auf dem Weg zum Papierhersteller Nr. 1 in Deutschland befindet sich Schwedt/Oder. Die deutsche Leipa Georg Leinfelder GmbH und die finnische UPM produzieren gegenwärtig mehr als eine Million Tonnen Papier.

Zu den größten industriellen Arbeitgebern im Land gehört die Mercedes-Benz Ludwigsfelde GmbH. Mehr als 2.000 Beschäftigte produzieren an einem der wichtigsten Standorte für Nutzfahrzeuge den Kleintransporter „Sprinter“, von dem täglich 200 Exemplare in rund 130 Länder versendet werden.

Mehr als 120 Mio. Euro investiert der Getriebespezialist ZF Friedrichshafen GmbH bis zum Jahr 2018 an seinem Standort Brandenburg an der Havel in Erweiterungsvorhaben. Die rund 1.200 Mitarbeiter werden dann mittels einer neuen Produktionslinie bis zu 200.000 Doppelkupplungsgetriebe jährlich ausliefern können.

Ohne regelmäßige Millioneninvestitionen in den Metallurgiestandort Eisenhüttenstadt, würde die Arcelor Mittal Eisenhüttenstadt (AMEH) nicht in der obersten Stahlliga spielen. Die Autoindustrie gehört zu den wichtigsten Märkten des Unternehmens, das zum weltgrößten Stahlhersteller Arcelor Mittal gehört.

Die Kjellberg Finsterwalde Plasma und Maschinen GmbH – vom Schweden Oscar Kjellberg 1922 gegründet – weltweit führend bei der Produktion von Schweißelektroden, Schweißtechnik und Plasmaschneidanlagen, exportiert mehr als 70 Prozent seiner Erzeugnisse in mehr als 60 Länder. China und Indien gehören zu den größten Absatzmärkten.

Neu nach Brandenburg gekommen ist in letzter Zeit unter anderem die Gonvarri Steel. Der spanische Spezialist im 3D-Laserschneiden von Karosserieteilen investiert in Ludwigsfelde. In Schwedt/Oder siedelt sich die A&W Apparate & Wärmetauscherbau an. Der Schweizer IT-Dienstleister Enersis Suisse hat sich mit seiner deutschen Tochtergesellschaft in Dreilinden angesiedelt.

Der digitale Wandel

Die starke Brandenburger Industrielandschaft zeichnet sich durch hohe Dynamik und starke Innovationskraft aus. Sie wird mitgetragen von mehr als 1.200 Unternehmen mit rund 100.000 Beschäftigten. Um diese Entwicklung zu stabilisieren, will die Landesregierung insbesondere die kleinen und mittelständischen Unternehmen enger, intensiver und vor allem regelmäßig in Kooperationen mit der Wissenschaft führen, damit innovative Produkte, Verfahren, Materialien und industrienahe Dienstleistungen kontinuierlich entwickelt werden können.

Die Basis bildet die Innovationsstrategie innoBB, in der sich das Land – im Gleichklang mit Berlin – auf die wichtigsten Industriebranchen der Hauptstadtregion konzentriert.

Im Kern geht es darum, die Betriebe mit Experten aus Forschung und Entwicklung an den Hochschulen und außer-universitären Forschungseinrichtungen zu vernetzen, um innovative Ideen zu marktfähigen Produkten, Technologien und Verfahren weiter zu entwickeln. Es geht auch darum, den Wissenstransfer von Hochschulen und Forschungseinrichtungen in Unternehmen zu erleichtern.

Denn die breit aufgestellte Forschungs- und Entwicklungslandschaft in Berlin-Brandenburg ist für ansässige und sich ansiedelnde Unternehmen ein besonderer Standortvorteil. Sie gehört europaweit zu den Regionen mit den meisten Forschungsinstituten, Universitäten, Hoch- und Fachhochschulen sowie Technologie- und Gründerzentren. Brandenburg verfügt allein über 8 Universitäten/Hochschulen und mehr als 30 außeruniversitäre Forschungseinrichtungen.

