Deutschland, Netzwerk der Besten

Bewährungsprobe für Dialog

PT im Gespräch mit dem Vorsitzenden des DeutschTürkischen Wirtschaftsdialogs (DTW), Tarkan Söhret
Foto T. Söhret
Finanzspezialist Tarkan Söhret ist Vorstandsvorsitzender des DeutschTürkischen Wirtschaftsdialogs (DTW). (© www.dtw24.com)
PT: Herr Söhret, müssen wir uns anlässlich des Referendums Sorgen um die deutsch-türkischen Geschäftsverbindungen machen?
T. Söhret: Ich denke, wir müssen uns keine Sorgen machen. Natürlich warten die deutschen Unternehmen in der aktuellen Situation erstmal ab, bevor sie neue Investitionen in der Türkei tätigen. Das ist auch gut nachvollziehbar. Wichtig ist es, den Dialog aufrecht zu erhalten. Unsere Geschäftsverbindungen sind über Jahrzehnte gewachsen und sind zu wichtig. Gerade in schwierigen Zeiten sollten wir noch intensiver miteinander kommunizieren. Über 6.500 deutsche Unternehmen haben bereits in der Türkei investiert. Das Land ist mit einer jungen Bevölkerung, mit über 78 Millionen Menschen ein interessanter Absatzmarkt. Die Lage ist ebenfalls vorteilhaft und dient als Brücke zu Asien.
 
PT: Können Sie zwei besonders positive Ergebnisse der Arbeit des DTW herausstellen?
T. Söhret: Unser „Leuchtturmprojekt“ ist die Türkisch-Deutsche Universität, die auf Grundlage eines Regierungsabkommens zwischen der Türkei und der BRD entstanden ist. Die TDU bildet Elitestudenten für den deutschen Arbeitsmarkt aus, um dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken. Aktuell sind es 5.000 Studenten. Unser Logistikprojekt kommt ebenfalls sehr gut an. Hier unterstützen wir den deutschen Mittelstand dabei, internationale Warentransporte effektiver und kostenoptimierter zu gestalten.
 
PT: Wie können das Netzwerk der Besten und die Oskar-Patzelt-Stiftung die wichtige Arbeit der „Wirtschaftsbrücke“ unterstützen?
T. Söhret: Wir sollten gemeinsam mehr Plattformen schaffen, damit Unternehmen regelmäßiger den Dialog miteinander führen können. Allein die Türkische Community in der BRD hat eine jährliche Kaufkraft von 20 Milliarden Euro. Es bestehen also noch große Geschäftspotenziale, die es besser zu nutzen gilt.

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