Aufgespießt, Ausland

Super-GAU

Vier Jahre sind seit dem Reaktorunglück von Fukushima vergangen, dennoch sind die Folgen der Katastrophe noch immer spürbar
Erdbeben oder Tsunamis sind in Japan keine Seltenheit, doch am 11. März 2011 bebt um 14:46 Uhr die Erde  vor der japanischen Ostküste so stark wie nie zuvor. Das Tohoku-Erdbeben löst einen Tsunami aus, der mit 15 Meter hohen Wellen auf die Küste von Fukushima zurast. Das örtliche Atomkraftwerk Fukushima Daiichi ist direkt am Meer gebaut und wird von der Riesenwelle mit voller Kraft getroffen.  Die Wassermassen überfluten die Atomanlage und beschädigen sie schwer. Kühlung und Stromversorgung im Kraftwerk werden vollständig unterbrochen, es kommt zur Kernschmelze. Noch in der Nacht zum 12. März beschließt die Regierung die massenhafte Evakuierung der Region um das Kraftwerk. Etwa 60.000 Menschen sind von der Entscheidung betroffen.

Derweil versuchen Hundertschaften des Kraftwerksbetreibers Tepco und anderer Unternehmen die Lage im Kraftwerk in den Griff zu bekommen. Explosionen in den Reaktorblöcken, Brände auf dem Betriebsgelände, Wassereinbrüche sowie Unmengen an Schutt und enorm hohe Strahlenbelastung erschweren die Rettungsarbeiten jedoch erheblich. Durch geplante Druckentlastungen der einzelnen Reaktorblöcke, gezieltes Einleiten von Meerwasser und die Beschädigungen am Reaktor werden Boden, Luft und Wasser radioaktiv verseucht. In den Medien zirkulieren die immerfort gleichen Bilder der AKW-Ruine in Fukushima, die Berichte überschlagen sich. Japanische Regierung und Tepco äußern sich zurückhaltend und beschwichtigend. Was tatsächlich in Fukushima vor sich geht, bleibt der Öffentlichkeit vorenthalten.

Am Ende des Monats März 2011 stehen allerdings drei Dinge fest: Die Katastrophe von Fukushima ist der größte Reaktorunfall seit Tschernobyl 1986, hat Schäden von über 150 Mrd. Euro verursacht und gut 100.000 Menschen teils vorübergehend, teils  dauerhaft, heimatlos gemacht. 

Aufarbeitung und Neuanfang
In den Monaten nach dem Reaktorunfall von Fukushima kommt es wiederholt zu massiven, öffentlichen Protesten gegen die Betreiberfirma Tepco und die Regierung, ein für japanische Verhältnisse durchaus bemerkenswerter, weil ungewöhnlicher, Vorgang. Im Fortlauf der Demonstrationen und öffentlichen Kritik muss die Betreiberfirma Tepco Entschädigungen (für Todesfälle, Verletzungen, Umsiedlung, Verdienstausfälle etc.) an die über 100.000 Betroffenen zahlen. Die japanische Regierung beschließt, den größten Energieversorger Japans durch einen Hilfsfonds zu stützen, in den sowohl der Staat als auch andere Energieunternehmen einzahlen. Immer wieder werden Berichte veröffentlicht, nach denen Tepco schwere Versäumnisse und gezielte Täuschung bei der Sicherheit und Wartung der eigenen Kraftwerke zur Last gelegt werden. Bis Mitte des Jahres 2012 werden sämtliche AKWs in Japan heruntergefahren, teils als Folge des Tohoku-Erdbebens, teils wegen Wartungsarbeiten bzw. unzureichender Sicherheit. Im September 2012 beschließt die japanische Regierung ihrerseits den Ausstieg aus der Atomkraft und will künftig auf fossile Energie und den Ausbau alternativer Energie setzen. Der Ausstieg aus dem Atomprogramm wird auf 2040 datiert. Ein folgenschwerer Entschluss sowohl für Tepco als auch die japanische (Energie-)Wirtschaft, denn bislang hat die Atomkraft etwa ein Drittel zur gesamten japanischen Energieversorgung beigetragen.  Aber auch Landwirtschaft und Fischerei trifft das Reaktorunglück hart. Produkte wie Pfirsiche und Reis aus Fukushima dürfen nicht mehr ausgeführt werden. Der Fischfang vor Fukushimas Küste wird verboten. Bis heute ist der Fang der meisten Fischarten in der Region untersagt.

