Wir haben in Deutschland ein tolles Bildungssystem und wir können es besser machen!
09.06.2017 - Wirtschaftsgespräche

Wir haben in Deutschland ein tolles Bildungssystem und wir können es besser machen!

Professor Dr. Dr. h.c. Jörg Winterberg führte als Rektor der Hochschule Heidelberg das sogenannte Core Prinzip ein, welches aktives und eigenverantwortliches Lernen in den Vordergrund stellt. Mittlerweile ist er Geschäftsführer der SRH Higher Education GmbH und verantwortet das Management von zehn privaten Hochschulen mit 110 Studiengängen. Er gründete eine internationale Hochschule in Paraguay und wurde aufgrund seiner Verdienste zum Wissenschaftlichen Beirat der Oskar-Patzelt-Stiftung ernannt. Im Wirtschaftsgespräch mit dem Kuratoriumsvorsitzenden und Mittelstandsexperten Christian Wewezow spricht Professor Jörg Winterberg über seine bildungspolitischen Visionen, moderne Lernmethoden und die Bedeutung des deutschen Mittelstandes.  [mehr]
 
Der gemeinsame Wirtschaftsdialog zwischen Deutschland und der Türkei ist wichtiger denn je
19.05.2017 - Wirtschaftsgespräche

Der gemeinsame Wirtschaftsdialog zwischen Deutschland und der Türkei ist wichtiger denn je

Als Spezialist für internationale Wirtschaftsbeziehungen, stellt die DFK Consulting Group internationale Geschäftsverbindungen zwischen Unternehmen, Wirtschaftsverbänden, Behörden und Hochschulen her. Ein guter Grund für ein Gespräch mit den beiden Managern Tarkan Söhret und Jürgen Märkle über unternehmerische Verantwortung, die deutsch-türkischen (Wirtschafts-)Beziehungen und über das K-und-K-Prinzip (Konzept und Kümmerer).  [mehr]
 
Verantwortung zu übernehmen ist für Führungskräfte essentiell
07.04.2017 - Engagement, Bücher, Wirtschaftsgespräche

Verantwortung zu übernehmen ist für Führungskräfte essentiell

Friedhelm Wachs ist seit über 30 Jahren erfolgreicher Unternehmer, Berater und international als Verhandlungsexperte eine Erste Adresse. Vor kurzem wurde er auch als Herausgeber des Buches „Evangelisch. Erfolgreich. Wirtschaften“ bekannt. Ein Buch, in dem prominente protestantische Führungskräfte über ihren Glauben, ihr Leben und die Rolle als Führungskraft sprechen. Wir haben die Gelegenheit genutzt, mit ihm über die Verbindung aus Glauben, persönlicher Verantwortung und wirtschaftlichem Erfolg zu sprechen und wollten von ihm wissen, wie eine erfolgreiche Verhandlung gelingt.  [mehr]
 

Mitteldeutschland, Wirtschaftsgespräche

Unternehmer mit Herz und Verantwortung

Thomas Heidler schafft mit seinem Unternehmen die Grundlage dafür, dass wir nicht den Anschluss verlieren: Bei Gas, Wasser oder schnellem Internet. Der Geschäftsführer der H&E Bohrtechnik GmbH aus Bollberg ist seit 2005 Spezialist für das horizontale Spülbohrverfahren und somit überall dort gefragt, wo der traditionelle Tiefbau seine Grenzen hat. Zum Beispiel beim Verlegen von Energie- und Datenkabel unter Flüssen oder Autobahnen. Für sein soziales Engagement wurde der erfolgreiche Unternehmer zudem gerade vom Saale-Holzland-Kreis ausgezeichnet: Mit dem ersten Platz in der Kategorie „Unternehmer mit Verantwortung“. Ein guter Grund für ein Gespräch mit ihm über unternehmerische Verantwortung und innovative Lösungen im Spezialmarkt.
(c) H&E Bohrtechnik GmbH
(c) H&E Bohrtechnik GmbH
(c) H&E Bohrtechnik GmbH
(c) H&E Bohrtechnik GmbH
(c) H&E Bohrtechnik GmbH
(c) H&E Bohrtechnik GmbH
Das Interview führte der Mittelstandsexperte Christian Wewezow. Er ist Kuratoriumsvorsitzender der Oskar-Patzelt-Stiftung und Vorsitzender des Netzwerks der Besten und Managing Partner der Clockwise Consulting GmbH.

Was war für Sie der Grund, Unternehmer zu werden und was bedeutet es, Unternehmer zu sein?
 
Etwas bewegen und eigene Vorstellungen verwirklichen zu können, das hat mich vor allem gereizt. Deshalb bin ich Unternehmer geworden. Natürlich waren wirtschaftliche Interessen auch nicht ganz unwichtig. Unternehmer sein, bedeutete für mich Verantwortung zu übernehmen. Auf vielfältige Weisen. Zunächst gegenüber meinen Mitarbeitern und deren Familien. Aber auch die Förderung und wirtschaftliche Unterstützung von sozial Benachteiligten sowie für den Umweltschutz. Außerdem sollte ein Unternehmer im Wettbewerb immer einen Schritt voraus sein.
 
Wie wird man Bohrspezialist?
 