Mit dem Hasso-Plattner-Institut (HPI) und dem vom Namensgeber und Mäzen gegründeten SAP Innovation Center besitzt die Landeshauptstadt Potsdam ein Juwel: Ein Innovationszentrum, das als Forschungs- und Ausbildungszentrum dient und in dem die nächste Generation von Software-Lösungen gemeinsam mit den Kunden entwickelt wird. Mit dem hochgesteckten Leitbild “Silicon Sanssouci” eröffnen sich neue Möglichkeiten und der Zugang zu Informationen, um fundiertes Handeln zu fördern, Raum für Innovationen zu schaffen und zu sichern, dass Unternehmen kreativ, leistungsfähig und gut vernetzt bleiben. Seit 2015 gibt es am Potsdamer Institut das HPI Future SOC Lab. Es ist mit modernster Hard- und Software ausgestattet und wirbt mit namhaften IT-Konzernen wie Fujitsu, Hewlett-Packard und EMC.

An der Brandenburgischen Technischen Universität Cottbus-Senftenberg gibt es ein weiteres und neues Angebot. Das 2015 eingerichtete „Innovationszentrum Moderne Industrie Brandenburg“ orientiert sich gezielt an kleine Betriebe mit Beratungsbedarf in Sachen Digitalisierung. Das Herzstück des Innovationszentrums, angesiedelt am Lehrstuhl Automatisierungstechnik, ist das Angebot sogenannter Innovations-Check-ups. Wissenschaftler aus dem Cottbuser Zentrum analysieren für die Ratsuchenden den Modernisierungsbedarf in den Betrieben. Die Empfehlungen können dann mit Unterstützung brandenburgischer Hochschulen und außeruniversitärer Einrichtungen umgesetzt werden. Zudem können sich Unternehmen vor Ort in Cottbus in einer Modellfabrik die Möglichkeiten von Digitalisierung und Automatisierung anhand von Beispielen demonstrieren lassen. Mit diesem Angebot hat Brandenburg deutschlandweit die Nase vorn.

Smart Capital Region

Brandenburg ist nicht nur ein Industrieland – es ist auch ein Energieland. Das Cluster Energietechnik Berlin-Brandenburg zählt mit 6.200 Unternehmen und mehr als 56.0000 Beschäftigten zu den starken Wachstumstreibern der deutschen Hauptstadtregion.

Die Digitalisierung ist eine Voraussetzung für ein „intelligentes Energienetz“. Dieses soll nicht nur den Energieverbrauch oder die eingespeiste Energiemenge messen, sondern auch Spannungsausfälle protokollieren und die Netzbetreiber mit wichtigen Informationen versorgen, damit diese zeitgenau Erzeugung, Netzbelastung und Verbrauch aufeinander abstimmen können. Insbesondere bei der Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien – mit je nach Wetterlage schwankenden Einspeisemengen – ist es erforderlich, Netze, Erzeugung und Verbrauch effizient und intelligent, also digital miteinander zu verknüpfen.

Wie regenerative Überschüsse aus Brandenburg in der Hauptstadtregion genutzt werden können, zeigt beispielhaft das von der Landesregierung unterstützte Projekt „Smart Capital Region“ der Brandenburgischen Technischen Universität Cottbus-Senftenberg.

Das Projekt ist Bestandteil des von der Bundesregierung geförderten „Schaufensters Elektromobilität Berlin-Brandenburg“. Der Fokus von „Smart Capital Region“ liegt auf der Integration von Elektrofahrzeugen in den Energiemix Berlin-Brandenburg 2030. Dabei wird ein intelligentes Strom- und Wärmeversorgungskonzept für die Hauptstadtregion mit einem möglichst hohen Anteil an regenerativen Energien und Elektrofahrzeugen entwickelt. Dieses Projekt trägt zur weiteren erfolgreichen Umsetzung der brandenburgischen Energiestrategie 2030 sowie zur Energiewende in Deutschland bei.

Das Land ist zudem Modellregion für die Integration der Erneuerbaren Energien in Deutschland.

Mehr als Kamera, Licht und Ton

Auch im Bereich der Medien hat längst das digitale Zeitalter begonnen – und Brandenburg hat eine sehr aktive Medienbranche. Digitale Technologien lösen die bisherigen klassischen Filmtechnologien ab. Allein der Medienstandort Potsdam-Babelsberg bietet auf 460.000 qm eine leistungsfähige Infrastruktur mit modernster Technik und verfügt über Spezialkompetenzen in der Medien- und Informationstechnologie. Mehr als 100 Unternehmen bilden ein dichtes, international einzigartiges Kompetenz-Netzwerk von spezialisierten Unternehmen jeder Größe.