Wasser verseucht, Lösung gesucht
Derweil gehen die Rettungsarbeiten am AKW in Fukushima weiter. Fast täglich wird nun über neu auftretende Lecks und hohe Strahlungsbelastung berichtet. Tepco geht angesichts der gigantischen Entschädigungszahlen in die Knie und bittet den Staat um finanzielle Hilfe. Laut Expertenschätzungen beläuft sich die bislang gezahlte Entschädigungssumme im Jahre 2013 auf etwa 40 Milliarden Euro. Der japanische Staat übernimmt die Mehrheit am Aktienpaket des Energieversorgers.

Ein wesentliches Problem bleibt auch die Kühlung der Reaktoren in Fukushima. Täglich werden hierfür hunderttausende Liter Meerwasser in die Reaktoren geleitet. Gleichzeitig fließen am Tag gut 300.000 Liter Grundwasser in die Untergeschosse der Reaktoren und mischen sich mit dem kontaminierten Kühlwasser. Dieses Wasser wird in Tanks auf dem Kraftwerksgelände aufgefangen und gelagert. Im März 2014 beziffert die FAZ die auf dem Kraftwerksgelände gelagerte Wassermenge auf mehr als 430 Millionen Liter Wasser.  An den Tanks selbst ist es wiederholt zu Leckbildungen gekommen, radioaktives Wasser ausgetreten und in den in den Erdboden gesickert. Sämtliche Lösungen, die Kontaminierung des Grundwassers effektiv und dauerhaft zu verhindern, sind bis zum heutigen Tag  erfolglos geblieben oder im Falle der sicheren Entsorgung noch nicht gefunden.

Rolle rückwärts
Ähnlich erfolglos zeigt sich der Staat bei der Ankurbelung des Wirtschaftswachstums. Japans Wirtschaft steckt seit Jahren in der Rezession. Die Entscheidung auf günstigere Atomenergie zu verzichten, sorgt für tiefrote Zahlen in den Handelsbilanzen. Das rohstoffarme Japan wird nach China der weltgrößte Importeur fossiler Brennstoffe. Die Regierung sieht im April 2014 keine Alternative zur Kostensenkung als vom Ausstieg aus der Atomkraft zurückzutreten. Kritiker sehen in diesem Schritt auch die Verquickung privater und politischer Interessen: Japans aktueller Industrieminister Miyazawa hält größere Aktienpakte von Tepco. Miyazawa sieht dies als wenig problematisch und versichert: „Ehrlich, ich dachte, es wäre meine Pflicht als Politiker, Tepco-Anteile zu halten.“ Daraus folgert er auch, besseren Überblick zu haben, wie das Unternehmen mit der anhaltenden Krise auf dem Gelände des zerstörten Atomkraftwerks umgehen wird. Kurz vor dieser Entscheidung hatten Umfragen der renommierten japanischen Tageszeitung Asahi Shimbun ergeben, dass angeblich 80% der Bevölkerung für den Ausstieg aus der Atomkraft sind.

Parallel zur Entscheidung der Regierung werden Untersuchungsergebnisse von Kindern aus der Präfektur Fukushima veröffentlicht. 360.000 Kindern unter 18 Jahren wurden hier auf Knoten, Zysten oder krebsverdächtige Anomalien in der Schilddrüse untersucht. Bei einer hohen Zahl von Kindern wurden dabei Anomalien festgestellt, bei über 100 Kindern besteht Krebsverdacht. Ob die Befunde in direktem Zusammenhang mit dem Reaktorunglück stehen kann nicht zweifelsfrei belegt werden. Umgekehrt kann es jedoch – auch durch die Erfahrungswerte von Tschernobyl – ebenso wenig ausgeschlossen werden. Unter diesen Vorzeichen sollen die Reaktoren im AKW Sendai in der Präfektur Kagoshima in diesem Frühjahr wieder hochgefahren werden.

