Kultur & Lifestyle

Aufstieg der „Elody“ geht weiter

Mollenhauer bringt mit ihrem Erfolgsmodell die Blockflöte zurück in den Musikunterricht.
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Die 12-jährige Nadine Höffler mit ihrem Auftritt beim Catstone-Open-Air-Festival in Wernau | Foto: Musikschule Wernau
Fulda – Die Erfolgsgeschichte der elektronischen Blockflöte „Elody“, die von der Conrad Mollenhauer GmbH in Fulda entwickelt wurde, geht weiter. Mittlerweile hat das Unternehmen weit über 250 E-Flöten im Airbrush-Design verkauft. „Wir sind auch davon überzeugt, dass der gute Absatz weiter anhalten wird“, unterstreicht der Geschäftsführer des hessischen Blockflötenherstellers, Stefan Kömpel.

Der Umsatzanteil der „Elody“ macht bei Mollenhauer etwa vier Prozent aus. „Diese elektronische Blockflöte hilft uns, neue Kundenkreise zu erschließen und Stagnation oder Rückgänge in anderen Bereichen mehr als auszugleichen“, unterstreicht Kömpel. Mollenhauer ist bereits seit fast 200 Jahren am Markt. Das Unternehmen produziert rund 140 Flötenmodelle. Die Preisspanne reicht von 19 Euro für eine Blockflöte aus Kunststoff bis hin zu 3000 Euro für eine Großbassflöte.
Während der vergangenen Jahre hat der Betrieb mehrere Holzblasinstrumentenbauer ausgebildet und sie anschließend auch alle übernommen. „Damit rüsten wir uns für die Zukunft, mittlerweile ist unser Mitarbeiterstand auf 33 angewachsen“, betont Kömpel. Derzeit befinden sich noch zwei weitere Holzblasinstrumentenmacher in der Ausbildung. Mollenhauer beliefert Kunden in der ganzen Welt. „Natürlich verändern sich auch in unserem Segment die Märkte“, stellt der Firmenchef fest. „Zuwächse haben wir derzeit vor allem in den USA, Japan, Korea, Taiwan und seit einigen Jahren auch in China“, freut sich Kömpel. Dort sei die „Elody“ nicht selten Türöffner für neue Geschäftsverbindungen. In den europäischen Ländern sei der Absatz leider momentan leicht rückläufig.

Nik Tarasov, Entwicklungsleiter und Mitglied der Geschäftsleitung, ist über eine Tatsache besonders erfreut. „Aus Rückmeldungen von Lehrern wissen wir, dass die Elody insbesondere an Musikschulen und allgemeinbildenden Schulen immer öfter eingesetzt wird“, betont er. Das steht in einem klaren Widerspruch zu dem Trend der vergangenen Jahre, in denen mehr und mehr Blockflöten aus dem Unterricht verschwanden. Aber gerade auch wegen ihres kraftvollen, satten Sounds bei Pop- und Rock-Projekten wird die E-Flöte von den jungen Nachwuchskünstlern geschätzt. Als ein Beispiel nennt Tarasov neben der Musikschule der Stadt Ulm und der Jugendmusikschule Hamburg auch die Realschule Wernau mit dem alljährlichen Catstone-Open-Air-Festival, wo in einem Band-Coaching-Projekt Schulbands auftreten. „Beim letzten Festival waren auch zwei Elodys mit dabei“, stellt Tarasov rückblickend fest. An der Realschule Marianum in Fulda hat im letzten Jahr eine 16-jährige Schülerin für die praktische Abschlusspräsentation ihrer Schulabschlussprüfung die „Elody“ als Thema gewählt und diese auch mit Heavy-Metal-Klängen vorgespielt. Selbst an Schweizer Schulen wie der Musikschule der Stadt Sankt Gallen, der „Haute Ecole des Musique de Lausanne“ oder der Kantonsschule Küsnacht wird die „Elody“ gespielt.

Obwohl sich die Blockflöte in Europa schon während der Renaissance etablierte, ist sie alles andere als altbacken und sie kann mehr, als viele Kritiker meinen. Dies beweist die Tatsache, dass sie bereits seit mehr als 50 Jahren regelmäßig in der Pop-, Rock- und Heavy-Metal-Musik zum Einsatz kommt. Zu den bekanntesten Stücken in denen die Blockflöte auftaucht, zählen unter „Ruby Tuesday“ von den Rolling Stones, „Fool on the Hill“ von den Beatles, „Stairway to Heaven“ von Led Zeppelin, "Life on Mars" von David Bowie, „My Name is Jack“ von Manfred Mann, "Drachentöter" von Schandmaul oder "Friesenjung" von PUR.

Frankfurter Musikmesse: Halle 8.0 / Stand B55

Conrad Mollenhauer GmbH | Weichselstr. 27 | 36043 Fulda
Tel.: +49 661 9467-0 | www.mollenhauer.com | www.elody-flute.com


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