In Babelsberg arbeitet beispielsweise das Forschungsbündnis „dwerft“ zur Mediendigitalisierung an neuen Film- und Fernsehtechnologien. Ziel des Bündnisses, an dem zehn Partner aus Wirtschaft und Wissenschaft beteiligt sind, ist es, eine Technologieplattform für die Film- und Fernsehbranche zu entwickeln, die eine verlustfreie Vernetzung zur Produktion, Archivierung und Distribution audiovisueller Inhalte erlaubt.

Film bedeutet heute nicht mehr nur Kamera, Licht und Ton. Digitale Technologien verschaffen den Filmen beeindruckende Effekte und nahezu unbegrenzte Darstellungsmöglichkeiten. Hier sind Brandenburg als Filmland und der Filmstandort Babelsberg besonders stark. Damit das Filmschaffen aus der Region auch in den Kinos der Region richtig zur Geltung kommt, müssen sich die beteiligten Unternehmen den Herausforderungen der Digitalisierung stellen und sich fit machen für die kineastische Zukunft.

„made in Brandenburg“ auf Weltmärkten gefragt

Auf den Weltmärkten werden immer mehr Produkte „made in Brandenburg“ verkauft. Allein im Jahr 2015 exportierten brandenburgische Unternehmen Waren im Wert von etwa 14,2 Mrd. Euro und damit so viel wie nie zuvor. Gegenüber dem Vorjahr stieg der Wert der Ausfuhren um 7,2 Prozent und lag damit über dem Bundesdurchschnitt (+6,4 Prozent).

Mit einem Ausfuhrwert von 2,3 Mrd. Euro wurden die meisten brandenburgischen Waren in den USA verkauft. Damit verdrängen die USA das Nachbarland Polen mit Exporten im Wert von 1,9 Mrd. Euro auf Rang zwei der märkischen Export-Hitliste. Es folgen Frankreich (1,5 Mrd. Euro), Kanada (755 Mio. Euro) und die Niederlande (622 Mio. Euro). Nach wie vor sind die Staaten der Europäischen Union wichtigster Zielmarkt brandenburgischer Unternehmen. Insgesamt gingen etwa 60 Prozent der Ausfuhren in ein europäisches Nachbarland.

Die wichtigsten Exportgüter Brandenburgs waren Produkte der Luftfahrtindustrie (15,8 Prozent der Gesamtausfuhren) sowie pharmazeutische Erzeugnisse (15,5 Prozent) mit einem Exportvolumen von zusammen rund 4 Mrd. Euro. Auf den Plätzen drei bis fünf folgen Lkw und Spezialfahrzeuge (5,1 Prozent), Stahl (5,0 Prozent) sowie Kunststoffe (3,8 Prozent).

Tourismus setzt Erfolgsgeschichte fort

Was für die Industrie gilt, trifft auch auf die Brandenburger Tourismuswirtschaft zu: Nur wer innovativ ist und den Finger am Puls der Zeit hat, behauptet sich am Markt.

Deshalb wurden und werden innovative Wege seit vielen Jahren mit konkreten Landestourismuskonzeptionen bestritten, in denen touristische Stärken und Schlüsselaufgaben definiert sind, um den Tourismus in Brandenburg noch stärker voranzubringen.

Mit mehr als 10.000 Unternehmen und einem Umsatz von mehr als 4,3 Mrd. Euro ist die Branche ein wichtiger Wirtschaftsfaktor im Land. Das Jahr 2015 war für die märkische Tourismuswirtschaft überaus erfolgreich. Mehr als 4,6 Millionen Besucher kamen nach Brandenburg – 5,9 Prozent mehr als 2014. Die Gäste buchten über 12,5 Mio. Übernachtungen – ein Plus von 4,9 Prozent und neuer Rekord. Im elften Jahr in Folge sind die Zahlen immer nach oben geklettert. Das belegt eindrucksvoll, dass Brandenburg als Reiseziel immer attraktiver wird – dank moderner Infrastruktur, nachhaltiger Angebote und harter Arbeit aller Akteure.

Spitzenreiter in der Beliebtheitsskala war erneut das Reisegebiet Seenland Oder-Spree mit 661.983 Gästen, gefolgt vom Spreewald (653.555 Gäste) und dem Ruppiner Seenland (526.595 Gäste). ó


Über den Autor:


Bernd Schenke
ist Kuratoriumsmitglied bei der Servicestelle Brandenburg der Oskar-Patzelt-Stiftung und Vorstandsbeauftragter für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Botschafter bei Oskar-Patzelt-Stiftung.


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