Mobilität

Erste Wasserstoff-Tankstelle in Ulm

Am vergangenen Freitag nahmen die Manager von Daimler, Linde, Total und Shell am Zentrum für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung (ZSW) in Ulm die bundesweit 21. Wasserstofftankstelle in Betrieb und zeigen damit die Ernsthaftigkeit der Industrie, diese Technologie nun marktfähig zu machen.
015 Wasserstofftankstelle am ZSW in Ulm
Meinen es ernst mit dem Wasserstoffantrieb (v.l.): Prof. Dr. Christian Mohrdieck (Daimler), Helmfried Meinel (Umweltministerium), Dr. Klaus Bonhoff (NOW), Guillaume Larroque (Total), Prof. Dr. Werner Tillmetz (ZSW), Dr. Dieter Prangenberg (Linde), Kunde Dr. David Wenger (Wenger Engineering) und Thomas Bystry (Shell, Vorsitzender Clean-Energy-Partnership). FOTO: ZSW
In diesem Kontext war das ZSW, das heute 220 Hauptamtliche und 100 studentische Hilfskräfte beschäftigt,1988 von den Universitäten Stuttgart und Ulm sowie Playern aus der Automobilindustrie gegründet worden. Bei der Einweihung der Ulmer Tankstelle skizzierte Dr. Klaus Bonhoff die Strategie der Bundesregierung. Für den Geschäftsführer der Nationalen Organisation Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie (NOW) war der Tag ein Indiz, dass der Hochlauf der Infrastruktur nun „richtig begonnen hat“.

Ministerialdirektor Helmfried Meinel betonte, ein Drittel der aktuell 21 Wasserstofftankstellen stünden in Baden-Württemberg. Fünf weitere seien in Planung. Dass die Daimler AG in der jungen Technologie einen Zukunftsmarkt sieht, versicherte Prof. Dr. Christian Mohrdieck. Der Leiter der Fuel Cell-Sparte kündigte an, dass 2017 der GLC, ein Verkaufsschlager der Premiummarke, auch als Plug-In-F-Cell auf den Markt kommt. Das gäbe dem Antrieb „einen richtigen Schub“.

Guillaume Larroque, Manager der französischen Mineralölgesellschaft Total, die die Ulmer Tankstelle betreibt, reklamierte für sein Unternehmen, Wasserstoff seit zwölf Jahren als Antriebsmittel des 21. Jahrhunderts zu forcieren, und ZSW-Vorstandsmitglied Prof. Dr. Werner Tillmetz wertete es als wichtiges Signal in die Fläche, nun auch direkt am ZSW in Ulm über eine eigene Tankstelle zu verfügen.

Bei der Eröffnung dabei war auch David Wenger, Geschäftsführer der Wenger Engineering GmbH aus Ulm. Sein Ingenieurbüro hatte seit 2006 wesentliche Beiträge zur Entwicklung von Brennstoffzellenfahrzeugen und Wasserstofftankstellen gemacht. Unter anderem ist das Büro 2016 Preisträger des Automotive Safety Award der SAE für den Beitrag zur Norm SAE J2601, nach der die Fahrzeuge betankt werden. Dass in Ulm Bedarf für die Tankstelle besteht, belegte Wenger, der auf Grund seines beruflichen Engagements ein Brennstoffzellenfahrzeug fährt. Bislang musste dieses in Stuttgart oder München betankt werden.

Weitere Informationen finden Sie hier: www.cleanenergypartnership.de


Text: Leila Haidar

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