Der Deutsche Sonderweg
Einige Monate vor dem Reaktorunglück in Japan, im Oktober 2010, hat die deutsche Regierung eine Modifizierung der AKW-Laufzeiten vorgenommen. Die AKWs, die vor 1980 in Betrieb genommen wurden, dürfen noch weitere 8 Jahre in Betrieb bleiben, später errichtete Bauten erhielten weitere 14 Jahre Laufzeit. Die endgültige Abschaltung der deutschen AKWs somit auf das Jahr 2018 bzw. 2024 besiegelt. Zur Zeit als die Kernschmelze in Fukushima einsetzt, läuft der Landtagswahlkampf in Baden-Württemberg auf Hochtouren. CDU-Spitzenkandidat Stefan Mappus hat sich bislang mit Nachdruck für eine Verlängerung der deutschen AKW-Laufzeiten stark gemacht. Nach dem 11. März 2011 kommt es zu Großdemonstrationen gegen den Einsatz von Atomkraft. FDP und CDU in Baden-Württemberg revidieren ihre Zielsetzung und sprechen nun von einem mittel- bis langfristigen Ausstieg aus der Atomkraft. Diesen Ausstieg konkretisiert die Bundesregierung um Kanzlerin Merkel noch im März 2011 genauer und beschließt ein dreimonatiges Atom-Moratorium. Dieses beinhaltet eine eingehende Sicherheitsprüfung aller laufenden AKWs sowie die dreimonatige Stilllegung der sieben ältesten Kraftwerke. Mancher sieht in dieser Handlung ein taktisches Manöver im Wahlkampf, das die CDU um Mappus stärken soll. Gleichzeitig werden die großen deutschen Energieversorger durch diesen Beschluss kalt erwischt, haben sie sich doch auf die geltenden Beschlüsse aus dem vorangegangen Oktober verlassen. Trotz aller Kritik aus der Energiewirtschaft beschließt die Bundesregierung im Juni 2011 das unmittelbare Aus für acht Atomkraftwerke. Der endgültige Ausstieg aus der Atomkraft, der schrittweise erfolgen soll, wird auf das Jahr 2022 datiert. Am 6. August 2011 erlischt die Betriebsgenehmigung für die acht ältesten Atomkraftwerke und sie werden vom Netz genommen. Alle zuvor bestehenden Regelungen in der deutschen Atomkraft sind damit hinfällig.

Am Ende bleiben nur Klagen
Die Energieversorger um E.on, RWE, EnBW und Vattenfall sind 2011 vom spontanen Beschluss der Bundesregierung pikiert und drohen mit Klagen. Aus Unternehmenskreisen werden Summen in zweistelliger Milliardenhöhe als Schadenersatz kolportiert, wenngleich diese Zahlen niemals offiziell bestätigt werden.

Nach einigen Korrekturen, wegen falsch angenommener und berechneter Werte, beläuft sich die geforderte Schadenersatzsumme knapp vier Jahre nach dem Moratorium und beschlossenen Atom-Ausstieg auf 882 Millionen Euro. Auch diese Zahl ist mit Vorsicht zu genießen, denn allein für die dreimonatige Abschaltung seines Kraftwerks Biblis †in Hessen veranschlagt RWE 235 Millionen Euro. Möglich wurde die Forderung durch Fehler in der hessischen Stilllegungsverfügung. Zudem kam es kurz vor dem Auslaufen des Moratoriums 2011 zu einem Briefwechsel zwischen dem hessischen Ministerpräsidenten Volker Bouffier und RWE-Chef Jürgen Großmann in dem Bouffier ein Wiederanfahren von Biblis ausschließt und den endgültigen Ausstieg aus der Atomkraft ankündigt. Dieser Briefwechsel soll auch den Schadenersatzansprüchen der anderen Energieversorger zum Vorteil gereichen. Auffallend an den Klagen ist der Umstand, dass nicht auf eine Aufhebung des Atomausstiegs geklagt wird.