Es bedarf einer technischen Ausbildung, zum Beispiel als Baugeräteführer, Rohrleitungsbauer, Straßen- und Tiefbauer oder KFZ-Mechatroniker. Da jede Bohrung eine neue Herausforderung ist, kann es trotzdem noch 5 Jahre dauern bis man wirklich ein Bohrspezialist wird.
 
Sie sind auf Horizontalspülbohrungen spezialisiert, wann kommen diese zum Einsatz?
 
Horizontalspülbohrungen kommen überall dort zum Einsatz, wo der herkömmliche Tiefbau nicht ausführbar ist. Zum Beispiel bei Gewässerquerungen, Unterquerungen von Landschaftsschutzgebieten, Unterquerung von hochwertigen Straßenbelägen und Gehwegen oder bei geologischen Besonderheiten, wie Steilhängen oder Bundesautobahnen.
 
An welchen Projekten arbeiten Sie im Augenblick?
 
Wir arbeiten zurzeit mit zwei Bohranlagen in Bayern und verlegen Schutzrohre für Energiekabel beim Windpark Bayreuth. Mit je einer Bohranlage arbeiten wir in Hessen, Niedersachsen und Sachsen-Anhalt und verlegen Schutzrohre für Datenkabel für ein schnelles Internet. Eine Bohranlage arbeitet in NRW und verlegt Schutzrohre für Energie- und Datenkabel durch die Autobahn, und die letzte Anlage steht in Eilenburg (Sachsen) und macht eine 300-Meter-Bohrung unter der Mulder für die MITNETZ.
 
Was war der interessanteste und spannendste Bohr-Auftrag oder -Problem? (Wenn Sie darüber reden dürfen!)
 
Eine Bohrung von 200 Metern Länge und 17 Meter tief unter den Mittellandkanal in Haldensleben mit dem besonderen Messverfahren „Para Track“ (Magnetfeldmessung). Die Messung führte eine niederländische Firma mit einem australischen Mitarbeiter aus, der vorher in Kolumbien tätig war.
 
Welche Probleme tauchen bei Horizontalspülbohrungen auf und wie lösen Sie diese?
 
Es treten immer wieder geologische Probleme auf, die durch den Wechsel der entsprechenden Bohrwerkzeuge gelöst werden. Bei Bohrungen im innerstädtischen Bereich sind öfters die Versorgungsleitungen mangelhaft in der Planauskunft beschrieben, hier müssen aufwendige Suchschachtungen durchgeführt werden.
 
Müssen Sie nicht schmunzeln, als die OTZ über Sie schrieb: „Anders als Bohrspezialist Bruce Willis im US-Spielfilm ‚Armageddon‘ treibt Heidler seine Löcher auch nicht in die Tiefe.“ – Was denken Sie darüber?
 
Ich war sehr geschmeichelt, dass er mich mit Bruce Willis verglichen hat!
 
Welche innovativen Lösungen entwickeln Sie und kommen bei Ihnen auf der Baustelle zum Einsatz?
 
Wir bieten unseren Auftraggebern den besonderen Service, alles aus einer Hand zu erledigen. Von der Baustellensicherung über das Schweißen der PE-HD Rohre bis hin zur Entsorgung des Bohrwassers übernehmen wir alles auch rund um die eigentliche Bohrung. Das ist ein Alleinstellungsmerkmal von uns. Außerdem haben wir bis jetzt sechs F&E-Projekte realisiert. Das siebte ist im Wirtschaftsministerium eingereicht. Beispiele für Innovationen aus unserem Hause sind eine fahrbare Rohrwickelmaschine und eine Minimischanlage (3,00m³) mit einer automatischen Zuführung von genau dosierten Zuschlagstoffen. Hier kann man je nach Baugrund verschiedene Programme wählen und der Zuschlag wird exakt zur Bohrspülung dosiert. Mehr kann ich dazu noch nicht sagen, da die Industrie Interesse zeigt. Wir haben ein Patent angemeldet.
 
Sie nehmen Ihre Firmenentwicklung ernst und gehen diese seit Jahren strukturiert an, was man u.a. in der hohen F&E-Quote, im hohen sozialen Engagement, in der guten Personalführung und -entwicklung sowie in der sehr guten Umsatzentwicklung sehen kann. Warum ist Ihnen diese ganzheitliche Firmenentwicklung so wichtig und wie strukturieren Sie diese Entwicklung?
 
Immer einen Schritt voraus zu sein und sich positiv abheben, ist für mich als Unternehmer eine Motivation. Wenn ich die Bedingungen zu einem wichtigen Teil mitgestalten kann, möchte ich sie zum Positiven transformieren und gestalten. Die F&E-Projekte entstehen aus Problemen in der Praxis, die mitunter sehr viel Geld der Firma kosten. Diese Probleme will ich dann in der Zukunft ausschließen und entwickle marktreife Lösungen, die auch andere Firmen nutzen können. Lösungen aus der Praxis für die Praxis. Dadurch haben meine Mitarbeiter, meine Frau und ich unser Familienunternehmen auf einen Wachstumskurs gebracht.
 
Was war der beste Rat, den Sie je bekommen haben?
 
Der einzige Rat den ich bekommen habe war: Mach das bitte nicht! Ich habe es trotzdem getan und auch nicht bereut.
 
Vielen Dank für das Gespräch!

 

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