Gesellschaft

Maßnahmen zur nachhaltigen Kundenbindung

Egal, in welcher Branche man als Unternehmen angesiedelt ist: Ein wichtiger Faktor, um nachhaltig erfolgreich zu sein, ist es, seine Kunden über einen möglichst langen Zeitraum an sich zu binden.
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Denn Neukunden anzuwerben, ist sowohl finanziell als auch zeitlich mit deutlich mehr Aufwand verbunden. Schließlich gilt es, sie zunächst von den Vorzügen der eigenen Firma zu überzeugen. Das funktioniert meist über Rabatte und Sonderaktionen, die erst mal keinen oder nur wenig Gewinn abwerfen. Erst dann, wenn ein Kunde über einen längeren Zeitraum hinweg immer wieder Einkäufe tätigt, sorgt er messbar für Umsatz und damit natürlich auch für Profit.

Guter Service ist Grundvoraussetzung

Um einen Bestandskunden im Unternehmen zu halten, ist das Zusammenspiel mehrerer Aspekte erforderlich. Dass er ein qualitativ hochwertiges Produkt oder eine ebensolche Dienstleistung erhält, ist selbstverständlich absolute Grundvoraussetzung dafür, dass er erneut beim selben Anbieter kauft. Selbiges gilt für das Einhalten von Fristen und anderen Versprechungen. Enttäuscht man seine Kunden in dieser Hinsicht, werden sie sich in den allermeisten Fällen ein anderes Unternehmen suchen.

Auch ein schneller, freundlicher und kompetenter Service sollten eine Selbstverständlichkeit sein. Dass Probleme auftauchen, wird einen Kunden nicht direkt abschrecken. Ob er zum Stammkunden wird, hängt davon ab, wie man als Unternehmen mit diesen Problemen umgeht. Nur wenn sich der Konsument ernst genommen fühlt und die Schwierigkeiten ausgeräumt werden, wird er sich auch langfristig an einen Anbieter binden.

Den Kunden emotional ansprechen

Nun sind all die oben beschriebenen Dinge beileibe kein Alleinstellungsmerkmal. Die meisten Betriebe tragen dafür Sorge, diese Kriterien im Umgang mit dem Kunden zu erfüllen, da sie sonst auf dem Markt keine Chance hätten und schnell wieder von selbigem verschwänden. Um Käufer fest an sein eigenes Unternehmen zu binden, sollte man ihn auf einer emotionalen Ebene ansprechen. Nur so wird aus einem Anbieter „sein“ Anbieter, bei dem er sich wohl fühlt und dem er immer wieder sein Vertrauen schenkt.

Ein bewährter Weg, diese emotionale Bindung herzustellen, sind Werbegeschenke. Damit sind allerdings keine Artikel wie Kugelschreiber gemeint, da man sich damit nicht von der Masse der Mitbewerber abheben kann. Es geht vielmehr um hochwertige Geschenke, die der Kunde am besten täglich verwendet. So wird er immer wieder an ein Unternehmen erinnert, und das im positiven Sinne. Wählt man einen Artikel aus, der zur eigenen Branche passt, verstärkt man diesen Effekt noch zusätzlich. Einige Beispiele:

→ Handelt man mit technischen Geräten, bietet sich eine mit dem Corporate Branding versehene Powerbank an, mit der das Smartphone unterwegs geladen werden kann
→ Gärtnereien können mit Pflanzen nichts falsch machen: Sie sehen schön aus, und da sie gepflegt werden müssen, beschäftigt sich der Kunde oft damit
→ Kunden von Unternehmen aus kreativen Branchen freuen sich mit Sicherheit über ein Notizbuch oder ein Malbuch für Erwachsene

Ein ganz persönliches Geschenk

Mit den oben genannten Artikeln lässt sich beim Kunden schon ordentlich punkten, man kann allerdings noch einen Schritt weiter gehen, indem man von der emotionalen auf die persönliche Ebene wechselt. Das bedarf nicht einmal eines besonders großen Aufwands. Speichert man beispielsweise bei den Stammdaten seines Kunden auch dessen Geburtstag im CRM, kann man ihm bei dieser Gelegenheit eine kleine Aufmerksamkeit zukommen lassen, die mit Sicherheit eine ungleich größere Wirkung erzielt. Eine mit ein paar persönlichen Worten versehene Grußkarte wird auf jeden Fall dafür sorgen, dass der Kunde ein Unternehmen noch positiver besetzt. Bei Online-Druckereien wie xposeprint kann man solche Karten designen und mit dem Firmenlogo versehen lassen. Das sollte man aber dezent platzieren; ist es zu prominent, wirkt die Karte nicht wie eine nette Aufmerksamkeit, sondern wie plumpe Werbung.

Autor: FRANK SCHNEIDER

Der studierte Diplom-Betriebswirt (FH) Frank Schneider hat sich auf die betriebswirtschaftlichen Funktionsbereiche Marketing, Personal und Controlling sowie Rechnungswesen spezialisiert und ist als selbständiger Betriebswirt (Unternehmensberater) tätig. Daneben schreibt der freischaffende Autor als Experte für bekannte Onlineportale und Fachverlage zum Thema Unternehmensführung und der Existenzgründung.

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