Grande Nation Atomique
Westlich des Rheins umfasst das „savoir vivre“ nicht nur Wein und gutes Essen, sondern auch einen guten Teil Radioaktivität. Frankreichs Verhältnis zur Kernenergie ist ein grundlegend anderes als das in Deutschland, und das nicht erst seit den weltweit kritisierten Kernwaffentest im Mururoa-Atoll im Jahr 1995. Seit den Zeiten Charles de Gaulles hat man sich in Frankreich darauf konzentriert, weitestgehend unabhängig von fossilen Brennstoffen Energie zu produzieren. Bereits Mitte der 50er Jahre gingen die ersten Atommeiler ans Netz und bis heute sind zahlreiche weitere hinzugekommen. Gut 75% beträgt der Anteil der Atomenergie an der gesamten elektrischen Energie Frankreichs. Damit hat Frankreich im weltweiten Vergleich eine der höchsten Quoten. Etwa 125.000 Menschen arbeiten in der französischen Atomwirtschaft, damit verbunden ist ein erhebliches ökonomisches aber auch soziales Potenzial. Die Kernenergie als Brötchengeber, in Frankreich ist das keine Seltenheit, weswegen auch die gesellschaftliche Akzeptanz in Frankreich eine andere ist.

Diese Akzeptanz hat sich durch die Ereignisse von Fukushima zwar gewandelt, jedoch nicht grundlegend verändert. Umfragen bestätigen zwar, dass die Bevölkerung Kernenergie als gefährlich ansieht, gleichsam jedoch das zuständige Personal als ausreichend qualifiziert einschätzt, diese Gefahr zu beherrschen. Damit steht die Atomenergie in Frankreich zwar nicht zwingend im besten Licht, aber doch relativ sicher, erfährt sie durch die Politik doch breite Unterstützung.

Réduction de l’énergie nucléaire? Oui! Mais…
Trotz seiner starken Nutzung der Atomkraft hat Frankreich im Oktober 2014 ein Gesetz zur Energiewende beschlossen. Inhalt dieses Gesetzes die Reduzierung des Atomstroms bis 2025 von den gegenwärtigen 75 auf 50%. Klingt als würde sich Frankreich schrittweise von der Kernenergie abwenden, stimmt allerdings nur theoretisch: der Gesetzestext spricht zwar von einer Reduzierung, enthält im Kleingedruckten jedoch ein großes „aber“. So steht geschrieben, dass die gegenwärtige Stromproduktion aus Atomkraft von 63,2 Gigawatt nicht überschritten werden darf. Selbst wenn also andere Energiebranchen (Erneuerbare Energien etc.) in Relation mehr Strom erzeugen sollten, wird das die Einspeisung von Atomstrom ins Netz von 63,2 Gigawatt nicht verhindern. Für die Regierung birgt dieser Zug gleich mehrere Vorteile. Offiziell löst man das Quasi-Monopol der Atomlobby auf. Gleichzeitig müssen weder Kraftwerke heruntergefahren noch Mitarbeiter entlassen weder. Zu guter Letzt hat Frankreich auch noch das Ziel, seinen Ausstoß von Treibhausgasen um 75% zu reduzieren, ein Weg, der sich in der recht einseitig entwickelten französischen Energiewirtschaft nur mit der klimafreundlichen Atomkraft beschreiten lässt. Da Frankreich aufgrund seiner jahrzehntelangen Nutzung von Atomkraft auch große technologische Expertise besitzt, zählen alle Länder, die günstig schadstoffarmen Strom erzeugen wollen, zu den besten Kunden der Grande Nation und kurbeln deren Wirtschaft an. Frankreich wird also auch weiterhin auf Atomkraft setzen und solange ernste Zwischenfälle ausbleiben, werden Kritiker vor allem in Hinblick auf die wirtschaftliche und ökologische Bedeutung der Kernenergie kaum beachtet.

