Unternehmen, Deutschland, Dienstleistungen, Finanzen, Industrie

Hacker im Bankkonto

Banken müssen sich mit aktuellen Gefahren beschäftigen
Schmuckbild
Fotolia #132639973 ©Elnur
Hans-Peter Bauer, Vice President Central Europe Intel Security
Hans-Peter Bauer, Vice President Central Europe Intel Security (© Hotwire PR)
Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) stellte kürzlich den veralteten IT-Systemen europäischer Banken ein vernichtendes Zeugnis aus und warnt vor gravierenden virtuellen Angriffen. „Wir halten Cyber-Risiken für eines der größten Risiken, denen die deutsche Finanzwirtschaft ausgesetzt ist“, sagt BaFin Präsident Felix Hufeld und malt eine düstere Zukunft. Bisher gab es zwar noch keine spektakulären Erfolge für Cyber-Kriminelle, dies sei aber nur eine Frage der Zeit, denn die veralteten IT-Systeme machen es Hackern leicht, in die Systeme einzudringen, meint Hufeld.

Hans-Peter Bauer, Vice President Central Europe von Intel Security meint hierzu: „Wertvolle Finanzdaten in antiquierten IT-Systemen – damit machen Banken Kriminellen ungewollt ein unwiderstehliches Angebot.“ Gerade SB-Geräte wie Geldautomaten laufen mit alten Betriebssystemen, für die keine Sicherheits-Updates mehr bereitgestellt werden. Um diese zu schützen empfehlen sich dynamische Whitelisting-Techniken. Diese sorgen dafür, dass nur zuvor festgelegte, als unbedrohlich definierte Anwendungen ausgeführt werden dürfen.

Der aktuelle Mobile Threats Report von Intel Security zeigt, dass Ransomware auch für mobile Endgeräte zum Problem geworden ist. So zeigt der Bericht einen Anstieg von Banking-Trojanern um 40 Prozent. Diese Trojaner erbeuten persönliche Bankdaten mittels Ransomware-Angriffen und geben diese erst gegen Zahlung eines bestimmten Geldbetrages frei. Durch die zahlreichen Zugriffspunkte stehen Banken vor der Herausforderung, große Netzwerke rundum abzusichern. Die IT-Sicherheitsindustrie muss sich daher zusammenschließen und ihre Lösungen miteinander vernetzen, um einen möglichst umfassenden Schutz bereitstellen zu können. Durch Intrusion Prevention-Systeme können per Firewall, Signatur- und Verhaltensanalysen Angriffe abgewehrt werden. Bedrohungen entwickeln sich in einem hohen Tempo weiter und nur wer das Wissen bündelt und Lösungen mit offenen Standards für alle zugänglich macht, wird Schritt halten können.
 

  • Aktuell 3.0/5 Sterne.
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
3.0 von 5 Stimmen
 

Kommentare




Meistkommentierte Beiträge

  1. Warum Sozialismus nicht funktionieren kann (5) am 30.08.2016
  2. „2017 wird ein gutes Jahr! Aber ich habe Angst vor der Ahnungslosigkeit der Politik!" (2) am 21.12.2016
  3. Alle altern anders (2) am 09.09.2016
  4. impulse wird Partner der Oskar-Patzelt-Stiftung beim „Großen Preis des Mittelstands“ (2) am 01.09.2016
  5. Ist es bei Ihnen Echte Liebe? (2) am 07.04.2017

Meistbewerteste Beiträge

  1. Auto-Zulieferer im Wandel (3.0/6907) am 31.08.2007
  2. Ein Unternehmer baut auf Sandgold (3.0/4409) am 07.12.2016
  3. Kann sich ein „Bester“ noch verbessern? Pilotinitiative: Innovationsführer 2017 (3.0/2603) am 31.10.2016
  4. Brandenburg (2.9/884) am 17.05.2016
  5. Super-GAU (3.0/651) am 04.03.2015

Neue Kommentare

  1. Hallo Herr Schmidt, herzlichen Dank für Ihre posit... am 08.04.2017
    Ist es bei Ihnen Echte Liebe?
  2. Den Ausführungen kann ich uneingeschränkt zustimme... am 08.04.2017
    Ist es bei Ihnen Echte Liebe?
  3. In so kurzem Bogen diesen Autor, das PT-Magazin un... am 19.03.2017
    Die Sehnsucht nach dem starken Mann
  4. In Indien ist es wie einst in der DDR: Alles was ... am 06.03.2017
    Von einem, der auszog …
  5. Ein wichtiger Beitrag. Die Welt ist voll drängende... am 03.03.2017
    Biohacking - neuer Trend in der Wissenschaftsszene
 
Copyright © 2006-2017 OPS Netzwerk GmbH.
powered by SITEFORUM