Atomriesen in Asien
Trotz der bekannten Risiken ist für viele Länder Atomkraft ein elementarer Bestandteil der wirtschaftlichen und damit auch sozialen Entwicklung. Das gilt insbesondere für die beiden bevölkerungsreichsten Länder der Erde, China und Indien. Regelmäßig werden Berichte und Bilder veröffentlicht, die chinesische Großstädte in trübem und giftigem Nebel zeigen. Smog ist ein massives Problem in China, das durch die wachsende und schnelle Industrialisierung des Landes verursacht wird. Um diese weiter voranzutreiben, braucht China Energie. Diese kann jedoch nur aus fossilen und erneuerbaren Energiequellen – trotz riesiger Wasserkraftwerke – nicht ausreichend bereitgestellt werden. Dazu kommen massive CO2-Emissionen und die chinesische Selbstverpflichtung diese bis spätestens 2030 zu reduzieren. Damit bleibt auch hier nur die Lösung AKW. 15 sind es derzeit in China, 71 sollen es bis 2020 werden. Diese Zahlen belegen nicht nur Chinas Energiebedarf sondern gleichsam auch, dass ein nachhaltiges Wirtschaftswachstum ohne Atomkraft für China nicht vorstellbar ist.

Ähnlich verhält es sich in Indien. Knapp 40% der Bevölkerung leben derzeit noch ohne elektrischen Strom. Um diese überhaupt mit Strom versorgen zu können, muss die Energiebranche wachsen. Allerdings reichen die Kohlevorkommen in Indien nicht einmal annähernd für dieses notwendige Wachstum aus. Deshalb ist neben einer flächendeckenden Nutzung von Solarkraft auch der Ausbau von Atomenergie geplant. Bis 2020 soll die Energieproduktion von jährlichen 5.000 Megawatt auf 20.000 Megawatt erhöht werden. Was danach passieren wird ist offen. Ein Rückfahren der Atomenergie oder gar Ausstieg ist aufgrund der wachsenden wirtschaftlichen Bedeutung allerdings sehr unwahrscheinlich.

Altlasten und neue Ziele
Vier Jahre nach dem Super-GAU von Fukushima klagen noch immer Betroffene gegen den Betreiberkonzern Tepco. Dabei geht es im Wesentlichen darum, dass Tepco aufgrund unzureichender Sicherheitsmaßnahmen gegen den Tsunami, die anschließende Kernschmelze zu verantworten habe. Die Sammelklagen verschiedener Opfer wurden mehrfach abgewiesen. Die Begründung hierfür lautet, dass Tepco selbst mit besseren Sicherungsmaßnahmen die Kernschmelzen möglicherweise nicht hätte verhindern können. Vielleicht hätte die Katastrophe tatsächlich nicht verhindert werden können. Was jedoch die Aufarbeitung und den Umgang mit Fukushima und Atomkraft sowie deren etwaige zukünftige Nutzung angeht, bleiben Zweifel. Wie genau es in den Reaktoren und auf dem Kraftwerksgelände aussieht, ob man die Lage dort im Griff hat, ist weiterhin unklar.

Sehr viel klarer ist dagegen die Situation außerhalb des zerstörten AKWs. Japan fährt seine Atomreaktoren wieder an, Lebensmittel aus Fukushima werden wieder ausgefahren. Die Bevölkerung gibt sich laut offiziellen Umfragen optimistisch, dass Politik und Energie-Unternehmen ihre Lehren aus dem Unglück gezogen haben, und mit fachlicher Kompetenz und neuen Sicherheitsstandards eine weitere Katastrophe zu verhindern wissen. Generell richtet man den Blick in Japan derzeit nach vorn, 2020 werden in Tokyo die Olympischen Sommerspiele ausgetragen. Zu diesem Zeitpunkt wird die Entsorgung der radioaktiven Reste von Fukushima noch mehr als 20 Jahre in Anspruch nehmen. Japan sieht die Olympischen Spiele als große Wende, als Gelegenheit zu beweisen, was man zu leisten im Stande ist. Japans Wille, in diesem Jahr ein Zeichen zu setzen, ist groß. Man wird sich und der gesamten Welt weniger beweisen müssen, dass man ein hervorragender Gastgeber ist. Vielmehr muss Japan beweisen, dass Atomkraft ein sicherer und zukunftsfähiger Energielieferant ist, eine Aufgabe gegen die ein Olympiasieg wie ein Kinderspiel anmutet.


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